Berliner Pannen-Flughafen BER: Eröffnung 2017 nicht machbar

Symbolfoto: © Willfahrt | pixelio.de

Der Berliner Pannen-Flughafen BER muss den geplanten Eröffnungstermin Ende 2017 erneut verschieben. Das teilte die „Bild“-Zeitung am Dienstagabend mit. Die geplante Eröffnung sei nicht zu realisieren, hieß es. Es gibt nach wie vor Schwierigkeiten mit der Elektrotechnik des Flughafens. Offiziell soll die erneute Verschiebung erst in der zweiten Januar-Hälfte mitgeteilt werden. In einer nächsten Aufsichtsratssitzung wird voraussichtlich festgelegt, dass die Eröffnung im April oder Mai 2018 stattfindet. Der Spatenstich bei dem milliardenteuren Flughafen war im Oktober 2006. Damals war geplant, dass der Flughafen im Oktober 2011 eröffnet wird.

Die Bauarbeiten mussten zeitweilig wegen Einsturzgefahr unterbrochen werden. Aus diesem Grund wurde im September 2015 ein vorübergehender Baustopp verhängt.

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Neue Schwierigkeiten am Hauptstadtflughafen BER

Symbolfoto: ©Thomas Schlueter | pixelio.de

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Am Hauptstadtflughafen BER gibt es eine neue Schwierigkeit: Imtech, eine der wichtigsten Firmen für die Flughafen-Baustelle hat am Freitag Insolvenz angemeldet. Am Donnerstag teilte der Geschäftsführer des neuen Flughafens, Karsten Mühlenfeld noch mit, dass der Plan im zweiten Halbjahr 2017 zu eröffnen eingehalten werden könne. Spätestens seit dem Bekanntwerden, dass die Firma Imtech Insolvenz angemeldet hat sind diese Pläne hinfällig. Imtech ist eine wichtige Schlüsselfirma für die Fertigstellung des neuen Hauptstadtflughafens. Geschäftsführer Mühlenfeld sagte am Freitag, dass Imtech eine der wichtigsten Baufirmen für die BER-Baustelle ist. Firma Imtech hatte beim Flughafen große Teile der Elektro-, Sanitär- und Lüftungsarbeiten in Auftrag. Die Insolvenzanmeldung bedeutet, dass sich die gelante Eröffnung im zweiten Halbjahr 2017 weiter nach Hinten verschieben könnte. Am Freitag waren bereits zahlreiche Mitarbeiter von Imtech nicht mehr auf der Baustelle erschienen.

Geplant war, dass die Bauarbeiten bis März 2016 abgeschlossen sind. Im Anschluss sollte genügend Zeit für die Abnahme der Anlagen und für die komplexe Inbetriebnahme sein. Die Abnahmen sind zum Teil mit sehr komplizierten Prüfarbeiten verbunden. Mühlenfeld sagte, dass er eine „Taskforce“ eingerichtet hat, die mit Hochdruck einen Plan erarbeiten soll, wie das Flughafenunternehmen mit der Imtech-Insolvenz umgehen soll. Mitte August werden bereits erste Ergebnisse erwartet, so Mühlenfeld.

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