Ruanda erinnert an Völkermord vor 25 Jahren

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

25 Jahre nach dem Völkermord (Genozid) in Ruanda haben am Sonntag hunderttausende Menschen an die Opfer erinnert. Am Sonntagvormittag hat Staatschef Kagame zum Auftakt der Gedenkfeiern in der Hauptstadt Kigali eine Flamme in der Gedenkstätte entzündet. Insgesamt starben damals innerhalb von drei Monaten 800.000 Menschen – sie wurden von der Volksgruppe Hutu getötet. Bei den meisten der Opfer handelte es sich um Tutsi, eine Volksgruppe, die in der Minderheit war. Unter den Tätern befanden sich viele Staatsbedienstete, Armeeangehörige und Polizisten. In Ruanda ist bis zum 4. Juli Staatstrauer angeordnet worden.

Frankreich kündigte an dem Völkermord in Ruanda einen eigenen Gedenktag zu widmen. Dieser Sol zukünftig am 7. April begangen werden. Frankreich wird vorgeworfen eine eine aktive oder passive Rolle bei der Vorbereitung und Ausführung des Genozids gespielt zu haben. Ruanda und Frankreich hatten ihre diplomatischen Beziehungen zeitweise unterbrochen.

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