Irland: Auf dem Gelände eines Mutter-Kind-Heims wurden Überreste von Kinderleichen gefunden

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia
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Im irischen Tuam haben Ermittler auf dem ehemaligen Gelände eines Mutter-Kind-Heims die sterblichen Überreste von Kinderleichen entdeckt. Die sterblichen Überreste wurden in unterirdischen Kammern der Einrichtung aufgefunden. Bei den Toten handelt es sich um Föten und Kinder im Alter von bis zu drei Jahren. Der Todeszeitpunkt liegt lange zurück und lässt sich zwischen 1925 und 1961 eingrenzen. Wissenschaftliche Untersuchungen sollen weitere Ergebnisse liefern. Außerdem soll geklärt werden, wer für die Entsorgung der sterblichen Überreste verantwortlich war.

Das betroffene Mutter-Kind-Heim geriet 2014 weltweit in die Schlagzeilen, nach dem bekannt wurde, dass in dem Heim zwischen 1925 und 1961 insgesamt 796 Totenscheine für Babys und Kleinkinder ausgestellt wurden. In dem ganzen Zeitraum gab es jedoch nur eine einzige beurkundete Bestattung. Eine Untersuchungskommission wurde eingeleitet und arbeitet seit 2015 fieberhaft an der Aufklärung der Umstände.