Blutverschmiert in der Eschweger Innenstadt: 29-Jähriger führt Polizei zu Opfer und stellt sich

Symbolfoto: © burntimes

Ein 29-jähriger Mann hat im hessischen Eschwege einen Bekannten mit einem Messer niedergestochen. Der Täter meldete sich in der Nacht zu Dienstag gegen 2 Uhr bei der Polizei und teilte mit, dass er sieben Menschen durch Messerstiche getötet hat. Die Polizei rückte daraufhin mit einem Großaufgebot aus und traf den mutmaßlichen Täter blutverschmiert in der Innenstadt von Eschwege an. Dort sagte er zu den Polizisten, dass er einen Bekannten mit Messerstichen verletzt hat. Der 29-Jährige führte die Beamten anschließend zu einem 58-jährigen Mann, der lebensgefährlich verletzt auf einem Sofa lag. Er wurde daraufhin umgehend versorgt und mit schweren Verletzungen an Hals und an der Wirbelsäule in ein Krankenhaus gebracht. Von dort aus wurde er später in das Uniklinikum nach Göttingen verlegt. Der 29-Jährige stand unter Alkohol- und Drogeneinfluss und sagte aus, dass er sich von dem 58-jährigen Mann bedrängt fühlte und deshalb zu einem Küchenmesser griff und auf das Opfer einstach. Der 29-Jährige wurde festgenommen. Er soll psychische Probleme haben.

Eine intensive Suche nach möglichen weiteren Opfern verlief ergebnislos.

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Siebenfacher versuchter Mord: Hebamme wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Eine Hebamme hat mit Hilfe eines Blutverdünners absichtlich Schwangere in Lebensgefahr gebracht. Sieben schwangere Frauen starben. Das Landgericht in München sah es als bewiesen an, dass die Hebamme vor einem Kaiserschnitt einen Blutverdünner verabreicht hat. Ein Gericht verurteilte die 35-Jährige nun wegen siebenfachen Mordes zu 15 Jahren Gefängnis. Zusätzlich verhängte das Gericht ein lebenslanges Berufsverbot gegen die Frau. Die 35-Jährige kündigte nachdem Urteilssprechung an das Urteil anzufechten. Die Täterin hat die Taten aufgrund fehlender Wertschätzung und Anerkennung begangen. Durch die Schaffung von Krisensituationen wollte sie ihren Ärger abreagieren. Die Frau hatte den Schwangeren vor Kaiserschnitten das Mittel Heparin verabreicht. Ohne sofort eingeleitete Notoperationen wären die Schwangeren gestorben. Das wertete das Gericht als versuchten Mord. Eine Betroffene benötigte 44 Bluttransfusionen und kann seit dem Vorfall keine Kinder mehr bekommen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert.

Die verurteilte Hebamme arbeitet zwischen 2007 und 2012 in Bad Soden und wurde nach einem Zwischenfall im Jahr 2012 mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt. Ein Arzt hatte zuvor die unangebrachten Tabletten entdeckt und die Leitung des Krankenhauses darüber informiert. Das Krankenhaus einigte sich mit der Hebamme auf einen Vergleich und zahlte ihr eine Abfindung. Nachdem die Klinik erfuhr, dass die Hebamme eine neue Arbeitsstelle in München hat, warnte die Bad Sodener Klinik die Kollegen dort.

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