Moschee-Angriff nahe Oslo: In der Wohnung des Tatverdächtigen wurde eine Leiche gefunden

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Nach dem Moschee-Angriff am Samstag in der Nähe der norwegischen Hauptstadt Oslo haben die Ermittler im Haus des Tatverdächtigen eine Leiche gefunden. Es handelt sich dabei um die Leiche der 17-jährigen Stiefschwester des Tatverdächtigen. Die Hintergründe und in welchem Verhältnis die beiden zueinander stehen sind noch unklar. Die Internet-Aktivitäten des Tatverdächtigen werden zur Zeit noch geprüft. Die Polizei wertet den Vorfall als versuchten Terrorangriff. Der Angreifer vertrat rechtsextreme Positionen.

Der Täter drang am Samstag mit mehreren Schusswaffen in das Gotteshaus ein und konnte von einem etwa 70 Jahre altem Besucher überwältigt werden. Dabei fielen Schüsse, eine Person wurde verletzt. Die Polizei konnte den Täter verhaften. Der Angreifer trug schwarze Bekleidung, eine Schutzweste und Knieschützer. Bis Sonntagabend konnte der Festgenommene noch nicht befragt werden, da er sich noch in medizinischer Behandlung befand.

Nach dem Vorfall versammelten sich zahlreiche Menschen zu spontanen Solidaritätskundgebungen vor Moscheen in Norwegen. Die Tat weckte Erinnerungen an den ebenfalls rechtsextrem motivierten Terroranschlag in Norwegen am 22. Juli 2011. Damals tötete Anders Breivik 77 Menschen.

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