Anschlag in Wien geplant: Mutmaßlicher Attentäter wurde festgenommen

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Am späten Freitagnachmittag wurde ein 18-Jähriger in der Rotenhofgasse in Favoriten von der Spezialeinheit „Cobra“ festgenommen. Er soll einen Sprengstoffanschlag in Wien geplant haben und wurde rund um die Uhr von Polizisten beschattet. Ausländische Geheimdienste hatten Österreich vor dem 18-Jährigen gewarnt. Die Gefahr eines Bombenanschlags in Wien war gegeben, teilte der Innenminister von Österreich mit. Aus diesem Grund wurde der 18-Jährige verhaftet. Er wird zur Stunde noch befragt. Der junge Mann hat einen Migrationshintergrund und möglicherweise Kontakte zu den Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS).

Neun Festnahmen: Junge Frau wurde in Wien von Männergruppe vergewaltigt

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Eine Deutsche wurde an Silvester in Wien Opfer einer Massenvergewaltigung. Acht Monate nach der Anzeige haben österreichische Fahnder neun Iraker verhaftet. Die österreichische Polizei teilte mit, dass die neun festgenommenen Männer im Alter zwischen 21 und 47 Jahren unter dringendem Verdacht stehen eine 28-jährige Frau aus Niedersachsen in der Silvesternacht in Wien vergewaltigt zu haben. Die junge Frau feierte den Jahreswechsel in der Innenstadt von Wien und war am Neujahrsmorgen in einer fremden Wohnung nackt aufgewacht. Die Frau teilte mit, dass sie sich aufgrund des erheblichen Alkoholkonsums an keine Details der Nacht erinnern konnte. Die Polizei wirft den neun Männern vor, die Lage der 28-Jährigen bewusst ausgenutzt zu haben, um sie zu vergewaltigen. Die Tat soll sich in der Wohnung von zwei der Beschuldigten ereignet haben. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich Polizeiangaben zufolge um anerkannte Flüchtlinge aus dem Irak. Die österreichischen Behörden hatten den Fall bisher geheim gehalten. Die Täter wurden durch die Auswertung von DNA-Spuren, Videoüberwachungskameras und Zeugenaussagen überführt.

Österreich will mit Balkan-Ländern den Flüchtlingsstrom reduzieren

Symbolfoto: © nafas  | pixelio.de

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Am Mittwoch hatte sich die österreichische Regierung mit den zehn Innen- und Außenministern der West-Balkanstaaten in Wien getroffen, um über die Flüchtlingskrise zu beraten. Dabei wurde deutlich, dass Österreich und die Balkanstaaten gemeinsame Maßnahmen beschließen wollen, um den Flüchtlingsstrom in Richtung Mitteleuropa stark einzuschränken. Die Teilnehmer verständigten sich darauf, dass nur noch ausgewählte Schutzsuchende aufgenommen werden, um eine mögliche Überforderung der Staaten zu vermeiden, hieß es. Menschen, die gefälschte Ausweisdokumente vorweisen, werden an der Grenze abgewiesen, teilte Österreich mit. Deutschland, Griechenland und die europäischen Institutionen haben an dem Treffen nicht teilgenommen. Vergangene Woche hatten sich alle 28 EU-Mitgliedsstaaten zu einem gemeinsamen Vorgehen in der Flüchtlingskrise, einem effizienteren Schutz der Außengrenze und zu einem Abkommen mit der Türkei geeinigt. Ein Treffen der EU und der Türkei wird am 7. März stattfinden. Die ungarische Regierung will seine Bevölkerung in einem Referendum über die, von der EU beschlossene Verteilung von Schutzsuchenden nach Quoten abstimmen lassen.

Die EU-Kommission sah das Treffen am Mittwoch kritisch. „Wir sind sehr besorgt, dass einige Mitgliedsstaaten außerhalb des vereinbarten Rahmens handeln“, teilte die Kommission mit. Die Regierung in Griechenland sprach von einer „feindseligen“ Konferenz. Am Donnerstag beraten in der belgischen Hauptstadt Brüssel die europäischen Innenminister weiter über die Flüchtlingskrise.

Unterdessen verschärfte sich in Griechenland am Mittwoch die Situation, als zahlreiche Schutzsuchende die Autobahn blockierten, um ihre Weiterreise nach Mazedonien zu erzwingen. Mazedonien lässt zur Zeit nur noch Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien das Land passieren.