Schweres Zugunglück auf der Großen-Belt-Brücke in Dänemark: Mindestens sechs Tote

Symbolfoto: © Andreas Köckeritz | pixelio.de

Bei einem der Schwester Zugunglücke in der Geschichte Dänemarks sind am Mittwoch mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen und 16 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Am Mittwochabend teilten die dänischen Behörden mit, dass alle Verletzten außer Lebensgefahr sind. Auf der Großen-Belt-Brücke (Storebaelt) wurde ein Passagierzug von einem Gegenstand getroffen. Zu dem Zeitpunkt herrschte auf der Brücke ein Unwetter mit Sturmböen. Der Passagierzug stieß am Mittwochmorgen gegen 7.30 Uhr mit einem Gegenstand auf der Brücke zusammen und musste anschließend stark bremsen. Experten vermuten, dass sich von einem vorausfahrenden Güterzug der Deutschen Bahn (DB Cargo) ein leerer LKW-Anhänger löste und den Passagierzug traf. Auf dem Zug der Deutschen Bahn befanden sich Lastwagen, die mit leeren Getränkekisten beladen waren. Der Güterzug war auf dem Weg zu einer Brauerei in Fridericia. Fotos von der Unglücksstelle zeigen aufgerissene Planen und verrutschte Ladungen auf dem Güterzug. Unklar ist noch, wie der leere LKW-Anhänger von dem Güterzug fallen konnte.

Aufgrund des schweren Sturms war die Brücke für LKW und PKW gesperrt, nicht aber für Züge. Ein Sprecher der Polizei sagte, dass der Personenzug auf jeden Fall von schweren Teilen des Güterzugs getroffen wurde. Die Deutsche Bahn sagte den dänischen Behörden ihre Unterstützung bei den Ermittlungen zur Unglücksursache zu. Die Große-Belt-Brücke führt zu den Inseln Fünen und Seeland und ist somit einer der wichtigsten Verkehrswege in Dänemark. Für den Zugverkehr wird die Brücke mindestens noch bis Donnerstag gesperrt bleiben.

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