Nach schwerem Unwetter: Regionalzug entgleist in Thüringen

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Ein Regionalzug ist nach einem schweren Unwetter in der Nähe von Stadtroda in Thüringen entgleist. Der Zug prallte in eine Schlamm- und Gerölllawine, die durch das Unwetter auf die Bahngleise gerutscht war. Der Zug konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und entgleiste. Sieben Bahnreisende wurden leicht verletzt. Der Regionalzug war von Glauchau nach Göttingen unterwegs. Der Unfall ereignete sich am Freitagabend um 19.29 Uhr. Der Verkehr auf der betroffenen Bahnstrecke ist unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr konnte zunächst aufgrund des Unwetters und unbefahrbaren Straßen nicht eingerichtet werden. Der Regionalzug soll noch am Freitag geborgen werden.

In Thüringen sorgte das Unwetter für teils chaotische Zustände. In einigen Regionen stand das Wasser einen halben Meter hoch. Unzählige Keller liefen vol. Auch die Bundesstraße 85 konnte nicht mehr befahren werden und wurde gesperrt.

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ICE bei Dortmund entgleist: Ermittler suchen nach Ursache – Bahnverkehr in NRW tagelang beeinträchtigt

Symbolfoto: © burntimes

Am Montagabend ist um 18.46 Uhr auf dem Dortmunder Hauptbahnhof ein ICE entgleist. Die zwei hinteren Waggons des Fernzugs waren aus noch ungeklärter Ursache, bei der Einfahrt auf Gleis 10, von den Schienen gesprungen, als der Zug gerade in den Dortmunder Hauptbahnhof einfuhr. Der vordere Zugteil war am Bahnsteig, als die hinteren Waggons entgleisten. Zwei der insgesamt 152 Reisenden wurden leicht verletzt. Am Montag um 21.30 Uhr wurden einige Bahnsteige des Hauptbahnhofs in Dortmund wieder freigegeben. Der ICE 945 war auf dem Weg nach Berlin. Nach dem Unfall werden viele Züge umgeleitet.

Ein Bahnsprecher sagte am Dienstagmorgen, dass Pendler und Reisende mit Umwegen, Schienenersatzverkehr und Verspätungen rechnen müssen. Die Einschränkungen werden tagelang andauern. Am Dienstagvormittag wurden die Ermittlungen an dem entgleisten ICE aufgenommen. Es wird geprüft, ob der ICE mit der korrekten Geschwindigkeit einfuhr, rechtzeitig bremste und ob die Weichen und Signale alle korrekt gestellt waren. Wenn die Ermittlungen an dem verunglückten Zug abgeschlossen sind, soll der ICE 945 im Laufe des Tages vor Ort repariert werden und anschließend wird der Zug in eine Werkstatt gebracht. Zwei Spezialkräne sind ebenfalls auf dem Weg, um den Zug wieder aufzurichten.

Anschließend wird der erhebliche Schaden an der Gleisanlage repariert. Der Dortmunder Hauptbahnhof ist deshalb nur eingeschränkt befahrbar. Besonders betroffen ist die Strecke von Dortmund nach Bochum.

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Hoboken/New York: Schweres Zugunglück mit über 100 Verletzten und mindetens einem Todesopfer

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

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In Hoboken bei New York hat sich am Donnerstagmorgen um 8.45 Uhr (Ortszeit) ein schweres Zugunglück ereignet. Mindestens ein Mensch kam dabei ums Leben und 108 weitere wurden zum Teil schwer verletzt, teilte der Gouverneur von New York mit. Das Unglück ereignete sich im morgendlichen Berufsverkehr. In dem verunglückten Zug befanden sich rund 250 Menschen. Zur Stunde kann noch nicht gesagt werden, ob noch weitere Personen im Zug eingeschlossen sind. Nach dem Unglück wurde der Zugverkehr komplett eingestellt. Augenzeugenberichten zufolge raste der Pendlerzug, mit der Nummer 1614, ungebremst in den 109 Jahre alten Bahnhof der Stadt Hoboken. Bei dem betroffenen Bahnhof handelt es sich um einen sogenannten Kopfbahnhof. Der Zug kam nicht zum Stehen, sondern raste über den Prellbock hinaus und riss Pfeiler um und kam erst im Wartebereich des Bahnhofs zum Stehen. Zahlreiche Passagiere gerieten anschließend in Panik und schlugen die Waggonfenster ein und kletterten zum Teil aus dem Zug heraus. Ein Teil der Decke des Bahnhof stürzte ein. Der gesamte Bahnhof ist nach Angaben der Polizei einsturzgefährdet. Die Unglücksursache ist noch unklar. Ebenfalls unklar ist mit welcher Geschwindigkeit der Zug in den Bahnhof eingefahren war.

Der Bahnhof von Hoboken ist einer der meist frequentierten im Umkreis von New York. Mindestens 15.000 passieren an Werktagen den Bahnhof.

In den USA sind noch nicht alle Züge mit einer automatischen Bremsvorrichtung ausgestattet. Der verunglückte Zug verfügte nicht über solch eine Vorrichtung. Die Frist für die Bremsvorrichtung wurde in den USA immer wieder verschoben und zuletzt auf den 31.12.2018 verschoben.

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Zugunglück von Bad Aibling: Der Fahrdienstleiter wurde festgenommen

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Der Fahrdienstleiter ist für das schwere Zugunglück in Bad Aibling mit elf Toten verantwortlich. Der 39-Jährige verursachte den Zusammenstoß der beiden Züge auf der eingleisigen Bahnstrecke, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der Fahrdienstleiter wurde verhaftet und sitzt in Untersuchungshaft. Er hatte grob fahrlässig gehandelt, weil er sich von einem Handy-Online-Spiel ablenken ließ. Aufgrund dieser Fahrlässigkeit wurde er festgenommen. Dadurch nahmen auch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eine Wende. Zum Unfallzeitpunkt hat der Fahrdienstleiter auf seinem Handy ein Spiel gespielt und war somit abgelenkt und mit seinen Gedanken nicht auf der Strecke. Er missachtete den Kreuzungsverkehr auf der Strecke und sorgte dafür, dass die beiden Züge frontal zusammenstießen und elf Menschen starben, teilte der leitende Oberstaatsanwalt am Dienstag mit. Der Fahrdienstleiter bestreitet durch das Handy-Spiel abgelenkt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass der Fahrdienstleiter dermaßen stark abgelenkt war, dass er falsche Signale gab und sogar während er Notrufe absetzte auch noch die Tastenkombinationen auf dem Funkgerät verwechselte. Dadurch konnte der Zugführer seine Warnungen nicht hören. Der 39-jährige Fahrdienstleiter gab bei seiner Festnahme zu, dass er zum Zeitpunkt des Unfalls am Handy gespielt hatte. Die Staatsanwaltschaft erließ am Dienstag Haftbefehl gegen den 39-Jährigen.

Gegen den 39-jährigen diensthabenden Fahrdienstleiter wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung in elf Fällen und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

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Bad Aibling: Fahrdienstleiter löste Zugunglück aus

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Am Dienstag teilte der leitende Oberstaatsanwaltschaft der Staatsanwaltschaft in Traunstein mit, dass das Zugunglück am vergangenen Faschingsdienstag auf menschliches Versagen zurückzuführen ist. Ein gravierendes Fehlverhalten des zuständigen Fahrdienstleiters ist nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft die Ursache für das Zugunglück in Bad Aibling, mit 11 Toten und 80 Verletzten. Gegen den 39-jährigen diensthabenden Fahrdienstleiter wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Der Frontalzusammenstoß von zwei Meridian-Personenzügen auf der eingleisigen Strecke ist eines der schwersten Bahnunglücke, das sich jemals in Deutschland ereignete. „Es handelt sich um furchtbares Einzelversagen“, teilte ein zuständiger Oberstaatsanwalt mit. Wenn sich der Fahrdienstleiter ordnungsgemäß und pflichtgerecht verhalten hätte, wäre es nicht zum Frontalzusammenstoß der beiden Züge gekommen, so die Einschätzung der Staatsanwaltschaft.

Der Zusammenstoß der beiden Züge ereignete sich zwei Stunden nach Dienstbeginn des Fahrdienstleiters. Die Ermittler gehen davon aus, dass er den Zusammenstoß nicht absichtlich herbeiführte. Der 39-Jährige arbeitete 20 Jahre lang als Fahrdienstleiter und war vor dem Zusammenstoß der beiden Züge weder betrunken noch stand er unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten. In Untersuchungshaft befindet sich der Fahrdienstleiter nicht. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren.

Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass der Zug von Holzkirchen in Richtung Rosenheim etwa drei bis vier Minuten Verspätung hatte. Vor einer eingleisigen Strecke bekam er nach Angaben der Ermittler ein Sondersignal aus dem Stellwerk am Bahnhof von Bad Aibling. Dieses Sondersignal ermöglichte dem Zug die Einfahrt auf die eingleisige Strecke. Technische Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen sorgen dafür, dass immer nur ein Zug fahren kann. Durch das Ziehen des Sondersignals wurde diese Sicherheitsvorkehrung jedoch von Hand übergangen. Als der Fahrdienstleiter seinen Fehler bemerkte, hatte er sofort einen Notruf abgesetzt. Dieser Notruf kam jedoch nicht mehr an. Die Ermittler betonten, dass es kein Versagen von technischen Systemen gegeben hat. Am kommenden Samstag wird es eine Simulationsfahrt auf der betroffenen Strecke mit zwei Zügen geben. Davon erhoffen sich die Ermittler wertvolle Erkenntnisse. Der Unfall selbst wird nicht nachgestellt.

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Zugunglück bei Bad Aibling: Mehrere Tote und 100 Verletzte

Symbolfoto: © Angelina Ströbel | pixelio.de

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Es handelt dich offenbar um das schwerste Zugunglück seit dem in Eschede 1998. Am Dienstagmorgen um 6.45 Uhr sind in Bayern, bei Bad Aibling, zwei Personenzüge frontal zusammengestoßen. Ein Regionalzug entgleiste und mehrere Waggons sind umgekippt. Die Polizei teilte soeben mit, dass mindestens zehn Menschen ums Leben kamen und weitere 80 Menschen verletzt worden sind, 17 von ihnen schwer. Eine Person wird weiterhin vermisst. Die Suche an der Unfallstelle soll am Mittwochmorgen fortgesetzt werden. Unter den Todesopfern befindet sich auch einer der Lokführer. Aufgrund des Aschermittwoch und den damit verbundenen Faschingsferien befanden sich nicht mehr als 150 Pendler an Bord. Normalerweise wären es mehr als doppelt so viele Personen gewesen. Bei einem der Züge handelte es sich um einen Meridian, der nach der Kollision entgleiste. Es sind zahlreiche Rettungskräfte an der Unfallstelle, darunter dutzende Rettungshubschrauber. Die Unfallstelle liegt in der Nähe des Klärwerks von Bad Aibling. Die Staatsstraße ist auf Höhe von Bad Aibling voll gesperrt. Außerdem ist die Zugstrecke zwischen Rosenheim und Holzkirchen bis auf Weiteres unterbrochen.

Warum die beiden Züge auf der eingleisigen Strecke zusammenstießen ist noch unklar. Gesicherte Details zum Unfallhergang wird die Auswertung der Fahrtenschreiber ergeben. Rund 700 Rettungskräfte aus der gesamten Region und aus Österreich waren den ganzen Dienstag über im Einsatz, um die Opfer zu bergen. Die Bergungsarbeiten wurden erschwert, weil sich die Unglücksstelle in einer Kurve befand.

Der Landkreis Rosenheim hatte aufgrund des Zugunglücks zu Blutspenden aufgerufen. Polizei und Meridian haben zwei Notrufnummern für Angehörige eingerichtet. Diese sind unter 0395/43084390 sowie 08031/2003180 zu erreichen.

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