WM-Affäre: DFB geht gegen Beckenbauer vor

Symbolfoto: © Hasan Anac   | pixelio.de

Symbolfoto: © Hasan Anac | pixelio.de

Der DFB geht in der WM-Affäre gegen Franz Beckenbauer und gegen hochrangige Mitglieder des Organisationskomitees der WM 2006 vor. Möglicherweise will der DFB von Beckenbauer einen Schadensersatz in Millionenhöhe fordern. Der Verband hat ein Verfahren eingeleitet. Damit soll verhindert werden, dass die Schadensersatzansprüche verjähren könnten. Durch die dubiosen Zahlungen, die im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2006 erfolgt sind, könnte dem DFB ein hoher Schaden entstanden sein. Eine Strafzahlung sowie die Nachzahlung der Steuern inklusive Zinsen und Zinseszinsen könnten sich schnell auf bis zu 25 Millionen Euro belaufen.

Der DFB hatte 2005 heimlich einen Kredit in Höhe von 6,7 Millionen Euro an Louis-Dreyfus zurückgezahlt. Er hatte das Geld angeblich vorgestreckt, um damit die Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland zu holen. Seit Mitte 2015 sind Steuerfahnder einer Wirtschaftskanzlei damit beschäftigt die Millionenzahlung aufzuklären. Wie das Verfahren ausgehen wird ist noch unklar. Sollten die Steuerfahnder zu dem Ergebnis kommen, dass die 6,7 Millionen Euro fälschlicherweise als Betriebsausgabe abgesetzt wurden, wären Strafen und Steuernachzahlungen fällig.

Der DFB möchte sich in jedem Fall die Möglichkeit offen lassen, den möglicherweise entstandenen Schaden von den ehemaligen Präsidiumsmitgliedern zurückzufordern. Das würde neben Beckenbauer auch Zwanziger, Niersbach, Schmidt und Radmann betreffen. Die Verjährung der möglichen Straftaten wurden durch Anträge ausgesetzt.