Wegen einer Drei auf dem Zeugnis: Schüler flieht mit ICE in die Schweiz

Symbolfoto: © burntimes.com

Ein zehnjähriger Schüler aus dem schleswig-holsteinischen Schleswig schämte sich über sein Zeugnis. Er traute sich nicht es seinen Eltern zu zeigen. Aus diesem Grund entschloss sich der Schüler nach der Schule mit einem Zug in die Schweiz zu flüchten. Er fuhr zunächst nach Flensburg und von dort aus nach Hamburg und von dort weiter in die schweizerische Stadt Basel – soweit der Plan. Der Schüler hatte eine gültige Bahnfahrkarte dabei, trotzdem wurde der Schaffner misstrauisch und alarmierte in Lörrach die Bundespolizei. Diese empfing den Zehnjährigen. Nun wartet der Schüler in Lörrach darauf von seinem Vater abgeholt zu werden. Das Zeugnis des Jungen war jedoch gar nicht so schlecht. Er hatte lediglich eine drei auf dem Zeugnis, teilte die Bundespolizei mit. Warum der Zehnjährige in die Schweiz fliehen wollte, ist unklar.

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ICE bei Dortmund entgleist: Ermittler suchen nach Ursache – Bahnverkehr in NRW tagelang beeinträchtigt

Symbolfoto: © burntimes

Am Montagabend ist um 18.46 Uhr auf dem Dortmunder Hauptbahnhof ein ICE entgleist. Die zwei hinteren Waggons des Fernzugs waren aus noch ungeklärter Ursache, bei der Einfahrt auf Gleis 10, von den Schienen gesprungen, als der Zug gerade in den Dortmunder Hauptbahnhof einfuhr. Der vordere Zugteil war am Bahnsteig, als die hinteren Waggons entgleisten. Zwei der insgesamt 152 Reisenden wurden leicht verletzt. Am Montag um 21.30 Uhr wurden einige Bahnsteige des Hauptbahnhofs in Dortmund wieder freigegeben. Der ICE 945 war auf dem Weg nach Berlin. Nach dem Unfall werden viele Züge umgeleitet.

Ein Bahnsprecher sagte am Dienstagmorgen, dass Pendler und Reisende mit Umwegen, Schienenersatzverkehr und Verspätungen rechnen müssen. Die Einschränkungen werden tagelang andauern. Am Dienstagvormittag wurden die Ermittlungen an dem entgleisten ICE aufgenommen. Es wird geprüft, ob der ICE mit der korrekten Geschwindigkeit einfuhr, rechtzeitig bremste und ob die Weichen und Signale alle korrekt gestellt waren. Wenn die Ermittlungen an dem verunglückten Zug abgeschlossen sind, soll der ICE 945 im Laufe des Tages vor Ort repariert werden und anschließend wird der Zug in eine Werkstatt gebracht. Zwei Spezialkräne sind ebenfalls auf dem Weg, um den Zug wieder aufzurichten.

Anschließend wird der erhebliche Schaden an der Gleisanlage repariert. Der Dortmunder Hauptbahnhof ist deshalb nur eingeschränkt befahrbar. Besonders betroffen ist die Strecke von Dortmund nach Bochum.

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Streit um einen Zug: Serbien droht dem Kosovo mit der Armee

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Der Konflikt zwischen Serbien und dem Kosovo ist neu entfacht. Die Aufnahme des Zugverkehrs zwischen Belgrad und Nord-Mitrovica ist gescheitert. Der serbische Präsident drohte am Wochenende mit dem Einsatz seiner Armee im Kosovo. „Wir werden die Armee schicken, um die Serben vor ihrer potenziellen Ermordung zu schützen“, sagte Staatspräsident Tomislav am Sonntag und ergänzte: „Jede Aktion, die nicht im Einklang mit der serbischen Verfassung ist, wird schlecht enden.“ Ein Personenzug wurde auf Anordnung des serbischen Ministerpräsidenten in der Nähe der Grenze zum Kosovo angehalten. Der Grund für den Stopp war, dass die Weiterfahrt von der Grenzpolizei des Kosovos verhindert werden sollte. Einige Stunden bevor der Zug die Grenze passieren sollte, soll es einen Versuch im Kosovo gegeben haben, um die Bahnstrecke zu verminen. Eine Untersuchung der Strecke brachte aber keine Erkenntnisse zu möglichen Minen. Im Kosovo wurde die Aufnahme des Zugverkehrs als Provokation empfunden, weil die Außenseiten des Zuges mit dem Schriftzug „Kosovo ist Serbien“ – in verschiedenen Sprachen – bedruckt waren.

Der Kosovo gehörte einmal zu Serbien. Im Jahr 2008 erklärte der Kosovo seine Unabhängigkeit. Zuvor war es nach dem Zerfall Jugoslawiens im Jahr 1999 zum Krieg gekommen, in den die NATO auf Seiten der Kosovo-Albaner eingriff. Inzwischen haben über 100 verschiedene Staaten den Kosovo als eigenständigen Staat anerkannt. Serbien hingegen will die Unabhängigkeit bis heute nicht anerkennen.

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IC-Zug in Leipzig wurde evakuiert: Mann drohte damit Fahrgäste zu töten

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In Leipzig-Messse wurde am Mittwochvormittag um 11.48 Uhr ein Intercity-Zug (IC) auf dem Weg von München nach Berlin gestoppt und evakuiert. Zuvor drohte ein 41-jähriger Fahrgast während der Fahrkartenkontrolle damit Fahrgäste in dem IC 2302 zu töten und sich im Zug in die Luft zu sprengen. Zuvor soll er anstatt eines Tickets seinen Behindertenausweis vorgezeigt haben. Dieser berechtigte den 41-Jährigen jedoch nicht zur kostenfreien Fahrt. Anschließend eilten mehr als 100 Polizisten und ein Kriseninterventionsteam zum Messe-Bahnhof in Leipzig. Der Mann wurde bereits als vermisst gemeldet. Das Zugpersonal hatte den Mann im Zug eingesperrt und die Polizei verständigt.

Der Intercity stand insgesamt viereinhalb Stunden lang auf dem Messebahnhof und wurde dabei von schwer bewaffneten Einsatzkräften eines Sondereinsatzkommandos (SEK) umstellt. Der Fahrgast war erst am Hauptbahnhof in Leipzig in den Zug eingestiegen. Der sehr aggressive Fahrgast ließ sich schließlich vom SEK festnehmen. Gegen 16.30 Uhr stieg der Mann in Begleitung des SEK aus dem Zug aus. Er hat freiwillig aufgegeben, in dem er sich mit erhobenen Händen an ein Zugfenster stellte. Anschließend musste sich der Mann vor den Polizisten vollständig entkleiden, um auszuschließen, dass er Sprengstoff am Körper trug. Danach wurde der verwirrte Mann verhaftet und in eine Spezialklinik eingeliefert. Von den Fahrgästen des IC wurde niemand verletzt. Der IC wurde anschließend nach Sprengstoff durchsucht. Dabei kam auch ein Spürhund zum Einsatz. Es wurde keinerlei Sprengstoff gefunden.

Durch den Vorfall wurde der Bahnverkehr im Großraum von Leipzig massiv gestört. Die Strecke in Richtung Berlin wurde gesperrt. Das hatte auch Auswirkungen auf den Fernverkehr. Auch S-Bahn-Linien in Leipzig waren von dem Vorfall betroffen und konnten zum Teil nicht planmäßig verkehren. Ein Not-Busverkehr wurde eingerichtet.

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Schweizer Kanton St. Gallen: Sieben Verletzte nach Angriff in Zug

Symbolfoto: © Sommaruga Fabio  | pixelio.de

Symbolfoto: © Sommaruga Fabio | pixelio.de

Ein 27-jähriger Schweizer hat am Samstagnachmittag gegen 14.20 Uhr im Kanton Zürich in einem Zug eine brennbare Flüssigkeit verschüttet, diese in Brand gesetzt, und mit einem Messer um sich gestochen. Die Kantonspolizei bestätigte, dass sieben Menschen zum Teil sehr schwer verletzt worden sind, darunter auch ein sechsjähriges Kind und drei Frauen im Alter von 17, 34 und 43 Jahren. Mehrere Verletzte schwebten am Samstagabend noch in Lebensgefahr. Die Verletzten erlitten Brand- und Stichverletzungen. Der Vorfall ereignete sich kurz vor dem Bahnhof in Salez auf der Bahnstrecke zwischen Buchs und Sennwald. Die genauen Tathintergründe sind noch unklar. Der 27-järhige Täter wurde selbst verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.

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Amoklauf in Zug bei Würzburg: Mann greift Menschen mit Axt an – mindestens 21 Verletzte

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Am Montagabend gegen 21 Uhr hat sich im baden-württembergischen Heidingsfeld, bei Würzburg, ein Amoklauf in einem Zug ereignet. Mindestens 21 Menschen wurden dabei von einem Mann mit einer Axt und einem Messer angegriffen und drei von ihnen schwer verletzt. Zahlreiche Passagiere erlitten einen Schock. Die Tat ereignete sich in einem Passagierzug, teilte die Polizei mit. Die Bahnstrecke Würzburg–Ansbach wurde nach dem Amoklauf gesperrt. Seit Montagabend um 22.30 Uhr ist ein Schienenersatzverkehr zwischen Ochsenfurt und Würzburg Hauptbahnhof eingerichtet. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Über dem Tatort kreist zur Zeit ein Polizeihubschrauber. Der aggressive Täter wurde von der Polizei erschossen. Der Täter soll Zeugenaussagen zufolge während des Angriffs „Allahs Akbar“ (Gott ist gross) gerufen haben.

Bei dem Täter handelt es sich um einen 17-jährigen Afghanen, bestätigte die Polizei. Die Terroristen des Islamischen Staats (IS) teilten mit, dass es sich bei dem Täter um einen radikalisierten IS-Kämpfer handelt und reklamierte die Tat für sich. Bei der Durchsuchung des Zimmers des 17-Jähirgen entdeckten Beamte unter anderem eine handgemalte IS-Fahne.

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179 Flüchtlinge verschwinden aus Sonderzug nach Berlin

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Am Montagmorgen waren 539 Flüchtlinge in einen Sonderzug von München nach Berlin gestiegen. Am Dienstagmorgen kamen lediglich 339 von ihnen im Bahnhof in Berlin-Schönefeld an. Der Grund war, dass unterwegs zwei Mal die Notbremse des Intercitys gezogen wurde und Flüchtlinge auf offener Strecke den Zug teils durch die Fenster verlassen haben. Bei einem Nothalt in Bitterfeld-Wolfen verließen Polizeiangaben zufolge 60 Flüchtlinge den Zug. Bei einem zweiten Nothalt in der Nähe von Dessau hatte dann eine unbestimmte Anzahl an Flüchtlingen den Sonderzug verlassen. Die Polizei hat 67 Personen an der Strecke aufgegriffen und in die zentrale Erstaufnahmestelle nach Halberstadt gebracht.

Über den Verbleib der übrigen 112 Flüchtlinge gibt es keinerlei Informationen. Im Sonderzug war kein Sicherheitspersonal der Bahn oder Polizei anwesend. Der Zug sollte ursprünglich gar nicht nach Berlin, sondern nach Sachsen fahren. Erst in der Nacht hatte sich ergeben, dass Sachsen aus unbekannten Gründen die vorgesehene Aufnahme der 539 Flüchtlinge ablehnte. Deshalb wurde der Zug kurzfristig nach Bamberg umgeleitet. Dies führte möglicherweise zu Verwirrung bei den Flüchtlingen, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung.

Bekannt ist auch, dass Flüchtlinge mit dem Fluchtziel Skandinavien häufig die Registrierung in Deutschland vermeiden wollen, weil sie sonst in anderen Ländern keinen Anspruch auf Asyl haben. Außerdem könnte sich herumgesprochen haben, dass die Flüchtlinge in Berlin von der Bundespolizei empfangen werden.

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