Luftangriff auf Lager von Geflüchteten in Libyen: Mindestens 53 Tote

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

In der Nähe von Tripolis wurde ein Lager von Geflüchteten aus der Luft angegriffen. Mindestens 53 Menschen starben bei dem Luftangriff. Die libysche Regierung prüft das Lager zu schließen und die Schutzsuchenden freizulassen, hieß es. Eine Rakete hatte eine Lagerhalle getroffen, in der sich zu der Zeit 120 Menschen aufhielten. Mindestens 130 Menschen wurden teils schwer verletzt. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Sicherheitskräfte des Lagers auf Schutzsuchende geschossen haben, die nach der Explosion fliehen wollten. Es war der folgenschwerste Angriff in Libyen seit dem Sturz des Diktators al-Gaddafi im Jahr 2011.

Der Vorfall zeigt wie schutzlos Geflüchtete der Gewalt in Libyen ausgesetzt sind. Dieser Angriff wurde international verurteilt. Die Vereinten Nationen schließen ein Kriegsverbrechen nicht aus. Der UN-Sondergesandte für den Mittelmeer-Raum warf Europa vor, die Augen vor der Notlage der Migranten in Libyen zu verschließen.

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