Türkei-Offensive in Syrien steht unmittelbar bevor: Trump zieht US-Truppen ab – Kurdenmiliz wird nicht weiter unterstützt

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Der türkische Präsident Erdogan will gegen kurdische Milizen in Nordsyrien vorgehen. US-Präsident Trump kündigt einen Truppenabzug und lässt die Verbündeten im Stich. Die Kurden fühlen sich durch den Rückzug verraten. Aufgrund massiver Kritik an dem geplanten Rückzug drohte Trump der Türkei und teilte auf Twitter mit: „Wenn die Türkei irgendetwas unternimmt, was ich in meiner großartigen und unübertroffenen Weisheit für tabu halte, werde ich die türkische Wirtschaft vollständig auslöschen.“ Er teilte nicht mit, was genau gegen seine Weisheit verstößt. Erdogan äußerte sich zuvor Trump gegenüber verärgert, weil die Türkei mit den USA gemeinsam eine Sicherheitszone umsetzen wollte. Erst am vergangenen Freitag gab es eine Patrouillenfahrt im Verbund mit türkischen und amerikanischen Soldaten.

Durch den US-Truppenabzug ist der Weg für eine türkische Offensive geebnet. Zuvor teilte das Weiße Haus mit, sich einer türkischen Offensive in Nordsyrien nicht in den Weg zu stellen. Das Ziel der türkischen Offensive ist es die kurdischen Milizen aus der Grenzregion zu vertreiben.

Die Vereinten Nationen (UN) äußerten sich sehr besorgt um die Zivilbevölkerung. Im Zusammenhang mit der türkischen Militäroffensive wird vor Zurücktreibenden gewarnt und darum geben das humanitäre Völkerrecht zu achten. Auch Europa warnte die Türkei vor einem Militäreinsatz. Die EU teilte mit, dass sie die legitimen Sicherheitsinteressen der Türkei respektiert, es aber im Fall Syrien keine militärische Lösung gibt.

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