Küste vor Libyen: 117 Tote bei Schiffsunglück befürchtet

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Vor Libyen hat sich ein Schiffsunglück ereignet. Drei Menschen überlebten das Unglück und teilten mit, dass sich an Bord des gekenterten Schlauchbootes insgesamt 120 Menschen befanden, darunter zehn Frauen und zwei Kinder – eines war gerade zwei Monate alt gewesen. Die drei Überlebenden wurden nach Lampedusa gebracht. Der Seenotfall ereignete sich etwa 50 Seemeilen nordöstlich der libyschen Hauptstadt Tripolis. Die libysche Marine sprach lediglich von 20 an Bord befindlichen Personen. Dem Schlauchboot ging nach zehn Stunden auf offener See die Luft aus und begann zu sinken. Zahlreiche Menschen sind daraufhin von Bord gefallen und ertrunken.
Das Schiff war auf dem Weg nach Europa, teilte der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mit.

Unterdessen hat das deutsche Seenotrettungsschiff „Sea Watch 3“ 47 Menschen, darunter acht Minderjährige, vor dem Ertrinken aus dem Mittelmeer gerettet. Wohin die „Sea Watch 3“ nun fahren wird ist unklar. „Die EU muss dafür eine schnelle Lösung finden und nicht erneut 18 Tage Gerettete auf einem Schiff festhalten“, teilte Sea Watch mit.

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