Brandenburg: Unfall mit zwei toten Feuerwehrleuten – LKW-Fahrer zu zwei Jahren Haft verurteilt

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de

In Brandenburg hatte sich im September 2017 ein tragischer Unfall auf der A2 bei Lehnin, in Brandenburg, ereignet. Zwei Feuerwehrleute waren dabei im Einsatz ums Leben gekommen. Am frühen Morgen des 5. September 2017 war ein 58-jähriger LKW-Fahrer mit seinem Sattelzug mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Unfallstelle gerast. Dadurch hatte der LKW-Fahrer den Tod der beiden Einsatzkräfte verursacht. Zeugen sagten aus, dass die Unfallstelle durch die Feuerwehr taghell ausgeleuchtet und gut sichtbar war. Die Feuerwehrleute hatten zum Unfallzeitpunkt die Unfallstelle abgesichert, als der tonnenschwere LKW ungebremst in diese hineinfuhr. Der LKW krachte zunächst in ein Polizeifahrzeug und anschließend gegen das Feuerwehrfahrzeug, das umkippte und die beiden Männer unter sich begrub. Der Tod der beiden freiwilligen Helfer hatte große Bestürzung ausgelöst. Auch die finanzielle Absicherung von Helfern bei der Freiwilligen Feuerwehr war ein Thema, denn die Witwen und Kinder der Opfer erhalten zunächst kein Sterbegeld, obwohl die beiden Männer im Einsatz ums Leben kamen. Ein halbes Jahr nach dem Unglück beschloss das Kabinett in Brandenburg schließlich eine Änderung, die rückwirkend gilt. Demnach können Einsatzkräfte freiwilliger Institutionen bis zu 60.000 Euro erhalten.

Der Fahrer des LKW war eingeschlafen. Das sah das Gericht als bewiesen an. Die Müdigkeit des Fahrers hat sich durch Anzeichen angedeutet, die der Lenker hätte Ernst nehmen müssen. Das betonte der Staatsanwalt bereits am ersten Prozesstag. Am Dienstag wurde der 58-jährige LKW-Fahrer im Berufungsprozess vor dem Landgericht in Potsdam zu zwei Jahren Haft verurteilt.

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