Frankfurt: Kind vor einfahrenden ICE gestoßen – Täter war in der Schweiz tagelang auf der Flucht

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Einen Tag nach der schrecklichen Tat am Frankfurter Hauptbahnhof, bei dem ein achtjähriger Junge ums Leben kam, wurden nähere Details über den Täter bekannt. Am Frankfurter Hauptbahnhof sind eine 40-jährige Mutter und ihr achtjähriger Sohn am Montagmorgen gegen 9.55 Uhr vor einen einfahrenden ICE auf Gleis 7 gestoßen worden. Die Mutter konnte sich gerade noch rechtzeitig aus dem Gleisbett retten. Ihr achtjähriger Sohn wurde überrollt und erlag seinen schweren Verletzungen (wir berichteten).

Augenzeugen hielten den Täter auf, bis die Polizei ihn Mann verhaften konnte. Ein Haftbefehl wurde beantragt. Der mutmaßliche Täter wurde einem Haftrichter vorgeführt. Der Vorwurf lautet: Mord und zweifacher Mordversuch. Er selbst schweigt bisher zu den Vorwürfen.

Bei ihm handelt es sich um einen 28-jährigen Mann, der aus Eritrea stammt. Der mutmaßliche Mörder lebte in der Schweiz und arbeitete dort bis Januar 2019 bei den Zürcher Verkehrsbetrieben, wie die Ermittler mitteilten. Anschließend wurde er aufgrund psychischer Schwierigkeiten krankgeschrieben. Bis vergangene Woche lebte der Familienvater unauffällig. Letzte Woche Donnerstag ereignete sich bei ihm Zuhause ein Familiendrama. Er sperrte seine Ehefrau und die drei Kleinkinder in der Wohnung ein, sodass sie befreit werden mussten. Seit dem war der Täter verschwunden. Eine Öffentlichkeitsfahndung wurde nicht eingeleitet, weil es keine Hinweise auf eine Gefahr für die Öffentlichkeit gab. Außerdem wurde seine Fluchtgefahr von den Schweizer Behörden als gering eingestuft. Er wurde innerhalb der Schweiz national zur Fahndung ausgeschrieben.

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