Unwort der Jahres 2018 steht fest: „Anti-Abschiebe-Industrie“

Symbolfoto: © Burntimes

Eine Jury hat aus mehr als 900 Einsendungen und 500 zusätzlichen Vorschlägen das Unwort des Jahres 2018 gekürt. In Der Auswahl befanden sich dieses Mal viele Aussagen von Politikern. Die Jury entschied sich schließlich für „Anti-Abschiebe-Industrie“ als Unwort des Jahres 2018. Dieses hatte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt im Mai 2018 gesagt. Der Ausdruck unterstellt denjenigen, die abgelehnte Asylbewerber unterstützen die Absicht auch kriminell gewordene Geflüchtete zu unterstützen und damit selbst Geld zu verdienen. In der Jury befanden sich Sprachwissenschaftler, Professoren und Journalisten. Nach Angaben der Jury war das am häufigsten eingeschickte Wort „Asyltourismus“. Dieses hatte der bayerische Ministerpräsident Söder gebraucht.

Das „Unwort des Jahres“ wird seit 1991 einmal im Jahr gekürt. Bei der Auswahl spielt die Häufigkeit einer Einsendung für die Jury-Entscheidung keine Rolle.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*