Griechischer Botschafter wurde in Brasilien ermordet –– Polizist gesteht

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Tagelang wurde der 59-jährige griechische Botschafter Kyriakos Amiridis in Brasilien vermisst. Zuletzt wurde er am 26. Dezember gesehen. Die Polizei fand am Freitag die verkohlte Leiche des Mannes in einem ausgebrannten Auto in Nova Iguaçu, im Norden von Rio de Janeiro. Anschließend wurde die Ehefrau des Botschafters und ein Polizist verhaftet. Der Polizist hat die Tat gestanden. Die 59-jährige Witwe des Botschafters soll sich der Mittäterschaft schuldig gemacht haben. Möglicherweise hat sie für den Mord Geld bezahlt. Die Frau hatte ihren Ehemann vor vier Tagen als vermisst gemeldet, nachdem er nicht in die gemeinsame Ferienwohnung zurückkehrte.

Der Botschafter hatte das Amt erst Anfang 2016 übernommen. Zuvor arbeitete er von 2012 bis 2016 als Diplomat in Libyen. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete von einem „Mord aus Leidenschaft“. In der Ferienwohnung der Witwe wurden auf einem Sofa Blutspuren entdeckt. Bei dem Auto handelt es sich um ein Fahrzeug, dass der griechische Botschafter in Rio de Janeiro gemietet hat. Er hatte dort Urlaub gemacht und wollte am 9. Januar aus dem Urlaub in die Hauptstadt Brasília zurückkehren. Die Obduktion der Leiche gestaltet sich als schwierig, weil der Körper völlig verkohlt ist. Die Botschaft in Brasília teilte mit, dass der 59-Jährige eine zehnjährige Tochter mit seiner Frau hat.

Tragödie in Biebesheim: Vater (33 J.) und Sohn (12 J.) ertrinken im Rhein

Symbolfoto: © burntimes.com

Symbolfoto: © burntimes.com

Ein Familien-Sommerurlaub hat ein tragisches Ende genommen: Ein 33-jähriger Vater und sein zwölfjähriger Sohn sind im südhessischen Biebesheim im Rhein ertrunken. Der Zwölfjährige war beim Spielen im Rhein von der starken Strömung mitgerissen worden. Sein Vater versuchte ihn verzweifelt zu retten und kam ebenfalls im Wasser ums Leben, teilte die Polizei in Darmstadt am Samstag mit. Der Zwölfjährige spielte gemeinsam mit anderen Kindern auf einer Kiesbank an einem Campingplatz im hüfttiefen Wasser. Die Familie aus London hatte gemeinsam mit einer anderen Familie Urlaub auf einem nahegelegenen Rhein-Campingplatz gemacht. Plötzlich verloren sie den Halt und trieben ab. Als der 33-Jährige seinen hilfslosen Sohn sah, zögerte er nicht und sprang in den Rhein. Dem Familienvater gelang es seinen Sohn an der Hand zu halten. Wenig später gingen jedoch beide in der starken Strömung des Rheins unter. Rettungskräfte fanden den 33-Jährigen nach einer großangelegte Suchaktion in der Nacht zu Samstag. Der herbeigeeilte Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Am Samstagnachmittag wurde die Leiche des 12-Jährigen entdeckt. Die anderen Kinder schafften es allein zurück an das Ufer. Einem Jet-Ski-Fahrer gelang es ein 14 Jahre altes Kind aus dem, Rhein zu ziehen und an das sichere Ufer zu bringen. Der Jet-Ski-Fahrer sah die Ertrinkenden schaffte es jedoch nicht sie rechtzeitig zu erreichen.

An der großangelegten Suchaktion waren insgesamt 15 Motorrettungsboote der DLRG, Wasserschutzpolizei und Feuerwehr aus Mainz, Wiesbaden und Ludwigshafen beteiligt. An der Suche beteiligten sich auch zahlreiche private Bootsführer. Auch aus der Luft suchten ein Rettungs- und ein Polizeihubschrauber nach den Vermissten.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG Rheinland-Pfalz warnte nach dem Unglück davor, sich vom derzeitigen Niedrigwasser des Rheins täuschen zu lassen. Der niedrige Wasserstand vermittelt ein trügerisches Gefühl der Sicherheit, die Strömung ist jedoch vor allem nahe der Fahrrinne nach wie vor extrem stark.

Tarifeinigung im öffentlichen Dienst: Lehrer unzufrieden

Symbolfoto: © Michael König  | pixelio.de

Symbolfoto: © Michael König | pixelio.de

Nach vier Verhandlungsrunden und mehreren Warnstreiks wurde ein Tarifergebnis für die rund 800.000 Angestellten der Länder erzielt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) bestätigte, dass in der vierten, zwölfstündigen Verhandlungsrunde ein Durchbruch gelungen sei. Rückwirkend zum 1. März erhalten die Angestellten 2,1 Prozent mehr Gehalt und ab März 2016 noch einmal 2,3 Prozent mehr Lohn – mindestens aber 75 Euro monatlich. Das sind durchschnittlich 4,83 Prozent mehr Gehalt. Die Lehrer-Gewerkschaft akzeptierte das nicht und äußerte Unmut. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, sagte, dass das Ergebnis nicht einfach jedoch akzeptierbar sei, weil die Arbeitnehmer von Reallohnsteigerungen profitieren. Ursprünglich forderte Verdi 5,5 Prozent mehr Gehalt im Monat. Über das ausgehandelte Ergebnis freuen sich besonders die Geringverdiener. Für die untersten Einkommensgruppen gibt es durch die vereinbarte Mindeststeigerung in Höhe von 75 Euro eine Gehaltserhöhung von bis zu 6,9 Prozent. Auch die Auszubildenden im Öffentlichen Dienst dürfen sich in diesem und im nächsten Jahr über monatlich 30 Euro mehr Gehalt und einen zusätzlichen Tag Urlaub freuen. Die Bereitschaft zur Einigung war groß.

Der Tarifabschluss für die nächsten 24 Monate bedeutet für die Länder in diesem Jahr voraussichtlich Mehrausgaben von bis zu 650 Millionen Euro. Bis Ende 2016 wird erwartet, dass sich die Mehrkosten auf bis zu 1,5 Milliarden Euro addieren.

Zum öffentlichen Dienst gehören neben Mitarbeitern in Behörden auch Straßenwärter, Feuerwehrleute, Polizisten, Krankenschwestern, Hausmeister auch die Lehrer. Die Lehrer-Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) lehnte das Verhandlungsergebnis ab, obwohl es eine Lohnerhöhung für die Lehrer gegeben hätte. Die Gewerkschaft der Lehrer begründete die Ablehnung mit der unerfüllten Forderung, genau so viel Geld zu erhalten wie verbeamtete Lehrer. „Die Arbeitgeber wollen die Bezahlungvon rund 200.000 Lehrern weiterhin diktieren“, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Die Gewerkschaft betonte, dass man durch die Ablehnung nicht friedenspflichtig sei. Es drohen also möglicherweise neue Streiks der Lehrkräfte. Verdi-Chef Bsirke akzeptierte die Ablehnung sagte aber, dass die Lehrer alleine streiken müssen. Sie hätten den Kompromiss abgelehnt und müssen nun auch die Konsequenzen tragen. Die GEW will in der kommenden Woche über weitere Schritte beraten.