Germanwings-Katastrophe: Copilot war flugunfähig

Symbolfoto: © B767Muck | wikipedia

Die französische Staatsanwaltschaft informierte in einer Pressekonferenz über den Stand der Dinge der Germanwings-Kakstrophe, die sich am 24. März 2015 ereignete und bei der alle 150 Passagiere ums Leben kamen. An Bord waren sechs Besatzungsmitglieder und 144 Passagiere, darunter 14 Schülerinnen und 2 Schüler der 10. Klasse sowie zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern am See. Insgesamt befanden sich 72 Deutsche an Bord der Maschine. Die Passagiere aus Haltern am See waren auf dem Rückflug von einem Schüleraustausch mit dem Institut Giola im spanischen Llinars del Vallès. Die Staatsanwaltschaft erklärte am Freitag, dass der Copilot nicht flugtauglich gewesen sei und stellte klar, dass Andreas L. an einer Psychose mit Sehstörungen litt. Er sei instabil gewesen, hatte eine Sehschwäche und befürchtete zu erblinden und war nicht in der Lage ein Flugzeug zu fliegen, teilte die französische Staatsanwaltschaft mit. Mehrere Ärzte hatten vor dem mutwilligen Absturz an der Flugtauglichkeit des Copiloten gezweifelt. Sie duften aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht jedoch keine Informationen an den Arbeitgeber weiter melden. Der Copilot war im März diesen Jahres an zehn Tagen krankgeschrieben gewesen. In den letzten fünf Jahren hatte er 41 verschiedene Ärzte aufgesucht. Im letzten Monat vor dem Absturz war der CoPilot sieben Mal in ärztlicher Behandlung. Die französische Staatsanwaltschaft hat angekündigt Ermittlungen gegen die Lufthansa und Germanwings einzuleiten. Der Copilot hatte den Piloten aus dem Cockpit ausgesperrt und einen bewussten Sinkflug in den französischen Alpen eingeleitet. Damit hat er das Flugzeug absichtlich abstürzen lassen. Die französische Staatsanwaltschaft kündigte an drei Untersuchungsrichter zu beauftragen, und Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen die Lufthansa und Germanwings einzuleiten.

Am Freitag brachte ein Konvoi von 16 Leichenwagen die Opfer der Germanwings-Katastrophe zu ihren Familien in Haltern am See. Der Konvoi passierte auch das Joseph-König-Gymnasium. Hier warteten viele Menschen, darunter zahlreiche Schüler mit weißen Rosen und Grablichtern in der Hand und drückten so ihre Anteilnahme aus.

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