SEK-Einsatz in Düsseldorf: Entführter 12-Jähriger wurde aus Wohnung befreit

Symbolfoto: © burntimes

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Das Spezialeinsatzkommando SEK hat am Sonntagmorgen um 1.30 Uhr im Düsseldorfer Stadtteil Hassels, in der Oranienburger Straße, auf die Bitte der Schweizer Polizei eine Wohnung gestürmt. Es ging um das Leben eines zwölfjährigen Jungen, der vor acht Tagen verschwunden war. In der Wohnung wurde der 35-jährige Entführer widerstandslos festgenommen. Der Grund des Einsatzes war das Verschwinden des Zwölfjährigen Pauls S. aus Gunzgen SO im Schweizer Kanton Solothurn. Das Kind wurde wohlbehalten aus der Wohnung befreit, bestätigte ein Sprecher der Polizei. Das Fahrrad des Vermissten war am vorletzten Samstag in einem Nachbarort Härkingen in der Schweiz gefunden worden. Der Junge war gegen 13.30 Uhr mit seinem Fahrrad unterwegs und anschließend ich mehr nach Hause zurückgekehrt. Die Eltern des Zwölfjährigen hatten sich bereits an die Öffentlichkeit gewandt und um Hilfe bei der Suche nach ihrem Sohn gebeten. Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Die Schweizer Polizei will am Sonntag um 14 Uhr eine Presseerklärung abgeben. Möglicherweise hat das Kind den Entführer über das Internet kennengelernt. Der 12-Jährige wird noch am Sonntag seinen Eltern übergeben. Der Junge ist mit dem mutmaßlichen Entführer nicht verwandt.

Am späten Samstagabend hatten sich Hinweise verdichtet, dass der 12-Jährige sich in der Oranbienburger Straße im Düsseldorfer Stadtteil Hassels aufhalten würde. Die schweizer Ermittler baten daraufhin die deutsche Polizei, die Wohnung zu stürmen. Das Wohnhaus des vermissten Jungen wurde auf freiwillige Anordnung der Eltern am Dienstag durchsucht.

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Prozessbeginn in Köln: SEK gab über 100 Schüsse auf einen Gemüsehändler ab

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Am Kölner Großmarkt hat sich am 19. Juni 2011 eine Schießerei ereignet. Der Prozess gegen einen Gemüsehändler hat am Montag begonnen. Er soll aus dem Auto heraus auf einen Beamten des Sondereinsatzkommandos (SEK) geschossen haben. Der heute 55-jährige Gemüsehändler hat ausgesagt keine Schüsse abgegeben zu haben und keine Waffe in der Hand gehalten zu haben. Die Verteidigung des Mannes spricht von einem „absurden Vorwurf“ und verweist auf die Aufnahmen einer Überwachungskamera. Auf den Kameraaufzeichnungen ist zu erkennen, dass der erste Schuss von einem SEK-Beamten ausging. Der Fall hatte im Sommer 2011 deutschlandweit für großes Aufsehen gesorgt.

Der Gemüsehändler hatte eine Ex-Angestellte mit einer Waffe und seine Frau am Telefon bedroht. Das SEK wollte den Mann schließlich in seinem Auto stellen. Dem 55-Jährigen wird vorgeworfen aus dem Wagen heraus Schüsse abgegeben zu haben. Das SEK erwiderte das Feuer und schoss über 100 Mal auf den Gemüsehändler. Er wurde von insgesamt sechs Kugeln getroffen, unter anderem in beide Unterarme und schwer verletzt.

Gegen den Gemüsehändler wird unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags wurden bereits eingestellt. Ab Mittwoch werden erste Zeugen vernommen. Insgesamt wurden vierzehn Verhandlungstage angesetzt.

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Burkina Faso: Geiselnahme im Hotel ist beendet –– 27 Tote

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Mutmaßliche Islamisten haben ein bei Ausländern beliebtes Hotel in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou angegriffen. Ein Mediziner der Universitätsklinik teilte mit, dass es 27 Tote und 56 weitere Menschen teilschwer verletzt worden sind. Die Behörden teilten bisher nur mit, dass zehn Leichen auf der Terasse eines eines gegenüber des Hotels liegenden Cafés gefunden worden sind. Die Terroristen hatten das fünfstöckige Splendid-Hotel schwer bewaffnet gestürmt, um sich geschossen und Autos in Brand gesetzt. Außerdem lieferten sich die Angreifer anhaltende Feuergefechte mit den Angreifern. Das Luxus-Hotel stand brannte zeitweise. In der Nacht zu Samstag verwendeten die Sicherheitskräfte Sprengsätze, um das Gebäude fünf Stunden nach dem Beginn der Geiselnahme zu stürmen und Geiseln zu befreien. Insgesamt wurden 126 Geiseln aus der Hand der Terroristen befreit. Weitere 30 Menschen wurden im Restaurant „Cappuccino“ in Sicherheit gebracht. An dem Zugriff waren auch französische Spezialkräfte aus dem andauernden Militäreinsatz beteiligt. Ein Mitglied des US-Militärs stand den Einheiten außerdem beratend zur Seite. Insgesamt wurden 126 Geiseln befreit. Drei Terroristen wurden bei dem Zugriff getötet.

Mittlerweile hat sich ein Ableger der radikal islamistischen Organisation Al-Kaida zu dem Angriff bekannt. Bisher blieb die ehemalige französische Kolonie Burkina Faso weitestgehend von Anschlägen verschont. Laut Nach Angaben des Innenministeriums von Burkina Faso ist ein weiteres Hotel attackiert worden. Dort dauert die Operation der Sicherheitskräfte noch an.

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