Rückruf nach Keimen in Wurstwaren von Wilke: Wurstwaren-Hersteller beantragt Insolvenz

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Nach zwei Todesfällen durch keimbelastete Wurst hat der nordhessische Hersteller Waldecker Fleisch- und Wurstwaren die Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens beantragt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz imd Lebensmittelsicherheit hat mittlerweile für 15 Bundesländer Warnungen vor der Wilke-Wurst herausgegeben. Einzig für Mecklenburg-Vorpommern besteht noch keine Warnung. Die Waren von Wilke sollen auch unter anderem Namen über Wursttheken verkauft worden sein. In mehreren Fällen wurden in Wilke-Wurstwaren Listerien nachgewiesen. Bei Listerien handelt es sich um Bakterien die zu Durchfall und Fieber führen können. Gefährlich ist die Infektion für abwehrgeschwächte Personen: Neugeborene, alte Menschen, Patienten mit chronischen Erkrankungen, Transplantierte, Schwangere. Bei ihnen und bei Ungeborenen kann Listeriose zum Tod führen. Zwei Todesfälle innerhalb von Südhessen stehen nach Angaben eines Gutachters zu 99,6 Prozent im Zusammenhang mit Produkten von Wilke.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch warf den Behörden und dem betroffenen Wurstproduzenten schwere Versäumnisse vor. Die belastete Wurst ist offenbar an Supermärkte, Fleischtheken und Krankenhäuser geliefert worden. In einem Klinikum in Köln wurde die Ware sogar noch nach dem öffentlichen Rückruf ausgegeben, teilte Foodwatch mit.

Am Mittwoch wurde die Produktion von Wilke vorläufig von Behörden gestoppt. Wilke-Wurstwaren hat mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigt und exportiert seine Waren weltweit.

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