Thomas Cook ist pleite: Was die Pleite für Buchungen bedeutet

Symbolfoto: © Karsten Schneider | pixelio.de

Die Verhandlungen zur geplanten Rekapitalisierung von Thomas Cook sind gescheitert. Die britische Regierung lehnte eine Rettung des angeschlagenen Konzerns ab. Gefordert war eine Hilfszahlung in Höhe von 150 Millionen Pfund, was etwa 170 Millionen Euro entspricht. Nach der Ablehnung wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Daher sieht sich das Unternehmen gezwungen, auf eine Notgeschäftsführung umzustellen. Die Durchführung von Reisen mit dem Abreisedatum am 23. und 24. September kann nicht gewährleistet werden, teilte Thomas Cook Montagmorgen mit. Jeglicher Verkauf von Reisen ist gestoppt. Thomas Cook hat mit sofortiger Wirkung seinen Betrieb eingestellt, sodass der Flugplan und alle gebuchten Tickst und Reisen ihre Gültigkeit verlieren. Betroffenen Kunden soll der Reisepreis zurückerstattet werden. Dies kann jedoch dauern, weil die Forderungen zur Insolvenzmasse gehören.

Rund 600.000 Urlauber, darunter auch 140.000 aus Deutschland, sind von der Insolvenz von Thomas Cook betroffen. Die britische Regierung kpdnigte die „größte Rückholaktion in Friedenszeiten“ an. Das britische Unternehmen veranstaltet Kreuzfahrten, betreibt Hotels, Resorts und unterhält Fluggesellschaften. Der Konzern verfügt über ein Kontingent von 105 Flugzeugen, 58 davon fliegen für das deutsche Tochterunternehmen Condor. Aus rechtlichen Gründen darf Condor Flugreisende, die mit Thomas-Cook-Veranstaltern gebucht haben nicht mehr an ihr Reiseziel bringen, teilte die Fluggesellschaft kam Montagmorgen mit. Auch Urlauber, die sich bereits im Ausland befinden sind betroffen. Derzeit sind mit Thomas Cook etwa 140.000 Gäste unterwegs. Es ist noch unklar, wie Personen, die ihren Wohnsitz nicht in Großbritannien haben, nach Hause gebracht werden.

Bereits vor der offiziellen Pleite von Thomas Cook kam es zu ersten Zwischenfällen. In einem tunesischen Hotel mussten Touristen eine zusätzliche Gebühr bezahlen. Nur wenn sie die zusätzliche Gebühr bezahlt haben durften sie das Resort verlassen. Ein britischer Tourist sagte, dass sie wie Geiseln gehalten wurden. Das Hotel teilte mit, dass es sich um Posten handelt, die Thomas Cook dem Hotel schuldete.

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