Manipulationsverdacht in der 3. Liga: Ermittlungen gegen Spieler des VfL Osnabrück

Symbolfoto: © Hasan Anac | pixelio.de

In der 3. Fußballbundesliga droht ein Manipulationsskandal. Drei Spieler des VfL Osnabrück sollen versucht haben von der zweiten Mannschaft von Werder Bremen Gegenleistungen zur erhalten, wenn Osnabrück gegen Paderborn siegt. Die zweite Mannschaft von Werder Bremen war ebenfalls abstiegsbedroht. Der Kontrollausschuss des Deutschen-Fußball-Bundes (DFB) hat Ermittlungen gegen die Spieler, wegen versuchter Einflussnahme auf den Abstiegskampf, eingeleitet. Außerdem stellte der DFB eine Strafanzeige gegen die drei Spieler. Dabei geht es um das Spiel am Samstag zwischen dem VfL Osnabrück und dem SC Paderborn das mit 0:0 endete. Paderborn ist damit abgestiegen in die Regionalliga, weil Werder Bremen II zeitgleich mit 1:0 gegen Aalen gewann. Die drei Spieler, gegen die ermittelt wird, waren nicht im Kader von Osnabrück. Der Verein hatte sie vorsorglich vom Spielbetrieb suspendiert.

Die Vereinsführung von Osnabrück teilte mit, dass der Verein für einen fairen sportlichen Wettbewerb steht. Osnabrück kam am letzten Spieltag gegen den abstiegsbedrohten SC Paderborn nicht über ein torloses 0:0 hinweg. Für den SC Paderborn ist es bereits der dritte Abstieg hintereinander. Osnabrück landete auf dem 6. Tabellenplatz.

Werder Bremen –– HSV: Polizei schickt der Bundesliga eine Rechnung in Höhe von 425.178 Euro

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Der Streit zwischen der Deutschen Fußball Liga und der Polizei eskaliert immer weiter. Der Polizeipräsident von Bremen hat dem Ligaverband nun eine Rechnung geschickt. Es geht um die Summe von 425.178 Euro – für ein einziges Bundesligaspiel gegen den HSV. Eine Rechnung in der Höhe erhält der DFL nicht jeden Tag. Damit ist der Streit zwischen dem Bundesland Bremen und der DFL, um die Kostenbeteiligung für Polizeieinsätze in eine neue Runde gegangen. Der Bremer Polizeipräsident hatte bereits am 19. April nach dem Risikospiel zwischen Werder Bremen und dem HSV einen Gebührenentscheid in Höhe von 425.178 Euro angekündigt. Vor der Ausstellung der Rechnung wurde dem Ligaverband die Gelegenheit gegeben, sich innerhalb eines Monats schriftlich zu äußern. Beim Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV waren 969 Polizisten im Einsatz, die zusammen addiert 9.537 Arbeitsstunden leisteten. Der Innensenator von Bremen hatte bereits angekündigt den Bescheid nicht vollstrecken zu wollen. Der SPD-Politiker möchte abwarten, wie das von Ligapräsident Reinhard Raubball angekündigte Gerichtsverfahren endet. Der Bremer Senat hatte einstimmig beschlossen, die Mehrkosten bei Risikospielen von der DFL einzufordern.