Proteste legen Flughafen Hongkong erneut lahm: China droht mit Panzern

Symbolfoto: © Michael Hirschka | pixelio.de

Der Flughafen in Hongkong ist erneut von Regierungskritikern besetzt worden, sodass der Flugverkehr eingestellt wurde. Schon vor einigen Tagen besetzten Demonstranten den Flughafen und haben diesen stundenlang lahmgelegt. Es kam am Dienstag zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Die Sicherheitskräfte griffen hart durch und setzten unter anderem Pfefferspray und Schlagstöcke gegen Demonstranten ein. Vor dem Flughafen schlugen Demonstranten die Scheiben von Polizeifahrzeugen ein. Im Flughafen bildeten sie Barrikaden aus Gepäckwagen. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam stellte sich hinter die Sicherheitskräfte und sagte, dass sie große Schwierigkeiten haben das Gesetz durchzusetzen. Die Fluggesellschaft Lufthansa reagierte auf die Ausschreitungen und strich alle Flüge nach Hongkong.

US-Präsident Trump teilte mit, dass Chinas Militär Truppen und Panzer an der Grenze zu Hongkong in Stellung gebracht hat. Offiziell sagte China, dass die Truppen angesichts einer groß angelegten Übung verlegt wurden. Er sagt, dass alle Parteien in der Situation Ruhe bewahren sollten.

Bundesaußenminister Heiko Maas reagierte besorgt auf die neuen Ausschreitungen. Er sagte, dass die Lage immer weiter eskaliert. Er bat während eines Besuchs in New York alle Seiten um Zurückhaltung. Die Vereinten Nationen baten um mehr Dialog mit den Demonstranten.

In Hongkong kommt es sein acht Wochen immer wieder zu neuen massiven Protesten. Der Auslöser für die Proteste war ein Gesetzentwurf der Regierung, der aber zwischenzeitlich auf Eis gelegt wurde. Es ging dabei um die Auslieferung mutmaßlicher Straftäter nach China. Hongkong wird seit 1997 autonom regiert. Den Demonstranten geht es um den steigenden Einflusses China, den sie in Hongkong nicht wünschen. Anders als in China haben die München in Hongkong Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit.

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