Nach Festsetzung eines britischen Tankers im Iran: Schiffe sollen Straße von Hormus nicht mehr befahren

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Der Konflikt mit dem Iran hat sich verschärft. Am Freitag wurde im Iran der unter britischer Fahne fahrende Öltanker „Stena Imperio“ festgesetzt (wir berichteten). Das Schiff gehört zur schwedischen Firma Stena Bulk. Nach der Festsetzung warnte Großbritannien vor dem Durchfahren der Straße von Hormus. Schiffe sollen das Gewässer bis auf weiteres meiden. Der britische Außenminister Hunt drohte dem Iran mit sehr ernsten Konsequenzen, wenn die Situation nicht schnell gelöst wird. Der festgesetzte Tanker soll in einen Unfall mit einem iranischen Fischerboot verwickelt sein. Als das Fischerboot einen Notruf absetzte, ignorierte der Öltanker diesen, iranischen Angaben zufolge. Die Bundesregierung bat den Iran um die unverzügliche Freigabe des beschlagnahmten Öltankers und deren Besatzung. An Bord des festgesetzten Schiffes befinden sich 23 Crewmitglieder. In Großbritannien kam der nationale Sicherheitsrat für Beratungen zusammen.

Am Freitag wurde in der Straße von Hormus noch ein zweiter Tanker, die „Mesdar“, festgesetzt. Die britische Reederei Norbulk Shopping UK teilte mit, dass der betoffene Öltanker inzwischen wieder freigegeben wurde.

Die USA verurteilten das Vorgehen des Iran scharf und kündigten an weitere Soldaten nach Saudi-Arabien zu entsenden und die Militärpräsenz in der Golfregion weiter zu verstärken.

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