Göttingen: Mutmaßlicher Frauenmörder wurde gefasst – Ermittlungen wegen zweifaches Mordes

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Am Freitagabend konnte die Fahndung nach dem 52-jährigen Frank N. beendet werden. Er wurde von Beamten gegen 22.50 Uhr in der Göttinger Innenstadt verhaftet. Zuvor wurde er von Passanten in einem Schnellrestaurant erkannt. Der 52-Jährige versuchte zunächst zu flüchten, konnte aber von Polizisten in Zivil in der Weender Straße überwältigt werden. Bei seiner Festnahme leistete der Täter erheblichen Widerstand. Eine Polizeibeamtin wurde leicht verletzt.

Am Donnerstag hatte er eine Frau getötet und eine weitere lebensbedrohlich verletzt. Bei dem ersten Opfer handelt es sich um eine Bekannte des mutmaßlichen Täters. Er lauerte der 44-Jährigen auf ihrem Arbeitsweg auf, übergoss sie mit einem Brandbeschleuniger und zündete sie schließlich an. Bei ihrem Versuch zu flüchten stach der Täter mehrfach mit einem Messer auf sie ein. Nachdem ein Passant die Flammen mit einem Feuerlöscher gelöscht hatte, übergoss der Täter das Opfer erneut mit Brandbeschleuniger und zündete sie noch einmal an. Dem Helfer entriss er den Feuerlöscher und schlug damit einer 57-jährigen Arbeitskollegin des Opfers auf den Kopf und flüchtete anschließend. Die 57-Jährige erlag in der Nacht zu Samstag ihren schweren Kopfverletzungen.

Möglicherweise hatte sich der mutmaßliche Täter mehr von seiner Bekanntschaft erhofft. Er hatte kürzlich bereits bei der 44-Jährigen randaliert. Die Polizei hatte daraufhin einen Platzverweis gegen Frank N. ausgesprochen.

Am Freitagmorgen erkannten Zugreisende den Täter in einem Metronom-Zug in Elze bei Hildesheim. Eine Zugbegleiterin räumte daraufhin unauffällig den Wagen und schloss das Abteil ab. Als der flüchtige Mann das bemerkte schlug er kurzerhand eine Fensterscheibe des Zuges mit einem Nothammer ein und flüchtete zu Fuß vom Bahnhof in Elze. Ebenfalls am Freitag nahm er in Hannover Kontakt zu einem Anwalt auf, bei dem er um rechtlichen Beistand bat. Dieser lehnte ab und alarmierte die Polizei.

Während seiner Flucht hatte der 52-Jährige mehrfach Mobiltelefone von Passanten geliehen um sich bei der Polizei in Göttingen über den Zustand seiner Bekannten zu informieren. Die Beamten sagten ihm nicht, dass das tot war um auch die Verbindung länger zu halten, um den Mann zu orten.

Frank N. war in der Vergangenheit dreimal wegen Vergewaltigungen verurteilt worden. Er saß deshalb mehrjährige Haftstrafen ab. Seit Freitagabend sitzt er nun in Untersuchungshaft. Der Vorwurf lautet zweifacher Mord. Es wurde Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter erlassen.

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