Chemnitz: Rechte Krawalle nach tödlicher Messerstecherei – mehrere Verletzte

Symbolfoto: © burntimes

In Chemnitz hat das Amtsgericht am Montag Haftbefehl gegen einen 22-jährigen Iraker und einen 23-jährigen Syrer wegen gemeinschaftlichen Totschlags erlassen. Am Rande des Stadtfestes wurde am frühen Sonntagmorgen ein 35-jähriger Mann erstochen, der kubanische Wurzeln haben soll (wir berichteten).

Zahlreiche Politiker riefen zur Besonnenheit auf. Für Montag wurden zwei Demonstrationen angekündigt. Vor dem Karl-Marx-Momument versammelten sich die Teilnehmer der rechtsextremen Bewegung „Pro Chemnitz“. Vor der Stadthalle, die nur wenige Meter entfernt ist, fand die Gegendemonstration statt. Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot vor Ort. An den Demonstrationen nahmen etwa 3.000 Menschen teil. An der rechtsextremen Versammlung sollen sich etwa 2.000 Menschen beteiligt haben. Zwischen Demonstranten beider Lager kam es zu Krawallen, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden, teilte die Polizei mit. Die Beamten beschrieben die Lage vor Ort in Teilen der Versammlung als zunehmend aggressiv. Es gab mehrere Hinweise auf Vermummungen und das Zeigen eines Hitlergrußes. Die Polizei setzte die Teilung der Demonstranten konsequent fort. Aus beiden Versammlungslagern gab es Würfe von Feuerwerkskörpern und anderen Gegenständen. Dadurch wurden einige Menschen verletzt. Die Polizei fuhr zwei Wasserwerfer vor.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*