Fluggesellschaft Air Berlin hat Insolvenz angemeldet

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hat am Dienstagmittag Insolvenz angemeldet. Der Aktionär Etihad hat seine Zahlungen eingestellt. Alle Flüge finden vorerst statt. Der Marktführer Lufthansa will Anteile von Air Berlin übernehmen. Die Bundesregierung, die Lufthansa und weitere Partner unterstützen Air Berlin bei ihren Restrukturierungsbemühungen. Die Bundesregierung unterstützt Air Berlin mit einem Brückenkredit in Höhe von 150 Millionen Euro, um den Flugbetrieb für zunächst drei Monate uneingeschränkt aufrecht zu erhalten. Bei Air Berlin arbeiten zur Zeit rund 8.000 Menschen.

Alle Flüge der Air Berlin und NIKI finden weiterhin statt und die Flugpläne bleiben gültig. Es können auch weiterhin neue Tickets gebucht werden, teilte das Unternehmen in einer Stellungnahme auf seiner Internetpräsenz mit.

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Kaiser’s Tengelmann: Krisengipfel endet ohne ein Ergebnis

Symbolfoto: © Fionn Große  | pixelio.de

Symbolfoto: © Fionn Große | pixelio.de

Der Krisengipfel bei der deutschen Supermarktkette Kaiser’s und Tengelmann endete ohne ein Ergebnis. Der Gipfel wurde vertagt und soll fortgesetzt werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Vertretern des Rewe-Konzerns, von Edeka, Tengelmann, Markant und der Gewerkschaft verdi. Das Ziel ist es eine gemeinsame Lösung für alle Beschäftigten von Kaiser’s und Tengelmann zu erzielen. Wann und wo die Gespräche fortgesetzt werden war am Freitagvormittag unklar. Die 15.000 Angestellten des Unternehmens müssen daher weiter um ihre Arbeitsplätze zittern. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sagte, dass er 8.000 Arbeitsplätze in Gefahr sieht. Der Geschäftsführer des REWE-Konzerns hatte die Komplettübernahme von Kaiser’s und Tengelmann vor Gericht stoppen lassen. er warb unterdessen dafür die 400 Standorte unter den verschiedenen Wettbewerbern aufzuteilen. Es äußerten auch die Konzerne Tegut und Norma Interesse an den Filialen von Kaiser’s.

Die Zeichen stehen jedoch auf Zerschlagung. Bereits am Freitag könnte der Aufsichtsrat von Kaiser’s und Tengelmann der Zerschlagung zustimmen. Der Geschäftsführer von Kaiser’s drohte aufgrund der hohen Verluste und des gehenden Personals mit dem Aus seines Konzerns.

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Umstrittener Besuch: Seehofer zu Gast bei Putin in Russland

Symbolfoto: © Michael Lucan | pixelio.de

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Der CSU-Chef Seehofer reiste nach Russland um sich dort mit dem Regierungschef Putin zu treffen. Die russischen Staatsmedien präsentieren Seehofer als den größten Kritiker Merkels und Kritiker der Sanktionen gegen Russland. Putin empfing Seehofer am Mittwochnachmittag in Moskau. Das Treffen wird unter anderem angesichts des Streits über den angeblichen Vergewaltigungsfall scharf kritisiert. Eine 13-Jährige aus Berlin war tagelang spurlos verschwunden. In den russischen Medien und in den sozialen Netzwerken wurde der Fall für Hetze gegen Ausländer missbraucht. Russland warf Deutschland vor den Vorwurf der Vergewaltigung vertuschen zu wollen. Die 13-Jährige verbrachte die Zeit bei einem 19-jährigen Bekannten, wie sich später herausstellte. Das Mädchen, dessen Familie aus Russland stammt, gab jedoch zunächst an, dass sie von Flüchtlingen entführt und vergewaltigt worden sei. Seehofer sagte: „Bayern hat historische und gute Beziehungen zu Russland.“ Er sagte auch, dass das Minsker Abkommen erfüllt werden muss und Russland gebraucht wird, um globale Krisen zu lösen. Das Abkommen Minsk II vom 12. Februar 2015 war ein erneuter Versuch einer Deeskalation und Befriedung des seit 2014 in der Ost-Ukraine herrschenden Kriegs. Russland hat die ukrainische Halbinsel Krim völkerrechtswidrig annektiert. „Seehofer sollte die Russen mahnen und die verdeckte Finanzierung von rechtsradikalen Netzwerken einstellen“, sagte eine CDU-Politikerin am Mittwoch.

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Deutsche Bank rechnet 2015 mit einem Milliardenverlust

Symbolfoto: © Lupo | pixelio.de

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Bei der Deutschen Bank wurde aufgrund von Jobabbau und mehreren größeren Rechtsstreitigkeiten mit einem Minus gerechnet. Der Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 fällt mit 6,7 Milliarden Euro jedoch deutlich höher aus, als es erwartet wurde. Es handelt sich um den höchsten Verlust seit 2008. Ein Grund für den Rekordverlaust der Deutschen Bank sind auch Abschreibungen im Investmentbanking sowie im Privatkundenbereich. Der neue Geschäftsführer John Cryan hatte außerdem 4.000 Arbeitsstellen abgebaut. Der Stellenabbau kostete die Bank mindestens eine Milliarde Euro. Genaue Details zum abgelaufenen Geschäftsjahr will die Deutsche Bank am 28. Januar präsentieren. Im Jahr 2014 hatte die Deutsche Bank noch 1,7 Milliarden Euro Gewinn gemacht.

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Atomabkommen erfüllt: Sanktionen gegen den Iran wurden aufgehoben

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Das Atomabkommen im Iran hatte viele Gegner. Führende westliche Politiker würdigten die Umsetzung des Atomabkommens im Iran als geschichtlich bedeutendes Ereignis. Die iranische Regierung feierte die Aufhebung der Sanktionen gegen sie. Der US-Präsident Barack Obama sprach von „kluger Diplomatie“. Der iranische Präsident Hassan Ruhani würdigte die Aufhebung der Sanktionen gegen sein Land. Für die Wirtschaft im Iran ist das Abkommen ein Wendepunkt, der ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Auch deutsche Firmen hoffen auf Geschäfte mit dem Iran. In den USA müssen im Zuge der Sanktionen die eingefrorenen Gelder wieder freigegeben werden. Das sind 150 Milliarden Dollar. Israel sah die Aufhebung der Sanktionen skeptisch. Die israelische Regierung warnte vor einem erneutem atomaren Aufrüsten seines Erzfeindes dem Iran. Der iranische Präsident rief unterdessen dazu auf, das Abkommen für den Frieden in der Welt einzusetzen.

Zur Zeit ist Irans Wirtschaft am Boden – nicht zuletzt wegen mehrerer individueller Defizite im Ölmarkt. Deshalb ist auch noch unklar, wann sich spürbare Verbesserungen für die 80 Millionen Iraner einstellen werden.

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US-Notenbank Fed erhöht erstmals seit sieben Jahren seinen Leitzins

Symbolfoto: © Rainer Sturm | pixelio.de

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Mit der am Mittwochabend bekanntgewordenen Entscheidung will die US-Notenbank Fed die Finanzkrise hinter sich lassen. Der Leitzins wurde erstmals seit sieben Jahren von 0,25 auf 0,5 Prozent verdoppelt. 2008 war der Höhepunkt der Finanzkrise. Seit dem lag der Zinssatz für die Versorgung von Geschäftsbanken mit Geld zwischen null und 0,25 Prozent. Seit 2006 hatte die Fed den Zins schrittweise bis auf nahezu null Prozent gesenkt. Die Bank trug dazu bei, dass die Wirtschaft wieder in Gang kam und funktioniert. Die Fed hatte die Anleihekäufe bereits im Herbst 2014 auslaufen lassen. Möglicherweise könnte bereits 2016 eine weitere schrittweise Erhöhung des Leitzins erfolgen. Damit möchte die Fed verhindern, dass der wirtschaftliche Wachstum in den USA wieder schrumpft und die Schwellenländer massive Schwierigkeiten bekommen. Zahlreiche Länder wie China haben sich hoch mit dem US-Dollar verschuldet.

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Europa wird die Sanktionen gegen Russland noch sechs Monate verlängern

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Russland muss auch in Zukunft noch mit Wirtschaftsverlusten in Milliardenhöhe rechnen. Russland hat bereits Verluste von bis zu 100 Milliarden Euro in Kauf nehmen müssen. Präsident Putin betrachtet die Strafmaßnahmen als ungerechtfertigt und verhängte im Gegenzug Einfuhrverbote für russisches Obst und Fleisch nach Europa. Die Europäische Union (EU) will die harten Strafmaßnahmen um sechs Monate verlängern. Die EU hatte die Strafmaßnahmen im Sommer zunächst bis zum 31. Januar 2016 verlängert. Damals wurde auch beschlossen, dass die Handelsbeschränkungen erst dann wieder aufgehoben werden, wenn die Vereinbarungen des Minsker Friedensplanes zum Ukraine-Konflikt komplett erfüllt wurden. Das ist gegenwärtig nicht der Fall. Mit Hilfe der Wirtschaftssanktionen will Europa den russischen Präsidenten Putin dazu bringen, seinen Einfluss, auf die prorussichen Separatisten in der Ostukraine, zur Beilegung des Konflikts zu verwenden. Russland soll Separatisten in der Ostukraine mit Waffenlieferungen unterstützt haben.

Die Strafmaßnahmen gegen Russland wurden nach dem Absturz eines malaysischen Passagierflugzeugs mit 298 Todesopfern verhängt. Russische Separatisten sollen das Flugzeug abgeschossen haben. Russland wies das immer wieder zurück. Die Wirtschaftssanktionen werden erst dann aufgehoben, wenn die Ukraine seine illegal annektierte Halbinsel Krim wiederbekommt. Für die Krim wurden von der EU besonders strenge Wirtschaftssanktionen verhängt.

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Taxifahren in Deutschland soll günstiger werden

Symbolfoto: © Q.pictures  | pixelio.de

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Im Taxigewerbe kommt es seit der Einführung des Mindestlohns zu Streit. Die Preise für Taxifahrten könnten in Zukunft sinken. Nach Informationen des „Spiegels“ hat die Bundesregierung die Monopolkommission beauftragt. Diese empfiehlt gelockerte Vorschriften, Tarife und Anforderungen sollen für mehr Wettbewerb und niedrigere Preise sorgen. Die gesetzlichen Anforderungen an Taxifahrer könnten gelockert werden und könnten dann im Sinne der Wettbewerbsgleichheit beispielsweise mit denen des US-Anbieters Uber identisch sein. Im Entwurf ihres Sondergutachtens zum Thema „Herausforderung digitale Märkte“ empfehlen die Berater der Monopolkommission, die Anzahl der Taxis nicht länger durch Konzessionen zu beschränken. Das Gutachten wird am Montag an Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) übergeben.

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Mobilfunkempfang: Ab 2018 soll es in Deutschland keine Funklöcher mehr geben

Symbolfoto: © FotoHiero  | pixelio.de

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Jeder kennt es vor allem von Autobahnen und Bahnstrecken: Für viele Deutsche gibt es nichts ärgerlicheres, als unterwegs im entscheidenden Moment keinen Handyempfang zu haben. Mit einer Änderung haben wahrscheinlich die wenigsten Deutschen gerechnet: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt teilte am Sonntag mit, dass bis 2018 alle lästigen Funklöcher in Deutschland der Vergangenheit angehören werden. Bezahlen werden die anfallenden Kosten die Investoren, die ab Mittwoch Mobilfunkfrequenzen ersteigern. Am kommenden Mittwoch beginnt die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen. Die Anbieter, die ab kommenden Mittwoch Mobilfunkfrequenzen ersteigern, werden verpflichtet in leistungsfähigere Netze zu investieren und Bahnstrecken, Autobahnen und ländliche Gebiete mit schnellem, mobilen Internet zu versorgen. Dobrindt sagte: „Damit sei sichergestellt, dass bis 2018 alle lästigen Funklöcher geschlossen sind.“ Das Mindestgebot für Mobilfunkfrequenzen liegt aktuell bei 600 Millionen Euro.

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