Rechter Terror in Halle (Saale): Zwei Tote – ein Tatverdächtiger festgenommen

Symbolfoto: © burntimes

Auf die Terroranschläge mit insgesamt zwei Todesopfern, in der Nähe einer Synagoge, am Dienstag in Halle (Saale), haben die Behörden in Sachsen und Sachsen Anhalt reagiert. Polizisten sicherten am Nachmittag und am Abend Einrichtungen in ganz Sachsen, kontrollierten Autobahnen Richtung Tschechien und Polen. Am Abend teilte die Polizei mit, dass keine akute Gefährdung mehr besteht. Ein 27-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen. Die Generalbundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen und hat Anhaltspunkte für einen rechtsextremistischen Hintergrund.

Am Mittwoch hat ein Schütze in Kampfmontur insgesamt zwei Menschen erschossen und zwei weitere schwer verletzt. Sein Ziel war die Synagoge von Halle (Saale). Dort wurde am Mittwoch Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag, begangen. Der Täter wollte dort offenbar ein Blutbad anrichten. Zur Tatzeit waren etwa 70 bis 80 Menschen in der Synagoge. Der Täter wurde über Videokameras beobachtet. Er versuchte die verschlossene Tür aufzuschießen. Dieses misslang, weil die Sicherheitstür standhielt. Der Angreifer legte selbstgebaute Sprengsätze vor der Synagoge ab. Anschließend tötete der mit Stahlhelm und grüner Jacke gekleidete Mann eine Passantin, die sich zufällig vor der Synagoge aufhielt. Anschließend betrat er einen 500 Meter entfernten Döner-Imbiss und warf zunächst eine Handgranate in den Imbiss. Anschließend gab er mehrere Schüsse in das Innere des Imbisses ab und traf dabei eine Person tödlich.

Anschließend fielen im etwa 15 Kilometer von Halle entfernten Landsberg Schüsse. Die Polizei fuhr mit Lautsprecherwagen durch Landsberg und Halle und forderte die Menschen auf, in ihren Häusern und Wohnungen zu bleiben und sich nicht auf Glasflächen zu begeben, weil die Gefahr von Schusswaffengebrauch bestand.

Der Ministerpräsident von Sachsen Anhalt, Rainer Haseloff zeigte sich erschüttert und sagte, dass er entsetzt über die verabscheuenswürdige Tat sei. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus.

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