Kassel: CDU-Politiker Lübcke starb durch Kopfschuss

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Eine 20-köpfige Sonderkommission ermittelt im Todesfall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Im Internet wurde der 65-jährige Politiker von Rechtsextremen verhöhnt und seine Privatadresse wurde verbreitet. Er erhielt auch Morddrohungen. Trotzdem wurde ihm aus nächster Nähe mit einer Kurzwaffe in den Kopf geschossen, wie das LKA bestätigte. Die Leiche wurde am frühen Sonntagmorgen gegen 0.30 Uhr auf seiner Terrasse in Wolfshagen, bei Kassel von einem Familienmitglied aufgefunden. Rettungskräfte konnten nichts mehr für Lübcke tun, sodass er noch auf der Terrasse seiner schweren Kopfverletzung erlag. Die Polizei bestätigte, dass es keinerlei Anzeichen auf einen Suizid gibt und von Mord ausgegangen wird. Lübcke wurde immer wieder von sogenannten „Reichsbürgern“ angefeindet. Auch nach seinem Tod finden sich im Netz weiter Anfeindungen gegen den Kasseler Regierungspräsidenten.

Im Jahr 2015 stand der CDU-Politiker aufgrund von Morddrohungen zeitweise unter Personenschutz. Vorausgegangen war eine Informationsveranstaltung zu einer geplanten Erstaufnahmeeinrichtung für Schutzsuchende. Lübcke sah sich durch Anhänger einer Pegida-Selektion provoziert.

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