Facebook muss 110 Millionen Euro Strafe bezahlen

Symbolfoto: © Alexander Klaus | pixelio.de

Die EU-Kommission hat Facebook zu einer Strafzahlung von 110 Millionen Euro verurteilt, weil der Konzern bei der Übernahme von WhatsApp falsche Angaben zum Umgang mit Nutzerdaten gemacht hat. Es geht dabei um die Bündelung von Nutzerdaten zwischen dem Sozialen Netzwerk und dem Messenger-Dienst. Damals teilte Facebook, mit, dass kein Datenabgleich zwischen den beiden Benutzerkonten erfolgen kann. Im August 2016 wurde klar, dass Facebook und WhatsApp miteinander verbunden wurden und ein automatischer Datenabgleich zwischen den beiden Konten erfolgt. Facebook zeigte sich mit der Strafzahlung bereits einverstanden und teilte mit, dass die Sache damit vom Tisch sei.

Share

Telekommunikation: WhatsApp gab Telefonnummern an Facebook weiter

Symbolfoto: © Alexander Klaus  | pixelio.de

Symbolfoto: © Alexander Klaus | pixelio.de

Vor knapp zwei Jahren, im Herbst 2014, wurde WhatsApp durch Facebook für 22 Milliarden Dollar übernommen. WhatsApp verfügt zur Zeit über mehr als eine Milliarde Nutzer. Die beiden Dienste sollen nun enger miteinander verzahnt werden. In Zukunft soll beispielsweise die Telefonnummer des jeweiligen WhatsApp-Nutzers und zusätzlich Informationen, darüber wie häufig der Dienst verwendet wird, an Facebook weitergegeben werden. WhatsApp-Nutzer haben ab sofort die Möglichkeit der Verwendung ihrer Daten für die Werbungs-Personalisierung von Facebook und der Freunde-Vorschläge zu widersprechen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Bei allen WhatsApp-Nutzern wird auf jeden Fall die Telefonnummer an Facebook weitergegeben, sofern man die App weiterhin benutzt.

WhatsApp betonte in diesem Zusammenhang, dass Facebook auf keinen Fall Zugriff auf Nachrichten erhalten kann. Nach Angaben des Konzerns soll durch die Weitergabe der Telefonnummer von WhatsApp-Nutzern nur relevantere Werbung bei Facebook angezeigt werden.

Share

Berlin: Geburtstagsparty gerät nach WhatsApp-Einladung komplett außer Kontrolle: 60 Polizisten im Einsatz

Symbolfoto: © Peter Bohot | pixelio.de

Symbolfoto: © Peter Bohot | pixelio.de

Am Freitagabend ist die Geburtstagsfeier eines 18-jährigen Berliners im Stadtteil Frohnau eskaliert. Er hatte zuvor über den Messenger WhatsApp zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen. Der junge Mann rief schließlich die Polizei. Zu der Zeit befanden sich mehr als 120 Gäste im Elternhaus des 18-Jährigen in der Wahnfriedstraße. Die Beamten geleiteten schließlich gegen 22.30 Uhr die Partybesucher aus dem Haus und erklärten die Feier für beendet. Auf der Kreuzung an der Ortwinstraße – ganz in der Nähe des Hauses – befanden sich zu diesem Zeitpunkt weitere 130 Menschen. Es handelte sich bei ihnen um Bekannte und weniger Bekannte des 18-Jährigen. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und war mit 60 Beamten im Einsatz. Zusätzlich wurde ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Dieser sicherte die Abreise der Partygäste aus der Luft ab. Auf dem Weg zu den umliegenden S-Bahn-Stationen bildeten sich immer wieder größere Gruppen. Einige Partygäste leisteten Widerstand, sodass die Polizisten Platzverweise gegen die Partygäste aussprachen. Es kam zu mehreren Sachbeschädigungen und Landfriedensbrüchen.

Am Samstag stand das Haus, in dem gestern noch gefeiert wurde offenbar leer. Der Vater des 18-Jährigen soll die Immobilie, in der die Feier ausgerichtet wurde, erst vor Kurzem erworben haben. Einige Glasscheiben sind während der Feier zu Bruch gegangen. Ein Teil der Jugendlichen, die in dem Haus randaliert haben, gehören zu einer polizeibekannten Gruppe aus Berlin.

Nach wie vor haben einige Jugendliche nicht verstanden, dass die sozialen Plattformen im Internet, aufgrund ihrer großen Reichweite, nicht die beste Möglichkeit sind Gäste zu einer privaten Feier einzuladen.

Share

Hannover: Bundespolizist soll Flüchtlinge misshandelt haben

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Ein Beamter der Bundespolizei Hannover soll in einer Wache Flüchtlinge misshandelt haben. Die Bundespolizei betätigte, dass ein Angestellter Flüchtlinge gequält haben soll. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen einen Beamten der Bundespolizei wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Im vergangenen Jahr kam es in Hannover mehrfach zu Übergriffen auf Menschen in den Zellen der Bundespolizei. Ein Polizist prahlte mit Kurzmitteilungen über WhatsApp mit seinen Taten. Er sendete ein Foto an einen Kollegen auf dem ein gefesselter Flüchtling in unnatürlicher Haltung und mit schmerzverzerrtem Gesicht zu sehen war, berichtete der NDR. Neben dem Mann sind die Stiefel von zwei Polizisten zu erkennen. Die Staatsanwaltschaft geht auch den Fragen nach, wie viele Bundespolizisten in Hannover über die Vorfälle Bescheid wussten, sich möglicherweise beteiligten oder ob der Beschuldigte alleine handelte. Es soll außerdem noch mindestens zwei andere Fälle geben. Ein 19-jähriger Flüchtling aus Afghanistan fiel wegen geringfügiger Verstöße der Polizei auf und wurde mit auf die Wache genommen. Dort wurde er misshandelt.

Die Taten ereigneten sich in den Gewahrsamszellen der Bundespolizeiinspektion in Hannover. Diesen Schluss lässt zumindest eine Nachricht zu, die laut NDR über WhatsApp an Polizeikollegen verschickt wurde. „Hab den weggeschlagen. Nen Afghanen. Mit Einreiseverbot“, heißt es dort. „Hab dem meine Finger in die Nase gesteckt. Und gewürgt. War witzig. Und an den Fußfesseln durch die Wache geschliffen. Das war so schön. Gequikt wie ein Schwein. Das war ein Geschenk von Allah.“ Außerdem hat ein Flüchtling aus Marokko am 25. September 2014 verdorbenes Schweinemett vom Boden essen müssen. Der Beamte brüstete sich im Internet immer wieder mit den Taten. Ein Polizeibeamter in Hannover sagte aus, dass es häufiger lautes Geschrei in den Gewahrsamszellen gab.

Bei dem Verdächtigem wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass Ermittlungen gegen den Polizisten eingeleitet wurden. Der Tatvorwurf lautet Verdacht der Körperverletzung im Amt. In der Dienststelle und in seinem Privathaus suchten die Ermittler nach Hinweisen auf Taten. Eine illegale Waffe wurde sichergestellt. Aufgrund der schwere der Vorwürfe ist Eile geboten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, handelt es sich um einen bundesweit einzigartigen Fall. Die Bundespolizeidirektion in Hannover wollte sich auch auf Nachfrage nicht zu konkreten Vorwürfen äußern. Der dringend tatverdächtige Bundespolizist ist derzeit nicht im Dienst. Ein mögliches Disziplinarverfahren ruht, im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Share