Sabratha: Schiff mit Schutzsuchenden kenterte im Mittelmeer – 15 Überlebende

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Am Dienstag ist ein Holzschiff mit Schutzsuchenden vor der Küste der libyschen Stadt Sabratha gegen einen Felsen geprallt und gekentert. Insgesamt überlebten 15 Menschen und wurden in ein libysches Krankenhaus gebracht. Mindestens ein Baby wurde tot geborgen. Wie viele Tote es gibt und wie viele Schutzsuchende sich an Bord befanden ist unklar. Libyschen Medienberichten zufolge sollen sich etwa 45 Personen an Bord befunden haben. Von 30 Vermissten gingen die Behörden aus.

Erst diesen Montag hatte das italienische Schiff „Mare Jonio“ insgesamt 49 Menschen aus Seenot gerettet. Aufgrund der schlechten Wetterlage erhielt das Schiff die Genehmigung vor der Küste Lampedusas zu ankern, jedoch nicht die Genehmigung einen sicheren Hafen anzusteuern. Ein Mann, der an einer Lungenentzündung litt, wurde in ein Krankenhaus geflogen. Der italienische Innenminister teilte mit, dass die Häfen seit Monaten geschlossen sind und das auch bleiben. Die Gerettten harren unterdessen an Bord der „Mare Jonio“ aus. Der Bürgermeister von Lampedusa erklärte seine Aufnahmebereitschaft für die Schutzsuchenden. Laut italienischem Gesetz wird die „Staatssicherheit“ verletzt, wenn Schutzsuchende außerhalb der italienischen Gewässer gerettet werden, ohne das diese Rettungsaktion von Italien aus koordiniert wurde. Der italienische Innenminister Salvini teilte mit, dass er seinem strengen Einwanderungskurs festhalten wird. „Dies ist kein Rettungseinsatz, sondern eine Aktion zur Förderung der illegalen Migration“, sagte er.

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