Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen „Zentrum für Politische Schönheit“ eingeleitet

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Das Künstlerkollektiv „Zentrum für Politische Schönheit“ (ZPS) sorgt mit seinen Aktionen regelmäßig für Aufmerksamkeit. Zuletzt unter anderem nachgebauten Holocaust-Mahnmal vor dem Wohnhaus des AfD-Politikers Björn Höcke in Thüringen. Am Mittwoch wurde nun bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen das Kollektiv ermittelt. Der Vorwurf lautet: „Bildung einer kriminellen Vereinigung“. Das geht aus einer Anfrage der Partei „Die Linke“ im Landtag in Thüringen hervor. Inzwischen wird seit 16 Monaten gegen das Künstlerkollektiv ermittelt. Die Ermittlungen wurden genau eine Woche nach dem das Mahnmal vor dem Haus des thüringischen AfD-Politikers Höcke enthüllt wurde, eingeleitet. Dem Gericht zufolge geht es bei den Ermittlungen unter anderem darum, ob das ZPS Ausspähaktionen durchgeführt hat. Das ZPS selbst teilte mit, dass die Vorwürfe und Vorgänge absurd sind. „Wir sollen stigmatisiert werden“, so das Kollektiv wörtlich. Das ZPS sieht sich durch die Ermittlungen in seiner Kunstfreiheit verletzt. Anfang März hatte das Bundesinnenministerium dem Gründer des ZPS, Philipp Ruch, die Teilnahme an einer Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung untersagt.

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