Duisburg: Loveparade-Katastrophe wird nun doch vor Gericht verhandelt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de
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Knapp sieben Jahre nach der Loveparade-Katastrophe in Duisburg am 24. Juli 2010 mit 21 Toten und 652 Verletzten wird die Schuldfrage in einem Strafprozess geklärt. Das hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht am Montag entschieden. Die Anklage wurde gegen insgesamt zehn Angeklagte zugelassen. Bei dem Techno-Festival Loveparade war es 2010 in Duisburg zu einer Massenpanik gekommen. Viele Angehörige hoffen durch den Prozess ein schreckliches Kapitel in ihrem Leben endlich abschließen zu können. Sie hoffen, dass ihnen endlich jemand sagen kann, warum ihre Kinder, Enkelkinder, Verwandte und Freunde sterben mussten und vor allem wer dafür verantwortlich ist. Die juristische Aufarbeitung wird jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen und ist langwierig. Bis zum 27. Juli 2020 soll ein Urteil gefällt werden. Wenn es nun zu keiner Verurteilung kommt, tritt nach zehn Jahren die Verjährung ein.

Nach Angaben des früheren Bundesinnenministers Gerhart Baum (FDP) kam es auch zu einem Organisationsverschulden der dafür zuständigen Behörden. Der Zugang zum damaligen Gelände, durch einen Tunnel, ist heute eine Gedenkstätte. Blumen, Bilder und Kerzen weisen auf den Tod von 21 Menschen hin.