Terror in Neuseeland: Rechtsextremer tötet 49 Menschen – drei Festnahmen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Im neuseeländischen Christchurch hat ein 28-jähriger Mann aus Australien am Freitagmittag gegen 13.40 Uhr (Ortszeit) während des Freitagsgebets auf brutale Art und Weise mindestens 49 Menschen in zwei Moscheen getötet. Zahlreiche weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Zum Zeitpunkt des Anschlag befanden sich etwa 300 Menschen in der betroffenen Moschee. Viele der muslimischen Opfer sind aus dem Krieg nach Neuseeland geflohen. Der 28-jährige Haupttäter betrat schwer bewaffnet die Moscheen und gab direkt zahlreiche Schüsse ab. Zwischendurch wechselte er die Waffen aus. Die Tat wurde im Vorfeld offenbar akribisch geplant und vorbereitet.

Die Polizei hat bisher vier Menschen verhaftet, darunter den mutmaßlichen Haupttäter, der die ganze Tat live in sozialen Medien gestreamt hatte. An seinem Fahrzeug wurden Sprengsätze entdeckt, die von Spezialisten der Armee entschärft wurden. Bei den Festgenommenen handelt es sich um drei Männer und eine Frau mit extremistischen und rechtsextremen Ansichten. In ganz Neuseeland wurde die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen. Keiner der Festgenommenen war dem Geheimdienst namentlich bekannt. Bei dem Haupttäter wurde ein 73-seitiges Manifest aufgefunden, das an den norwegischen Attentäter Anders Breivik erinnert.

In Neuseeland leben etwa 50.000 Muslime, die gut integriert sind. Die meisten von ihnen stammen aus Pakistan und Bangladesch.

Es handelt sich hierbei um den schwersten Terroranschlag in der Geschichte Neuseelands.

Bundeskanzlerin Angela Merkel meldete sich nach dem Anschlag zu Wort. Sie teilte auf auf Twitter mit: „Ich trauere mit den Neuseeländern um ihre Mitbürger, die friedlich betend in ihren Moscheen überfallen und aus rassistischem Hass ermordet wurden.“

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