Machtkampf in Venezuela: Luftwaffengeneral bekennt sich zu Guaidó

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In Venezuela sind am Samstag etwa 100.000 Menschen für den selbst ernannten Interimspräsidenten Guaidó auf die Straße gegangen. Der Luftwaffengeneral Yánez hat sich zum Interimspräsidenten Guaidó bekannt. Er ist der erste ranghohe General, der sich Guaidó zuwendet und damit die Seiten wechselt. Yánez sagte, dass Maduro ein Diktator sei und der Übergang zur Demokratie mit Guaidó unmittelbar bevorsteht. Er teilte auch mit, dass 90 Prozent des venezuelischen Militärs hinter Guaidó steht.

Staatschef Maduro kündigte unterdessen vorgezogene Parlamentswahlen an. Die Menschen in Venezuela sehen den gewählten Maduro nicht als ihren rechtmäßigen Präsidenten an. Die Präsidentschaftswahlen in Venezuela hatten weltweit für Kritik gesorgt. Es wurde bezweifelt, dass die Wiederwahl von Maduro mit rechten Dingen zugegangen ist.

Staatschef Maduro kündigte unterdessen vorgezogene Parlamentswahlen an, die noch in diesem Jahr stattfinden sollen.

Venezuela leidet seit mehr als vier Jahren stark unter einer Wirtschaft- und Versorgungskrise. Er fehlt zur Zeit an Medikamenten, Lebensmitteln und an Toilettenpapier. US-Präsident Trump teilte Ende Januar mit, dass er Guaidó als Staatschef anerkennt.

Deutschland und mehrere andere Länder in Europa hatten Maduro bis Sonntag Zeit gegeben, um eine neue Präsidentschaftswahl anzusetzen. Wenn diese nicht angekündigt werden, wird auch Europa Guaidó als Interimsstaatschef anerkennen.


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