Fünfjährige wurde in Düsseldorf angefahren: Angehörige prügeln auf Zeugin ein

Symbolfoto: © burntimes

Ein fünfjähriges Mädchen lief am Samstagmittag gegen 12.05 Uhr auf die Fahrbahn und wurde von einem Auto angefahren. Der Vorfall ereignete sich in der Junkersstraße, in der Tempo-30-Zone, in Düsseldorf-Flingern. Die Fünfjährige lief unvermittelt zwischen parkenden Autos auf die Straße. Dort wurde das Mädchen von einer 51-jährigen Golf-Fahrerin erfasst, die nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Das Kind erlitt bei dem Unfall Prellungen und Schürfwunden. Unmittelbar nach dem Unfall bedrängten die Angehörigen, zwei Männer im Alter von 31- und 54 Jahren, die Golf-Fahrerin.

Eine weitere zur Hilfe geeilte 49-jährige Zeugin wurde von den Männern beschimpft und geschlagen. Die Männer schlugen der Augenzeugin gegen den Kopf. Die 49-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Sie muss operiert werden. Gegen die beiden Männer wurden Anzeigen wegen Körperverletzung gefertigt.

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Unfall auf der A71: Autofahrer wendet und nutzt als Geisterfahrer die Rettungsgasse

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Am vergangenen Ostersonntag staute sich auf der A71 bei Ilmenau in Richtung Erfurt nach einem Unfall der Verkehr. Eine vorbildliche Rettungsgasse wurde gebildet. Allerdings wurde einem ebenfalls im Stau stehenden Autofahrer die Wartezeit offenbar zu lang. So wendete er auf der Autobahn und fuhr als Geisterfahrer entgegengesetzt 1,5 Kilometer durch die Rettungsgasse bis zur letzten Ausfahrt. Die Ausfahrt nutzte der Autofahrer ebenfalls in verkehrter Richtung. Glücklicherweise und wie durch ein Wunder passierte bei dieser fahrlässigen Aktion nichts.

Die Polizei hat Strafanzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs erstattet. Dank des Videos eines aufmerksamen Zeugen konnte das Auto zwischenzeitlich identifiziert werden. Die Polizei rief Zeugen des Vorfalls auf sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Der Fahrer stammt aus Nordbayern. Dem Autofahrer drohen 200 Euro Bußgeld, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot.

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Dortmund-Nordstadt: Mann gibt mehrere Schüsse auf ein Café ab

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Ein Mann hat am Mittwoch gegen 14.10 Uhr mehrmals auf das Café BarCardi in der Dortmunder-Nordstadt geschossen. In dem Lokal befanden sich zu dem Zeitpunkt mehrere Personen. Verletzt wurde niemand. Lediglich die Fensterscheiben wurde durch die Projektile beschädigt. Die Mordkommission hat Ermittlungen eingeleitet und fahndet nach dem Schützen. Der Täter wurde von Augenzeugen wie folgt beschrieben: 25 – 35 Jahre alt, 180 – 185 groß, schlanke Statur, südländisches, nordafrikanisches Aussehen, dunkler Dreitagebart, schwarzer Kapuzenpulli, blue Jeans, mit Pistole bewaffnet.

Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei unter der Telefonnummer 0231 132 7441 in Verbindung zu setzen.

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Schwimmunfall in Spaßbad Gummersbach: Dreijährige stirbt – Polizei ermittelt

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© Rainer Sturm | pixelio.de

Im nordhein-westfälischen Spaßbad Gumbala in Gummersbach hat sich am Sonntag ein Badeunfall ereignet. Ein dreijähriges Mädchen ist leblos im tiefen Becken des Spaßbades aufgefunden worden. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet und sucht nach Zeugen. Es wird geprüft, ob der Vater des Mädchens oder die Mitarbeiter des Spaßbades ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Der Bürgermeister von Gummersbach drückte den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Bisher steht lediglich fest, dass das Mädchen sich mit ihrem 42-jährigen Vater und zwei weiteren Geschwistern am Sonntagabend in dem Bad aufhielten. Gegen 19 Uhr bemerkte der Vater das Verschwinden seiner dreijährigen Tochter.

Während der Rettungsdienst alarmiert wurde, versuchten Angestellte des Bades das Mädchen wiederzubeleben. Das Mädchen wurde zunächst in ein Gummersbacher Krankenhaus gebracht. Notfallseelsorger betreuten die Angestellten des Schwimmbades und die betroffene Familie. In der Nacht zu Montag wurde die Dreijährige in eine Spezialklinik nach Siegen verlegt. Dort verstarb sie wenig später. Nach dem Unfall befragte die Polizei zehn Zeugen, die sich zu dem Zeitpunkt des Unglücks in dem Bad aufhielten. Insgesamt waren zum Unglückszeitpunkt zwischen 20 und 30 Personen in dem Bad. Die Polizei bittet diese sich bei der Polizei zu melden unter (0 22 61) 8199-820.

Das betroffene Spaßbad ist kameraüberwacht. Zum Zeitpunkt des Unglücks produzierten die Kameras aus bisher unklaren Gründen jedoch kein Videomaterial. Unklar ist auch, ob die Dreijährige Schwimmflügel trug. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich drei Angestellte im Bad.

In dem betroffenen Spaßbad war am 19. Mai 2005 schon einmal ein zehnjähriges Mädchen ertrunken. Damals war jedoch eine technische Anlage die Ursache dafür. Eine Abdeckkappe fehlte im Whirlpool und zog das Mädchen an den Haaren unter Wasser. Fünf Angestellte des Bades hatten sich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten müssen.

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Gewaltverbrechen in Hameln: Frau wird mit Seil um den Hals hinter einem Auto durch die Stadt geschleift

Symbolfoto: © burntimes

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In der Südstadt von Hameln hat sich bereits am Sonntag um kurz vor 18 Uhr ein Mordversuch ereignet. Der mutmaßliche Täter stellte sich nach der Tat auf der Polizeiwache in Hameln – das Opfer schwebt in Lebensgefahr. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde dem Opfer, einer 28-jährigen Frau aus Hameln, ein Seil um den Hals gebunden. Das Seilende wurde vom Täter in der Königstraße an die Anhängerkupplung eines Pkw befestigt. Das Fahrzeug fuhr anschließend mit hoher Geschwindigkeit etwa 250 Meter durch die Königstraße, die Prinzenstraße und die Kaiserstraße, wobei das Opfer am Seil hängend hinter dem Pkw hergezogen wurde. Die Fahrt führte über Kopfsteinpflaster. Der 38-Jährige bog zwei Mal mit dem Fahrzeug ab.

Unter nicht bekannten Umständen blieb das Opfer in der Kaiserstraße auf dem Gehweg liegen und wurde dort schwerstverletzt aufgefunden. Möglicherweise hat sich das Seil von selbst gelöst.

Annähernd zeitgleich meldete sich ein 38-jähriger Mann aus Bad Münder persönlich bei der Polizeidienststelle Lohstraße und gab sich als Täter zu dieser Tat zu erkennen. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Gegen den Täter wurde unterdessen Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Der 38-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

Das Opfer wurde vor Ort notärztlich versorgt und anschließend in eine Hamelner Klinik transportiert. Nach einer Notoperation wurde sie noch in den Abendstunden mit einem Intensivtransporthubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Zu Stunde liegt sie im künstlichen Koma und schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Die 28-jährige Frau erlitt außerdem Verletzungen, die nicht von der Fahrt stammen. Ob es sich um Stichverletzungen handelt ist unklar.

Der Auslöser der Tat soll ein Sorgerechtsstreit gewesen sein. Die Frau lebte mit dem 38-jährigen eine Zeit lang zusammen. Beide haben ein gemeinsames Kind.

Die Polizei sucht Zeugen der Tat. Insbesondere werden Personen gesucht, die das Ereignis in der Kaiserstraße (Trennung des Opfers vom Fahrzeug) beobachtet haben. Hinweise werden von der Polizei Hameln unter Tel. 05151/933-222 entgegen genommen.

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Zeugensuche in Kiel: Rund 30 Gaffer filmten und verfolgten Angriff auf Polizisten

Symbolfoto: © burntimes

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Ein 37 Jahre alter Polizeibeamter des 4. Reviers in Kiel ist in der Nacht von vergangenen Samstag auf Sonntag bei einem Einsatz schwer verletzt worden. Er erlitt mehrere Frakturen im Gesichtsbereich. Der Tatverdächtige konnte ermittelt werden. Während einer Streifenfahrt wurde ein Streifenwagen des 4. Reviers gegen 23.30 Uhr in der Schulstraße aus einer Personengruppe heraus mit einem Laserpointer geblendet, so dass sich die Beamten zur Kontrolle entschlossen. Da sich die elfköpfige Gruppe hochaggressiv und unkooperativ gegenüber den Beamten verhielt wurden weitere Streifenwagen zur Unterstützung der Maßnahme hinzugezogen. Als die Beamten die Personalien der Gruppe aufnehmen wollten, schlug ein 20 Jahre alter Tatverdächtiger unvermittelt auf einen Polizei-Obermeister ein, der gerade einer anderen Person zugewandt war. Der Polizist ging zu Boden und erlitt einen mehrfachen Nasenbruch, einen Bruch der Augenhöhle, einen Jochbeinbruch und einen Bänderriss am Fuß. Die Verletzungen werden im Laufe der aktuellen Woche operiert.

Nach bisherigem Ermittlungsstand haben sich während des Polizeieinsatzes in der Gaardener Schulstraße rund 30 Schaulustige eingefunden, die den Einsatz teilweise auch mit ihren Smartphones gefilmt haben sollen. Auf die Aussagen der Zeugen, beziehungsweise deren Videoaufnahmen, sind die Ermittler nun angewiesen. Personen, die noch nicht von der Polizei befragt wurden, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0431 / 160 3333 mit der Kriminalpolizei Kiel in Verbindung zu setzen.

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Tödliche Prügelei in Bonn: Ermittler verhaften weiteren möglichen Täter

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Im Fall des in Bonn getöteten 17-jährigen Niklas wurde ein weiterer möglicher mutmaßlicher Täter verhaftet. Gegen einen 21-Jährigen wurde am Montag Haftbefehl erlassen. Beamte der Mordkommission haben den Mann festgenommen. Derzeit sieht es Polizeiangaben zufolge alles nach einer gemeinschaftlich geplanten Tat aus. Bei dem Festgenommenen soll es sich um den Tatverdächtigen handeln, der am Tattag mit einer weißen Hose und einem weißen Pullover bekleidet gewesen sein soll (wir berichteten). Der 17-jährige Niklas P., der am Samstag, dem 7. Mai 2016 im Bereich der Rüngsdorfer Straße in Bonn-Bad Godesberg, nach einem Konzertbesuch, von mehreren Männern niedergeschlagen und lebensgefährlich verletzt worden war, erlag kurz nach der Tat seinen schweren Verletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich der Junge am 7. Mai gegen 00.20 Uhr in Begleitung weiterer Jugendlicher auf dem Weg zum Bad Godesberger Bahnhof. In Höhe der Bushaltestelle „Rheinallee“ stießen sie auf eine Gruppe von junger Männer. Diese sollen den 17-Jährigen und seinen 18-jährigen Freund kurz angesprochen und körperlich attackiert haben. Der 20-jährige Haupttäter und der nun verhaftete 21-Jährige haben den 17-jährigen Niklas noch attackiert, als dieser bereits reglos am Boden lag.

Dem jetzt festgenommenen Mann kamen die Ermittler durch mehrere Zeugenaussagen auf die Schliche. An der Jacke des Tatverdächtigen wurden außerdem Blutspuren, die von Niklas stammen, ermittelt.

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Frankfurt (Oder): Flüchtlinge wurden von Rechten angegriffen – Passanten jubelten

Symbolfoto: © burntimes

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In Frankfurt an der Oder sind insgesamt vier Schutzsuchende auf der Straße beleidigt und geschlagen worden. Der Vorfall ereignete sich am Montagabend an einer Straßenbahnhaltestelle. Die Flüchtlinge aus Syrien, Somalia und Ägypten blieben nahezu unverletzt. Einer der Täter wurde vorübergehend verhaftet. Einem 17-jährigen Flüchtling wurde noch an der Straßenbahnhaltestelle mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die Schutzsuchenden versuchten anschließend zu Fuß zu fliehen. Sie wurden jedoch von den Angreifern verfolgt. Umstehende Passanten hatten die Angreifer regelrecht angefeuert und ausländerfeindliche Parolen gerufen, teilte die Polizei mit. Ein Augenzeuge rief die Polizei, weswegen die Täter gefasst werden konnten.

Bei dem 24-jährigen Täter, der sich in Polizeigewahrsam befindet, wurde ein Alkoholwert von 3,7 Promille ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organsiationen sowie gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Der 24-jährige Täter soll gemeinsam mit einer 18-jährigen Frau das Gymnasium in Freyung sowie die dortige Kirche mit NS-Symbolen beschmiert haben.

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Gewalttat in Bonn-Bad Godesberg: 17-Jähriger ist verstorben

Symbolfoto: © burntimes

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Der 17-jährige Niklas P., der am vergangenen Samstag im Bereich der Rüngsdorfer Straße in Bonn-Bad Godesberg von mehreren Unbekannten niedergeschlagen und lebensgefährlich verletzt worden war, erlag in der Nacht zu Freitag seinen schweren Verletzungen. Die Polizei Bonn bittet um Hinweise zu mehreren bislang unbekannten Jugendlichen. Sie stehen im Verdacht, am Samstag, den 7. Mai 2016, gegen 00.20 Uhr, in Bonn-Bad Godesberg einen 17-Jährigen körperlich attackiert und niedergeschlagen zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich der Junge gegen 00.20 Uhr in Begleitung weiterer Jugendlicher auf dem Weg zum Bad Godesberger Bahnhof. In Höhe der Bushaltestelle „Rheinallee“ stießen sie auf eine Gruppe von junger Männer. Diese sollen den 17-Jährigen und seinen 18-jährigen Freund kurz angesprochen und körperlich attackiert haben. Nach Zeugenangaben soll einer der Unbekannten den 17-Jährigen derart massiv geschlagen haben, dass dieser zu Boden stürzte. Auch sein 18-jähriger Begleiter und eine gleichaltrige Freundin, die ihrem Freund helfen wollten, wurden von den Unbekannten geschlagen. Als weitere Zeugen den Jugendlichen zur Hilfe eilten, ließen die Unbekannten von ihren Opfern ab und liefen in Richtung Rheinallee davon.

Die eng mit der Staatsanwaltschaft Bonn abgestimmten Ermittlungen der Mordkommission laufen weiter auf Hochtouren.

Der 17-Jährige musste vor Ort von einem Notarzt vor reanimiert werden. Anschließend wurde er mit einem Rettungstransportwagen in ein Krankenhaus gebracht. Er schwebte zu dem Zeitpunkt in Lebensgefahr. Seine Freunde erlitten leichte Verletzungen. Sie und Angehörige werden durch Notfallseelsorger betreut. Auf Grund der Gesamtumstände nahm noch in der Nacht eine Mordkommission der Polizei Bonn unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Franz Wirges in enger Abstimmung mit Staatsanwalt Florian Geßler die Ermittlungen auf. Neben der Spurensicherung, den Befragungen von Zeugen fahnden die Beamten nach den Tatverdächtigen. Sie wurden von Zeugen wie folgt beschrieben:

1. Person 17-21 Jahre alt zwischen 180cm – 185cm groß brauner, dunkler Hauttyp stämmige Statur schwarze Haare, Seite kurz, oben länger nach hinten gegelt sprach akzentfrei deutsch trug unter anderem schwarze Jacke (unter Umständen eine Lederjacke) und Jeanshose, weiße Schuhe.

2. Person 17 – 20 Jahre alt kurze schwarze Haare ca. 180cm – 185cm groß brauner Hauttyp normale Statur weiße Jogginghose weißer Pullover (Adidas oder Nike) ggfls. mit Reißverschluss weiße oder graue Kappe führte unter Umständen eine schwarze Tasche mit sprach akzentfrei Deutsch.

3. Person älter als 18 Jahre lange Haare schwarze lockige Haare, an den Seiten kurz rasiert, nach oben und winkelartig nach hinten frisiert schmale Statur schwarzer Vollbart schwarze Lederjacke, Jeans kleiner als die anderen beiden Tatverdächtigen massives Schuhwerk.

Die Ermittler bitten weiter um Hinweise zu den Tatverdächtigen und fragen:

Wer hat das Tatgeschehen beobachtet?

Wer hat die drei Tatverdächtigen vor oder nach der Tat beobachtet?

Wer kann Angaben zur Identität der Verdächtigen machen?

Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen können, wurde von der Staatsanwaltschaft Bonn eine Belohnung in Höhe von 3.000 Euro ausgesetzt.
Hinweise bitte an die die Polizei Bonn. Rufnummer 0228/150.

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Unterschleichach (Bayern): Festnahme nach den tödlichen Schüssen auf eine Elfjährige

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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In der Silvesternacht wurde im bayerischen Unterschleichach ein elfjähriges Mädchen erschossen. Am Mittwoch teilte die Polizei mit, dass der Täter gefasst worden sei. In der Silvesternacht war das elfjährige Mädchen von etwas am Kopf getroffen worden und brach daraufhin bewusstlos zusammen. Der Vorfall ereignete sich in der Straße „Am Käppela“ in Unterschleichach. Die Elfjährige verstarb trotz intensiver Reanimationsversuche in einem Krankenhaus in Schweinfurt. Zum Zeitpunkt des tödlichen Zwischenfalls, gegen 1 Uhr morgens, war das Mädchen in Begleitung ihrer Eltern auf der Straße unterwegs (wir berichteten). Die Obduktion ergab, dass das Mädchen durch einen Kopfschuss getötet wurde. Ein Nachbar hatte die Elfjährige aus Ärger über Silvesterböller und aus persönlichem Frust erschossen. Der 53-jährige war ein Bewohner von Unterschleichach. Gegen den Schützen wurde am Mittwoch Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Der 53-Jährige hat bereits gestanden das Kind erschossen zu haben. Der Täter wohnte nur wenige Meter vom Tatort entfernt. Er befand sich in der Nacht allein in seinem Haus und war aufgrund der Trennung von seiner Familie psychisch angeschlagen. Weil er am frühen Neujahrsmorgen gegen 1 Uhr durch Böller geweckt wurde, hat er aus Wut und Ärger über die Störung aus seinem Keller eine Kleinkaliberwaffe geholt und aus seinem Garten heraus drei- bis viermal in Richtung der Menschengruppe geschossen. Dabei traf er das elfjährige Mädchen am Kopf. Am Neujahrstag stellte die Polizei bereits in dem 450 Einwohnerort rund 60 Kleinkaliberwaffen sicher. Alle Waffenbesitzer in der Nähe des Tatorts wurden überprüft. Bei seinen Vernehmungen machte der 53-jährige Angaben, die sich durch andere Zeugenaussagen als falsch herausstellten.

Der nicht verheiratete Vater eines Kindes hatte sich nicht gestellt, sondern wurde an seinem Arbeitsplatz verhaftet. Er stand unter physischem Druck und war sichtlich erleichtert, dass die Polizei ihm auf die Spur kam. Der 53-jährige arbeitete als Kraftfahrer in der Justizvollzugsanstalt im oberfränkischen Ebrach und hatte die Waffe aufgrund seiner Mitgliedschaft im Schützenverein legal besessen.

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