Wirbelsturm „Irma“ verwüstet Karibikinseln: Zehn Menschen starben

Symbolfoto: © W. Broemme | pixelio.de

Der Wirbelsturm „Irma“ richtete auf den Karibikinseln schwere Schäden an. Regierungsangaben zufolge wurde die Insel Barbuda komplett zerstört und ist kaum noch bewohnbar. Die ganze Insel steht unter Wasser. Auf der Insel leben etwa 1.600 Menschen. Es gibt dort zur Zeit kein Wasser und keine Stromversorgung. Zuvor hatte der französische Präsident Macron die Menschen darauf vorbereitet, dass es Opfer geben wird. Saint-Barthélemy und ein Teil von Saint-Martin gehören zu den französischen Überseegebieten. Mindestens zehn Menschen kamen hier ums Leben, darunter auch ein Baby. Macron kündigte im Krisenstab finanzielle Mittel und einen Wiederaufbauplan an.

Frankreich hat am Donnerstag begonnen Wasser und Lebensmittel zu den Betroffenen in das Hurrikangebiet zu bringen.

„Irma“ ist der stärkste Hurrikan, der in der Geschichte jemals über dem Atlantik registriert wurde. Der Sturm erreicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern. Jetzt zieht der Hurrikan auf Haiti zu. Hier hatten sich seit gestern bereits Hilfsmannschaften auf einen kommenden Einsatz vorbereitet. Die Bewohner hingegen sind dem Sturm hilflos ausgesetzt. Besonders an der Nordküste Haitis werden schwere Schäden erwartet.

Der Hurrikan wird am Samstag oder Sonntag Florida erreichen. Der US-Bundesstaat hat genau so wie Puerto Rico und South Carolina den Notstand ausgerufen. „Irma“ richtete bereits an der Küste von Mexiko schwere Schäden an. Mindestens 60 Menschen starben.

Der Hurrikan bewegt sich mit 26 Kilometern pro Stunde in Richtung Nordwesten.

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Hurrikan „Matthew“ peitscht mit 195 km/h über Florida – über 840 Tote auf Haiti

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

Der Hurrikan „Mathew“ hat die US-Küste in Florida erreicht und bahn sich nun seinen Weg entlang der Südostküste. US-Präsident Barack Obama rief die betroffenen Menschen erneut auf, den Anweisungen der Behörden zu folgen. Es wurden bereits Windgeschwindigkeiten von 195 Stundenkilometern gemessen. Entlang der Küste sind zahlreiche Straßen überflutet. Millionen Menschen haben sich vor dem Hurrikan bereits in Sicherheit gebracht und die Küstenregion verlassen. Zahlreiche Krankenhäuser und Altenpflegeheime wurden evakuiert und mehr als 4.500 Flüge annulliert. Außerdem änderten mehrere Kreuzfahrtschiffe ihre Route.

Bereits am Freitagabend waren 800.000 Haushalte in Florida ohne Strom, bestätigte der zuständige Gouverneur. In Florida, Georgia und South Carolina wurde der Notstand ausgerufen. Das US-Hurrikan-Zentrum stufte den Hurrikan von Kategorie vier auf drei herab, betonte jedoch die Gefahr. Es ist davon auszugehen, dass das Meerwasser die Küstenregionen zeitweilig überschwemmen wird. Befürchtet wird, dass der Hurrikan entweder dicht an der Küste vorbeizieht oder auf das Festland trifft.

In Haiti sind bei dem Hurrikan deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen, als es zunächst bekanntgegeben wurde. Mindestens 1,5 Millionen Menschen sind auf Haiti von dem Hurrikan unmittelbar betroffen. Am Freitagabend teilten die Behörden auf Haiti mit, dass mehr als 840 Menschen ums Leben kamen. Der Papst rief die Menschen zur Solidarität auf. Deutschland stellte unter anderem 600.000 Euro Soforthilfe für Haiti bereit. „Matthew“ erreichte über Haiti Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Stundenkilometern. Es handelte sich um den stärksten Wirbelsturm seit fast einem Jahrhundert.

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Schiffsunglück in China: Mehr als 400 Menschen werden vermisst

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Mehr als 40 Stunden liegt das Schiffsunglück im chinesischen Jangtse-Strom nun zurück. Am Montagabend war dort das Kreuzfahrtschiff „Dongfangzhixing“ während eines Wirbelsturms gekentert und gesunken. Das Kreuzfahrtschiff befand sich auf dem Weg zwischen den alten chinesischen Hauptstädten Nanking und Chongqing, in der sogenannten Drei-Schluchten-Region. Mehr als 420 Menschen befanden sich an Bord des Schiffes. Die meisten Passagiere wurden offensichtlich mit in den Tod gegriffen. Bisher konnten 14 Personen gerettet werden. Der staatliche Fernsehsender CCTV teilte am Mittwochabend mit, dass 18 Leichen bis Mittwochabend geborgen wurden. Die Rettungskräfte sind weiterhin im Einsatz. Die Chancen noch Überlebende zu finden, sinken aber mit jeder Stunde die vergeht. Die Angehörigen haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Eingeschlossene in Luftblasen überlebt haben könnten und hoffen auf ein Wunder. An Bord sollen sich überwiegend ältere Menschen befunden haben. Obwohl ein Teil des Schiffes aus dem Wasser ragt gestalten sich die Rettungsarbeiten sehr kompliziert. Die Rettungskräfte versuchen Löcher in die aus dem Wasser ragenden Schiffsteile zu schweißen. Ein Bergungsschiff mit einem Kran ist auf dem Weg zur Unglücksstelle, um dort die Rettungsarbeiten zu erleichtern. Die Versuche, der mehr als 200 Taucher, im Wasser in das Innere des Schiffs zu gelangen und dort nach und nach alle 150 Kabinen zu durchsuchen, erwiesen sich aufgrund der trüben Sicht und dem Schlamm im Jangtse-Strom als sehr kompliziert. Die Taucher können sich nur tastend im Schiffsinneren fortbewegen. Am Mittwoch wurden auch weiter flussabwärts Suchmaßnahmen gestartet.

Das Verhalten des Kapitäns lässt viele Fragen offen. Er und ein Schiffsingenieur befinden sich in Polizeigewahrsam. Das Kreuzfahrtschiff machte zehn Minuten vor dem Unglück plötzlich eine Kehrtwende, um dann die Fahrt fortzusetzen. Ein ebenfalls in dem Gebiet fahrendes Kreuzfahrtschiff unterbrach im Gegensatz zur „Dongfangzhixing“ seine Fahrt. Es bleibt deswegen unklar, warum der Kapitän weitergefahren ist und nicht wartete, bis sich der Wirbelsturm wieder verzogen hatte.

Sollte sich bestätigen, dass mehr als 400 Menschen ums Leben kamen, handelt es sich um das schlimmste Schiffsunglück Chinas seit 1948. Damals lief das Dampfschiff „Kiangya“ auf eine Seemiene aus dem zweiten Weltkrieg. Zu der Zeit tobte in China ein Bürgerkrieg. Damals sollen 3920 Menschen ums Leben gekommen sein.

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Bützow : Tornado zerstört Teile der Stadt –– Großeinsatz

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Ein Wirbelsturm hat in Mecklenburg Vorpommern gewütet. Am Schlimmsten hat es die Kleinstadt Buetzow getroffen. In der Kleinstadt wurde das Dach des Krankenhauses, eines Pflegeheims und zahlreichen Häusern abgerissen. Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot in der Kleinstadt unterwegs. Die Polizei sprach von einem Massenanfall an Verletzten. Wie viele Menschen durch den Tornado verletzt worden sind ist noch unklar. Die Straßen sind mit Dachziegeln regelrecht übersät. Einige Autos sind bis zu 70 Meter weit durch die Luft geflogen. Die Dächer des Krankenhauses, eines Pflegeheims und der Kirche wurden abgedeckt. Das Krankenhaus und ein Pflegeheim müssen evakuiert werden, bestätigte die Feuerwehr. Das Rathaus ist für Hilfesuchende geöffnet. In der Turnhalle am Rühner Landweg wurde Notunterkunft eingerichtet. Eine Einwohnerin der Stadt sagte, dass der Tornado in Buetzow eine Schneise der Verwüstung hinterließ. Die Innenstadt wurde von den Rettungskräften abgeriegelt. Zahlreiche Bäume sind umgestürzt und müssen beseitigt werden. Im Ortskern fehlt an jedem Haus irgendetwas, sagte sie. Die Stabsstelle des Landkreises Rostock musste den Notstand ausrufen. Alle Feuerwehren im Umkreis von Rostock waren im Großeinsatz. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten werden vermutlich noch Tage andauern.

An der Grundschule im Freizeithaus am Schlossplatz sowie in der Allgemeinen Förderschule fällt am Mittwoch der Unterricht aus.

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