Brexit: Premierministerin May beantragt Aufschub bis Ende Juni

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Die britische Premierministerin May hat am Mittwoch ankündigt, dass der Austritt aus der EU auf Ende Juni verschoben werden soll. Der Vorschlag muss noch in Brüssel genehmigt werden. Die Chancen dafür stehen nicht gut. Der Brexit war ursprünglich für den 29. März geplant gewesen. Einer Verschiebung müssen alle 27 EU-Mitgliedsstaaten zustimmen. Für Donnerstag und Freitag wurden bereits Beratungen der Staats- und Regierungschefs, über den gestellten Antrag, angekündigt. Einer internen EU-Bewertung zufolge wäre eine Verschiebung – aufgrund der kommenden Europawahl – nur bis zum 23. Mai möglich. Es ist jedoch derzeit nicht davon auszugehen, dass ein kurzes Aufschieben die politischen Schwierigkeiten in Großbritannien lösen kann. Die Zeit könnte jedoch noch genutzt werden, um für einen Austritt ohne ein Abkommen besser gewappnet zu sein.

In London sind nun viele Szenarien denkbar. Die Spanne reicht vom Sturz Mays, mit einem daraus resultierenden politischen Chaos, bis hin zu einem geordneten Austritt Ende Juni. Sollte Großbritannien die EU am 29. März ohne ein Austrittsabkommen verlassen, hätte das für die Wirtschaft im Land dramatische Folgen. Ohne ein Abkommen auszutreten erscheint inzwischen aber als eher unwahrscheinlich, weil sich das britische Unterhaus dagegen ausgesprochen hat.

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