Proteste gegen hohe Benzinpreise in Frankreich: Eine Tote und 47 Verletzte

Symbolfoto: © burntimes

In Frankreich kostet der Liter Benzin zur Zeit im Durchschnitt um zwei Euro. Am Samstag haben in Frankreich landesweit etwa 125.000 Menschen gegen die hohen Preise für Benzin und Heizöl demonstriert. Es gab insgesamt 2.000 Protestaktionen. Die Demonstranten gingen teils rabiat vor – es gab beispielsweise Straßenblockaden. Mautstellen wurden ebenfalls blockiert. In der französischen Hauptstadt Paris verabredeten sich zahlreiche Taxifahrer, um gegen die steigenden Mineralölpreise zu protestieren. Es wurde auch gegen die Regierung von Macron demonstriert. Auf französischen Autobahnen fuhren die Autos am Samstag teils nur im Schneckentempo. Die französische Regierung plant im kommenden Jahr die Steuern weiter zu erhöhen. Einige Menschen gerieten aufgrund der Blockaden in Panik. In der Nähe von Grenoble geriet eine Autofahrerin in Panik, als etwa 40 Teilnehmer einer Straßenblockade auf ihr Autodach trommelten. Die Frau trat daraufhin auf das Gaspedal ihres Fahrzeugs. Sie erfasste mehrere Personen, eine Frau kam ums Leben. Die Autofahrerin wurde vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen. In Arras im Norden des Landes wurde ebenfalls ein Demonstrant von einem Auto erfasst und schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Frankreich hat aufgrund der landesweiten Demonstrationen 3.000 zusätzliche Sicherheitskräfte in den Einsatz geschickt. Die Polizei nahm insgesamt 24 Menschen fest, 17 von ihnen befinden sich in Gewahrsam. Die Polizei setzte an einigen Orten Tränengas gegen Demonstranten ein.

Die Protestbewegung, die sich gegen die hohen Spritpreise einsetzt, nennt sich „Gilets Jaunes“ – abgeleitet von den gelben Warnwesten, die jeder Autofahrer dabei haben muss. Umfragen ergaben, dass sich drei Viertel der französischen Bevölkerung den „Gilets Jaunes“ anschließt. Die Proteste erhielten im Vorfeld somit eine breite Zustimmung.

Der französische Präsident Macron räumte im Zusammenhang mit den Protesten Fehler ein und sagte, dass es ihm nicht gelungen sei die Menschen von seinem Kurs zu überzeugen.

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