Wismar: Täter im Chat kennengelernt – 13-Jährige wurde Zuhause vergewaltigt

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In der Nähe von Wismar wurde ein 13-jähriges Mädchen von zwei Männern in ihrem Elternhaus vergewaltigt. Die Täter konnten inzwischen ermittelt und verhaftet werden. Es wurden Haftbefehle gegen die 19 und 31 Jahre alten Männer aus Lübeck ausgesprochen. Beide werden dringend verdächtigt die 13-jährige Schülerin am Freitagabend gegen 19 Uhr schwer sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben. Die beiden Verdächtigen sind am Sonntag verhört worden. Einer der Männer gab an, dass der Sex einvernehmlich gewesen sei. Der ältere 31-jährige Verdächtige bestritt die Tatvorwürfe. Täter und Opfer hatten sich über einen Messenger-Dienst im Internet kennengelernt.

Die beiden Männer suchten am Freitagabend das Elternhaus der 13-Jährigen auf. Diese war zu diesem Zeitpunkt alleine Zuhause gewesen. Erst als die Mutter des Kindes nach Hause zurückkehrte, verließen die Männer das Haus fluchtartig. Nach einer kurzen Fahndung wurden die beiden Männer schließlich von der Polizei in der Nacht zu Sonntag verhaftet. Den Männern drohen mehrjährige Haftstrafen.

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Heftigste Sturmflut seit zehn Jahren erreicht deutsche Ostseeküste

Symbolfoto: © J .Bredehorn | pixelio.de

Am Mittwochabend wurden Wasserstände von mehr als 1,40 Meter über Normal gemessen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erwartet in der Nacht zu Donnerstag Höchststande von bis zu 1,50 Meter über Normal an der gesamten Ostseeküste. Dieser Wert entspricht einer schweren Sturmflut. Es handelt sich um die schwerste Sturmflut seit zehn Jahren. Durch das Sturmtief „Axel“ steigt seit Mittwochmorgen stetig das Wasser. In Mecklenburg Vorpommern hat sich die Situation am Mittwochabend zugespitzt, weil das Hochwasser höher als erwartet auflief. In Warnemünde lag der Wasserstand gegen 20.30 Uhr bei 1,53 Meter und in Wismar sogar bei 1,76 Meter. Dort sind bereits Keller vollgelaufen und die Feuerwehr ist im Einsatz. Auf den Ostseeinseln Rügen und Usedom überspülten die Wellen die Strände bis zu den Dünen. Seebrücken wurden zur Sicherheit gesperrt. Der Fähranleger an der Seebrücke in Binz wurde vorsorglich gesperrt. Der Fährverkehr zwischen Rügen und Hiddensee wurde eingeschränkt. Größere Schäden waren bis 20 Uhr nicht bekannt.

Anwohner sicherten in den Ostseestädten ihre Häuser und Geschäftsräume mit Sandsäcken. Erwartet wird, dass zahlreiche Strände überspült werden und hafennahe Bereiche in Ostseestädten unter Wasser gesetzt werden. Die Feuerwehr rief die Menschen auf ihre Autos auf Parkplätzen in Wassernähe wegzufahren.

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Feuer im Asylbewerberheim in Tröglitz wurde mutwillig gelegt

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Die Initiative „Miteinander füreinander“ wollte in dem kleinen Ort Tröglitz 40 Flüchtlinge willkommen heißen. Schon seit Wochen machen Rechtsextreme Stimmung gegen die Aufnahme von Asylbewerbern. In dem zukünftigen Asylbewerberheim in Sachen-Anhalt brannte es in der Nacht zu Samstag. Die Ermittler teilten mit, dass das Feuer mutwillig gelegt worden ist. Die Polizei bestätigte, dass sich der Verdacht der Brandstiftung bewahrheitet hat. „Es handelt sich in dem Fall um besonders schwere Brandstiftung“, sagte der ermittelnde Staatsanwalt. Ob Fremdenhass das Motiv war ist noch unklar. Die Ermittler gehen von einem politischen Hintergrund aus. Unbekannte brachen in der Nacht zu Samstag in das Haus ein und legten dort das Feuer. Die Feuerwehr geht davon aus, dass Brandbeschleuniger verwendet wurde. Aufgrund des Gesamtgeschehens in Tröglitz hat sich der Staatsschutz in die laufenden Ermittlungen eingeschaltet. Seit dem in Tröglitz der ehrenamtliche Bürgermeister Markus Nierth aufgrund rechtsextremer Anfeindungen Anfang März seinen Rücktritt erklärte ist der Ort in den Schlagzeilen der Medien. Er sah keinen anderen Ausweg mehr, als eine asylfeindliche Demonstration direkt vor seiner Haustür genehmigt wurde. Nierth zeigte sich am Samstagmorgen entsetzt über das Feuer. Er bot zwei Flüchtlingen direkt zwei private Wohnungen an. Die von der NPD geführten Proteste richten sich gegen die Unterbringung von 40 Flüchtlingen in Tröglitz. Das Asylbewerberheim sollte im Mai seine Tore für die 40 Asylbewerber öffnen.

Eine 50-jährige Frau und ein 52-jähriger Mann, die noch in dem Haus lebten, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieben unverletzt. Eine Nachbarin warnte die beiden Bewohner rechtzeitig. Das Ehepaar wohnte im Dachgeschoss des Hauses. Der gesamte neu ausgebaute Dachstuhl wurde durch das Feuer vollständig zerstört. Ersten Schätzungen zufolge liegt der entstandene Sachschaden im sechsstelligen Bereich. Bundesinnenminister Thomas de Maiziére sprach von einer abscheulichen Tat, die so schnell wie möglich aufgeklärt werden müsse.

Am Samstagnachmittag um 17 Uhr gab es eine spontane Kundgebung gegen die Rechtsextremen, zu der der ehemalige Bürgermeister spontan aufrief. An der Kundgebung nahmen auch Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) und Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) teil.

In Wismar an der Ostseeküste kam es am Karfreitag zu einem Angriff auf zwei Bewohner eines Asylbewerberheims. Acht Unbekannte verfolgten zwei 21 und 34 Jahre alte Ägypter und riefen dabei ausländerfeindliche Parolen. Die Bewohner retteten sich schließlich in das Heim und blieben unverletzt, teilte die Polizei in Rostock mit.

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