Seenotrettung im Mittelmeer: 400 gerettete Geflüchtete und kein sicherer Hafen

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Im Mittelmeer wurden in den letzten Tagen über 400 Schutzsuchende aus Seenot gerettet. Doch die Häfen im Mittelmeer bleiben geschlossen, sodass die Geflüchteten auf den Rettungschiffen ausharren müssen. Die Lage an Bord verschlechtert sich von Stunde zu Stunde. Das von den Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen im Einsatz befindliche Rettungsschiff Ocean Viking hat 251 Menschen aus Seenot gerettet. Es ist noch unklar, ob das Schiff vor Libyen verbleibt oder sich auf den Weg in Richtung Europa machen wird. Italien und Malta haben derzeit ihre Häfen für Rettungsschiffe geschlossen. Das Schiff fährt unter norwegischer Fahne. An Bord der Open Arms befinden sich unterdessen 160 Geflüchtete, die ebenfalls aus Seenot gerettet wurden. Am Samstag wurde bekannt, dass Malta 39 zuletzt Gerettete aufnimmt. Für die übrigen 121 Schutzsuchenden fühlt sich Malta nicht zuständig. Außerdem wurden am Sonntag drei Erkrankte von der italienischen Küstenwache von Bord geholt und nach Lampedusa gebracht.

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