Kiel: Mann zündete Grill in Wohnung an

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de

Die Feuerwehr im schleswig-holsteinischen Kiel wurde am Samstagmittag gegen 13.50 Uhr zu einem Mehrfamilienhaus in die Deliusstraße gerufen. Dort war ein Mann dabei im Wohnzimmer zu grillen. Dabei entstand Kohlenmonoxid in der Wohnung. Kohlenmonoxid entsteht durch die unvollständige Verbrennung von von kohlenstoffhaltigem Material, wie Grillkohle, wenn nicht genügend Sauerstoff vorhanden ist. Der Kieler hatte Glück, er kam mit einer Vergiftung ins Krankenhaus. Auch die Katze des Mannes konnte die Feuerwehr retten. Nach dem Ablöschen des Grills lüftete die Feuerwehr die Wohnung.

Russischer Präsident Putin soll in Ermordung von Ex-Spion Litwinenko verwickelt sein

Symbolfoto: © Marvin Siefke  | pixelio.de

Symbolfoto: © Marvin Siefke | pixelio.de

Am Donnerstag wurde bekannt, dass der russische Präsident Putin den Giftmord an dem ehemaligen Spion und Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko gebilligt haben soll. Das ist das Ergebnis eines Untersuchungsberichts, der am Donnerstag der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Litwinenko lebte als Russe im Londoner Exil. Er wurde am 11. November 2006 mit radioaktivem Polonium-210 vergiftet. Zwölf Tage später, am 23. November, verstarb er im Alter von 43 Jahren. Das radioaktive Isotop wurde Litwinenko während eines Treffens, mit den ehemaligen russischen Geheimdienstmitarbeitern Andrej Lugowoi und Dmitrij Kostun, in der Bar des Londoner Millennium-Hotels in den Tee gemischt. Kurz vor seinem Tod verkündete Litwinenko, dass er Russlands Präsidenten Wladimir Putin für seinen Mörder hält. Litwinenko hatte im Londoner Exil Enthüllungsbücher über den Kreml-Chef verfasst.

Den Mord hatte sehr wahrscheinlich der russische Geheimdienst FSB in Auftrag gegeben und Putin hatte diesem wahrscheinlich zugestimmt, hieß es in dem aus London vorliegenden Abschlussbericht einer gerichtlichen Untersuchung. Der britische Premierminister Cameron sprach von einer abscheulichen Tat und drohte mit einem härteren Vorgehen gegen Moskau. Die britische Regierung verurteilte die Tat. Es sei ein „inakzeptabler Bruch internationalen Rechts“, hieß es in einer Mitteilung. Der russische Botschafter wurde einbestellt. Russlands Präsidentensprecher teilte mit, dass russische Geheimdienste nicht an der Ermordung von Litwinenko beteiligt waren. Die russische Regierung bezeichnete das Ergebnis des Gerichtsverfahrens als „widersprüchlich und verbrecherisch“.

Handeloh: Massenvergiftung mit Drogen – Heilpraktiker lösen Großeinsatz aus

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In Handeloh inmitten der Lüneburger Heide hatten etwa 30 Heilpraktiker am Freitagnachmittag im Tagungszentrum „Tanzheimat Inzmühlen“ einen echten Hexentanz aufgeführt. Zunächst im 100 Quadratkilometer großen Seminarrraum des Tagungszentrums. Später weiteten sich die Tänze auf das gesamte Gelände aus. Es war offensichtlich, dass hier verbotene Substanzen im Spiel waren. Das Treffen der Heilpraktiker war gewaltig aus dem Ruder gelaufen. Die Heilpraktiker gaben inzwischen zu, dass sie mit dem in Deutschland seit 2014 verbotenen Psychedelikum 2C-E experimentiert hatten. Durch die Einnahme startete in der 2355-Seelen-Gemeinde Handeloh ein Großeinsatz für die Rettungskräfte. Zunächst rückten 150 Rettungskräfte aus mehreren Landkreisen zu dem Tagungszentrum im Landkreis Harburg an. Auch ein Rettungshubschrauber eilte zu dem Tagungszentrum, um den Menschen im Drogenrausch zu helfen. Unklar ist noch, ob die Droge bewusst genommen wurde oder ob einer der Heilpraktiker sich einen „Scherz“ erlaubte. Die Droge 2C-E ist in Deutschland seit Ende 2014 verboten. Diese Substanz verändert die Wahrnehmung von Farben und Geräuschen und ist zudem ein sehr starkes Halluzinogen – lässt also Dinge sehen, die gar nicht da sind. Die Teilnehmer waren am Samstag noch immer nicht vernehmbar. Die Rettungskräfte teilten mit, dass einige Heilpraktiker dringend auf medizinische Hilfe angewiesen waren. Sie litten teilweise unter schweren Wahnvorstellungen, Krämpfen, Schmerzen, Atemnot und Herzrasen. Der ersteintreffende Notarzt hat sofort die Alarmstufe auf 3 erhöht, was einem Massenanfall von Verletzten entspricht. Die rund 30 Verletzten wurden auf verschiedene Krankenhäuser verteilt. Am Samstagabend war der Gesundheitszustand bei allen betroffenen stabil, teilte der Pressesprecher des Landkreises Harburg mit. Die Gruppe von Heilpraktikanten war nicht zum ersten Mal in Handeloh.

Die Polizei ermittelt, weil sich die 25 bis 55 Jahre alten Heilpraktiker mit der Einnahme selbst verletzt und einen Großeinsatz ausgelöst haben. Außerdem ist die verwendete Substanz in Deutschland seit 2014 verboten, weil über mögliche langfristige Schäden und Abhängigkeit keinerlei Informationen vorhanden sind.