Starke Kritik nach Neonazi-Aufmarsch mit Fackeln in Plauen

Symbolfoto: © burntimes

Im sächsischen Plauen zogen am 1. Mai etwa 300 rechtsextreme Demonstranten auf die Straße. Das Auftreten der Rechtsextremen sorgt deutschlandweit für Entsetzen. Die Teilnehmer marschierten in bräunlichen T-Shirts uninformiert und mit Fahnen, Trommeln sowie Fackeln durch die Stadt. Auf den T-Shirts der Rechtsextremen stand „Der dritte Weg“ geschrieben, das auf eine kleine Partei hinweist. Die Polizei teilte mit, dass die Demonstranten nicht gegen Auflagen oder Gesetze verstießen und deshalb auch nicht gestoppt wurden. Beobachter erkennen jedoch eine Anspielung auf die sogenannten „Braunhemden“ – eine Sturmabteilung der NSDAP. Politiker mehrerer Parteien forderten rasche Aufklärung über die Umstände.

Der sächsische Links-Fraktionschef zeigte sich empört und sagte, dass „der dritte Weg“ mit Fackeln und Trommeln zurück ins dritte Reich führen sollte. Von einem fatalen Signal war die Rede. Es gibt kein Verständnis dafür, dass die Demonstration in dieser Form genehmigt worden ist. Bundesinnenminister Seehofer bezeichnet den Plauen-Aufzug als abscheulich. Er teilte mit, dass er alle Möglichkeiten ausschöpfen wird, um den Rechtsradikalismus zu bekämpfen.

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