Schweres Schiffsunglück im Mittelmeer: 62 Leichen wurden vor Libyen geborgen – weitere Menschen werden vermisst

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Während innerhalb von Europa über die Verteilung von Geflüchteten gesprochen wird, ereignete sich im Mittelmeer ein schweres Schiffsunglück. Vor der libyschen Küste wurden 62 Leichen geborgen. Es handelt sich um ein gekentertes Holzboot, auf dem etwa 250 Schutzsuchende unterwegs gewesen sind. Weitere Menschen werden auch zur Stunde noch vermisst. Insgesamt gab es 115 Vermisste. Die libysche Küstenwache hat nach eigener Mitteilung 134 Geflüchtete auf mehreren afrikanischen und arabischen Ländern gerettet und auf das libysche Festland gebracht. Der Geschäftsführer des UN-Hilfswerk teilte mit, dass es sich um das schwerste Schiffsunglück in diesem Jahr handelte. Die Vereinten Nationen haben sich in diesem Zusammenhang über die anhaltenden Gefahren und die mangelnde Sicherheit für Menschen auf hoher See besorgt geäußert. Das Mittelmeer geht noch immer zu den gefährlichsten Fluchtrouten für Menschen, die nach Europa gelangen wollen. Gegenwärtig sind keine privaten Rettungsschiffe im Mittelmeer unterwegs. Am Donnerstag kündigte das Rettungsschiff Alan Kurdi an in See zu stechen und sich in die Rettungszone vor der libyschen Küste zu begeben.

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