Wismar: Täter im Chat kennengelernt – 13-Jährige wurde Zuhause vergewaltigt

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In der Nähe von Wismar wurde ein 13-jähriges Mädchen von zwei Männern in ihrem Elternhaus vergewaltigt. Die Täter konnten inzwischen ermittelt und verhaftet werden. Es wurden Haftbefehle gegen die 19 und 31 Jahre alten Männer aus Lübeck ausgesprochen. Beide werden dringend verdächtigt die 13-jährige Schülerin am Freitagabend gegen 19 Uhr schwer sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben. Die beiden Verdächtigen sind am Sonntag verhört worden. Einer der Männer gab an, dass der Sex einvernehmlich gewesen sei. Der ältere 31-jährige Verdächtige bestritt die Tatvorwürfe. Täter und Opfer hatten sich über einen Messenger-Dienst im Internet kennengelernt.

Die beiden Männer suchten am Freitagabend das Elternhaus der 13-Jährigen auf. Diese war zu diesem Zeitpunkt alleine Zuhause gewesen. Erst als die Mutter des Kindes nach Hause zurückkehrte, verließen die Männer das Haus fluchtartig. Nach einer kurzen Fahndung wurden die beiden Männer schließlich von der Polizei in der Nacht zu Sonntag verhaftet. Den Männern drohen mehrjährige Haftstrafen.

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Dortmund: Mann sprengt Fahrscheinautomat – 31-Jähriger stirbt

Symbolfoto: © burntimes

Im Dortmunder Hauptbahnhof hat ein 31-Jähriger am Dienstagmorgen gemeinsam mit einem 26-Jährigen gegen 4.20 Uhr einen Fahrscheinautomaten gesprengt. Der 31-jährige Dortmunder kam dabei ums Leben. Die Polizei nahm einen 26-jährigen Mittäter inzwischen fest. Der Mann hatte ausgesagt, dass er den Mann, der ums Leben kam, kannte und zuvor zufällig am Bahnhof getroffen hatte und kurz darauf einen lauten Knall hörte und sich dorthin begab. Die beiden Männer sind polizeibekannt. Sie standen bereits unter Diebstahlverdacht. Als die Beamten vor Ort eintrafen fanden sie einen völlig zerstörten Fahrschein-automaten vor. Ein Schwerverletzter lag davor und starb trotz Reanimationsmaßnahmen. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 26-Jährige durch die Detonation ums Leben kam. Eine Obduktion wurde angeordnet.

Der Nah- und Fernverkehr war durch den Vorfall zwischen Dortmund und Hamm bis 8.20 Uhr in beide Richtungen gesperrt.

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Ahaus im Münsterland: 22-Jährige wurde erstochen aufgefunden

Symbolfoto: © burntimes

Im nordrhein-westfälischen Ahaus wurde in der Nacht zu Samstag eine 22-Jährige am Hessenweg erstochen aufgefunden. Ein Unbekannter hatte die junge Frau ermordet. Zeugen hörten Hilferufe und sahen eine Person, die sich über die, auf dem Boden liegende und stark blutende Frau beugte, teilte die Polizei mit. Anschließend flüchtete der Unbekannte unerkannt vom Tatort. Der Zeuge hat daraufhin sofort die Polizei und den Rettungsdienst alarmiert. Die 22-Jährige starb wenig später im Krankenhaus. Eine Mordkommission hat Ermittlungen eingeleitet. Die Leiche der Frau wird obduziert, um die genaue Todesursache zu ermitteln.

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Bargteheide: Mann erschießt junge Frau und flüchtet –– SEK im Einsatz

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Im schleswig-holsteinischen Bargteheide kam es ab Montagmorgen zu einem Großeinsatz von Polizei und Spezialeinheiten. Ein Mann erschoss seine 28-jährige Partnerin und flüchtete anschließend vom Tatort. Der Täter rief um 10.48 Uhr bei der Oldesloer Rettungsleitstelle an und sagte, dass er seine Frau erschossen hat. Zeitgleich gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein, in denen von Schüssen die Rede war. Im Rahmen eines Notzugriffs fanden die Beamten die Leiche einer jungen Frau vor. Beamte sperrten den Bereich um die Alte Landstraße und die Jersbeker Landstraße großräumig ab.
© Polizei Bargteheide

© Polizei Bargteheide


Die Tat ereignete sich in einem roten Klinkerbau, in dem auch eine Fahrschule und ein China-Restaurant untergebracht sind. Gefahndet wird nach dem 35-jährigen Sven Sonnenberg. Er ist etwa 1,80 m groß, muskulös, braungebrannt und hat eine Glatze. Wer Hinweise zum Aufenthaltsort des Beschuldigten geben kann, wird gebeten, sich dringend über den Polizeinotruf 110 zu melden oder bei jeder anderen Polizeidienststelle. Der Mann wird als gefährlich eingestuft. Daher sollte niemand an ihn herantreten, sondern umgehend die Polizei benachrichtigen.

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Syrien-Krieg: Über 120 Tote am Wochenende –– Gewalt bremst neue Pläne für Feuerpause aus

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Am Wochenende hat sich in Syrien eine neue brutale Serie von Bombenanschlägen und Selbstmordattentaten ereignet. Innerhalb weniger Stunden explodierten in den Städten Homs und Damaskus mehrere Bomben. Insgesamt kamen dabei mehr als 120 Menschen ums Leben kamen und weitere 180 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Diese Terrorserie hat die neuen Pläne für eine mögliche Waffenruhe in Syrien überschattet. Die Terroristengruppe Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu den Anschlägen. Der amerikanische Außenminister Kerry hatte vor der Anschlagsserie mit seinem russischen Kollegen Lawrow eine vorläufige Einigung auf eine Feuerpause erzielt. Diese könnte in den nächsten Tagen beginnen. Nun haben jedoch am Sonntag sechs schwere Explosionen zwei Stadtteile der Alawiten-Minderheit und der Schiiten getroffen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte die Anschläge. Am südlichen Stadtrand der Hauptstadt rissen am Sonntagnachmittag vier Bomben insgesamt 62 Menschen in den Tod. In dem Schiitenbezirk Sajeda detonierte eine Autobombe und zwei Selbstmordattentäter sprengten sich in die Luft. Die Details zu der vierten Explosion sind zur Stunde noch unklar. Eine der Bomben explodierte in einem Fahrzeug, das auf einem Autotransporter geparkt war. Der US-Außenminister ist dennoch zuversichtlich und möchte, dass Präsident Obama sich mit Kremlchef Putin über eine Feuerpause unterhält. Die syrische Opposition und die Regierung nannten am Sonntag jedoch zahlreiche Bedingungen für eine Feuerpause.

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Russischer Präsident Putin soll in Ermordung von Ex-Spion Litwinenko verwickelt sein

Symbolfoto: © Marvin Siefke  | pixelio.de

Symbolfoto: © Marvin Siefke | pixelio.de

Am Donnerstag wurde bekannt, dass der russische Präsident Putin den Giftmord an dem ehemaligen Spion und Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko gebilligt haben soll. Das ist das Ergebnis eines Untersuchungsberichts, der am Donnerstag der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Litwinenko lebte als Russe im Londoner Exil. Er wurde am 11. November 2006 mit radioaktivem Polonium-210 vergiftet. Zwölf Tage später, am 23. November, verstarb er im Alter von 43 Jahren. Das radioaktive Isotop wurde Litwinenko während eines Treffens, mit den ehemaligen russischen Geheimdienstmitarbeitern Andrej Lugowoi und Dmitrij Kostun, in der Bar des Londoner Millennium-Hotels in den Tee gemischt. Kurz vor seinem Tod verkündete Litwinenko, dass er Russlands Präsidenten Wladimir Putin für seinen Mörder hält. Litwinenko hatte im Londoner Exil Enthüllungsbücher über den Kreml-Chef verfasst.

Den Mord hatte sehr wahrscheinlich der russische Geheimdienst FSB in Auftrag gegeben und Putin hatte diesem wahrscheinlich zugestimmt, hieß es in dem aus London vorliegenden Abschlussbericht einer gerichtlichen Untersuchung. Der britische Premierminister Cameron sprach von einer abscheulichen Tat und drohte mit einem härteren Vorgehen gegen Moskau. Die britische Regierung verurteilte die Tat. Es sei ein „inakzeptabler Bruch internationalen Rechts“, hieß es in einer Mitteilung. Der russische Botschafter wurde einbestellt. Russlands Präsidentensprecher teilte mit, dass russische Geheimdienste nicht an der Ermordung von Litwinenko beteiligt waren. Die russische Regierung bezeichnete das Ergebnis des Gerichtsverfahrens als „widersprüchlich und verbrecherisch“.

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Hannover: Bundespolizist soll Flüchtlinge misshandelt haben

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Ein Beamter der Bundespolizei Hannover soll in einer Wache Flüchtlinge misshandelt haben. Die Bundespolizei betätigte, dass ein Angestellter Flüchtlinge gequält haben soll. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen einen Beamten der Bundespolizei wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Im vergangenen Jahr kam es in Hannover mehrfach zu Übergriffen auf Menschen in den Zellen der Bundespolizei. Ein Polizist prahlte mit Kurzmitteilungen über WhatsApp mit seinen Taten. Er sendete ein Foto an einen Kollegen auf dem ein gefesselter Flüchtling in unnatürlicher Haltung und mit schmerzverzerrtem Gesicht zu sehen war, berichtete der NDR. Neben dem Mann sind die Stiefel von zwei Polizisten zu erkennen. Die Staatsanwaltschaft geht auch den Fragen nach, wie viele Bundespolizisten in Hannover über die Vorfälle Bescheid wussten, sich möglicherweise beteiligten oder ob der Beschuldigte alleine handelte. Es soll außerdem noch mindestens zwei andere Fälle geben. Ein 19-jähriger Flüchtling aus Afghanistan fiel wegen geringfügiger Verstöße der Polizei auf und wurde mit auf die Wache genommen. Dort wurde er misshandelt.

Die Taten ereigneten sich in den Gewahrsamszellen der Bundespolizeiinspektion in Hannover. Diesen Schluss lässt zumindest eine Nachricht zu, die laut NDR über WhatsApp an Polizeikollegen verschickt wurde. „Hab den weggeschlagen. Nen Afghanen. Mit Einreiseverbot“, heißt es dort. „Hab dem meine Finger in die Nase gesteckt. Und gewürgt. War witzig. Und an den Fußfesseln durch die Wache geschliffen. Das war so schön. Gequikt wie ein Schwein. Das war ein Geschenk von Allah.“ Außerdem hat ein Flüchtling aus Marokko am 25. September 2014 verdorbenes Schweinemett vom Boden essen müssen. Der Beamte brüstete sich im Internet immer wieder mit den Taten. Ein Polizeibeamter in Hannover sagte aus, dass es häufiger lautes Geschrei in den Gewahrsamszellen gab.

Bei dem Verdächtigem wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass Ermittlungen gegen den Polizisten eingeleitet wurden. Der Tatvorwurf lautet Verdacht der Körperverletzung im Amt. In der Dienststelle und in seinem Privathaus suchten die Ermittler nach Hinweisen auf Taten. Eine illegale Waffe wurde sichergestellt. Aufgrund der schwere der Vorwürfe ist Eile geboten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, handelt es sich um einen bundesweit einzigartigen Fall. Die Bundespolizeidirektion in Hannover wollte sich auch auf Nachfrage nicht zu konkreten Vorwürfen äußern. Der dringend tatverdächtige Bundespolizist ist derzeit nicht im Dienst. Ein mögliches Disziplinarverfahren ruht, im Hinblick auf die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

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Griechenland: Sigmar Gabriel bezeichnet Reparationsforderungen als „dumm“

Symbolfoto: © günther gumhold | pixelio.de

Symbolfoto: © günther gumhold | pixelio.de

Deutschlands Vizekanzler Gabriel äußerte sich am Dienstag empört über die erneut von Athen geforderten Reparationsforderungen (Kriegsschulden) in Höhe von 278,7 Milliarden Euro. Er bezeichnete die Forderung als „dumm“. Gabriel findet das Thema Reparationsforderungen im Hinblick auf eine drohende Staatspleite in Griechenland unangebracht. Die griechische Regierung fordert das Geld als Entschädigung für die Verbrechen des Nationalsozialismus. Im Jahr 1944 hatte die Wehrmacht während des Massakers von Distomo 218 Griechen ermordet. Deutschland schloss bereits im Jahr 1960 ein Abkommen mit Griechenland ab und zahlte 115 Millionen Mark an das Land. Forderungen aus Griechenland sind juristisch und politisch längst erledigt, teilte die Bundesregierung mit. Die griechische Regierung drängt jedoch auf die Zahlung der 278,7 Milliarden Euro, um eine drohende Staatspleite abzuwenden und Schulden zu bedienen.

Im Londoner Schuldenabkommen von 1953 wurde beschlossen, dass die Frage nach Entschädigungen im Falle einer Wiedervereinigung endgültig erledigt seien. Der griechische Justizminister hatte sogar damit gedroht deutsche Immobilien in Griechenland zu pfänden, wenn es zu keiner Einigung mit der Bundersregierung kommt. Die Grünen forderten am Dienstag im Bundestag mehr Verständnis für die griechischen Reparationsforderungen. „Ich halte die Position der deutschen Bundesregierung für falsch“, erklärte Linken-Außenpolitiker Stefan Liebich am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk.

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Germanwings-Katastrophe: Co-Pilot ließ Airbus absichtlich abstürzen

Symbolfoto: © B767Muck | wikipedia

Symbolfoto: © B767Muck | wikipedia

Die französische Staatsanwaltschaft in Marseille teilte am Donnerstagmittag in einer Pressekonferenz mit, dass der Co-Pilot bis zuletzt alleine im Cockpit des Germanwings-Flugzeugs war, den Piloten bewusst aussperrte und den Sinkflug absichtlich einleitete. Die französische Staatsanwaltschaft teilte mit, dass der Co-Pilot den Sinkflug über den französischen Alpen durch Drücken eines Knopfes ganz bewusst selbst eingeleitet hat. An der Maschine gab es demnach nach Angaben der Staatsanwaltschaft keinen technischen Defekt. Der Co-Pilot arbeitete seit 2013 bei der Lufthansa-Tochter Germanwings. Ersten Informationen zufolge war er seit einigen Monaten in der Lage, die Maschine zu fliegen. Den Passagieren an Bord ist offenbar erst wenige Sekunden vor dem Einschlag bewusst geworden, in welcher Situation sie sich befinden. Einen Herzinfarkt des Co-Piloten können die Ermittler ausschließen, denn die Audioaufnahmen belegen, dass er bis zuletzt normal atmete. Er reagierte nicht auf die Rufe und das Klopfen des Piloten an der Cockpittür. Der Co-Pilot redete bis zuletzt kein Wort mehr. Die Staatsanwaltschaft stellte klar, dass der Sinkflug nur vorsätzlich und keinesfalls irrtümlich eingeleitet worden sein kann.

Am Anfang des Fluges unterhielten sich die beiden Piloten normal, ruhig und höflich miteinander. Dann habe jedoch das Briefing für die Landung in Düsseldorf begonnen. Hier hat der Co-Pilot nach Aussage der Staatsanwaltschaft nur ganz lakonische Antworten gegeben. Anschließend sei zu hören, wie der Kommandant den Co-Piloten auffordert das Kommando über den Flug zu übernehmen. Anschließend war zu hören wie ein Sitz zurückfährt, die Cockpit-Tür aufgeht und wieder schließt. Wenig später gelangte der Pilot nicht mehr zurück in das Cockpit. Über die Sprechanlage forderte er den Co-Piloten mehrfach auf ihn wieder herein zu lassen. Der Co-Pilot reagierte nicht.

Das Umfeld des 28-jährigen Co-Piloten wird nun untersucht. Bisher ist nur bekannt, dass es sich bei ihm um einen deutschen Staatsbürger aus Montabaur in Rheinland-Pfalz handelt. Der 28-Jährige war zuvor nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. Das Haus des Mannes sollte noch am Donnerstag durchsucht werden. Im Jahr 2008 wurde er erstmals von der Luftaufsicht sicherheitsüberprüft und 2010 zum zweiten Mal. Beide Überprüfungen verliefen ohne jede belastende Erkenntnis. Am Donnerstagabend wurde bekannt, dass der Pilot seine Ausbildung wegen eines Burnout-Syndroms (einer Art Depression) unterbrochen hatte.

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