Schwere Unwetter in Norddeutschland: Mann wird in seinem Auto von einem Baum erschlagen

Symbolfoto: © Stefanie Salzer-Deckert | pixelio.de

Schwere Unwetter sind am Donnerstag über Norddeutschland gezogen. In der Nähe von Uelzen wurde ein 50-jähriger Mann während der Autofahrt von einem umstürzenden Baum erschlagen. Aufgrund der Unwetter wurde auch der Bahnverkehr zwischen Hannover, Hamburg, Bremen und Kiel zeitweise eingestellt. Die Strecken von Hannover und Bremen nach Hamburg bleiben voraussichtlich noch bis Freitagmorgen gesperrt. Die Bahn hat Hotelzüge in den betroffnen Bahnöfen bereitgestellt. Südlich von Hamburg zog sogar ein Tornado durch. Im Kreis Harburg sind zahlreiche Dächer abgedeckt worden. In Fliegenberg ist eine Schafsherde mit 20 bis 30 Tieren unter einem umgestürzten Baum verendet. Außerdem musste der Flugverkehr an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld wegen des Unwetters vorübergehend eingestellt werden.

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Nach schwerem Unwetter: Regionalzug entgleist in Thüringen

Symbolfoto:
© Erich Westendarp | pixelio.de

Ein Regionalzug ist nach einem schweren Unwetter in der Nähe von Stadtroda in Thüringen entgleist. Der Zug prallte in eine Schlamm- und Gerölllawine, die durch das Unwetter auf die Bahngleise gerutscht war. Der Zug konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und entgleiste. Sieben Bahnreisende wurden leicht verletzt. Der Regionalzug war von Glauchau nach Göttingen unterwegs. Der Unfall ereignete sich am Freitagabend um 19.29 Uhr. Der Verkehr auf der betroffenen Bahnstrecke ist unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr konnte zunächst aufgrund des Unwetters und unbefahrbaren Straßen nicht eingerichtet werden. Der Regionalzug soll noch am Freitag geborgen werden.

In Thüringen sorgte das Unwetter für teils chaotische Zustände. In einigen Regionen stand das Wasser einen halben Meter hoch. Unzählige Keller liefen vol. Auch die Bundesstraße 85 konnte nicht mehr befahren werden und wurde gesperrt.

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Schwere Unwetter: 57 Verletzte bei Southside-Festival – Veranstalter sagen Festival ab

Symbolfoto: © Janusz Klosowski | pixelio.de

Symbolfoto: © Janusz Klosowski | pixelio.de

Das Southside-Festival im baden-würtembgerischen Neuhausen ob Eck wurde am Samstagmorgen abgesagt, nachdem es am Freitagabend zu schweren Unwettern mit 57 Verletzten kam. Der Veranstalter teilte mit, dass fünf Personen stationär im Krankenhaus behandelt werden und 52 weitere Besucher leichte Verletzungen erlitten. Zunächst begann das dreitägige Festival vielversprechend mit nur leichtem Regen. Gegen 20 Uhr kam es zu Starkregen mit Hagel. Die Festivalbesucher wurden über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert das Konzertgelände sofort zu verlassen und sich in ihren Autos oder in den bereitstehenden Shuttlebussen in Sicherheit zu bringen und auf weitere Informationen zu warten. 3.000 Besucher, die ohne Auto anreisten, wurden in Notunterkünfte gebracht. Der Veranstalter gab in der Nacht zu Samstag bekannt, dass die Sicherheit der Besucher höchste Priorität hat und das Festival nicht fortgesetzt wird, weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Die Besucher wurden gebeten ihre Heimreise anzutreten. Zahlreiche Festivalbesucher blieben mit ihren Autos, Wohnwagen und Wohnmobilen im Matsch stecken und mussten von Treckern freigeschleppt werden.

Das Southside-Festival findet traditionell zeitgleich mit dem Hurricane-Festival im niedersächsischen Scheeßel statt. Auch hier wurden bereits mehrere Konzerte am Freitag, sowie auch am Samstag abgesagt. Das Gelände war bis Sonntag witterungsbedingt nicht mehr bespielbar. Das Wasser stand teilweise kniehoch auf dem Gelände. Auch der Zeltplatz wurde regelrecht überflutet. Das Hurricane-Festival geht noch bis Sonntag. Viele Besucher nahmen die Unwetter in Scheeßel mit Humor, einige reisten aber aber auch schon vorzeitig ab.

In Rheinland-Pfalz ist am Samstag in der Nähe von Bacharach am Samstagmorgen nach einem Unwetter in eine Geröllhalde gerast und entgleist. Zehn Menschen wurden dabei verletzt. Der Lokführer erlitt schwere Verletzungen. Ein Steilhang hatte sich durch den starken Regen gelöst und rutschte auf die Bahnschienen hinab.

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Süddeutschland: Schwere Unwetter fordern vier Todesopfer

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

In Bayern und Baden-Württemberg gab es nach schweren vier Todesopfer zu beklagen – darunter auch ein 13-jähriges Mädchen. Das Unwetter hat die Ortschaft Braunsbach im Landkreis Schwäbisch Hall besonders schwer verwüstet. Dort sind zwei Bäche über die Ufer getreten und die Wassermassen richteten erhebliche Schäden an. Autos wurden von den plötzlichen Wassermassen mit gerissen. Die einsturzgefährdeten Häuser wurden vom DRK in Kooperation mit dem THW und der Feuerwehr evakuiert. Zur Zeit sind aufgrund des Unwetters zahlreiche Bahnstrecken in Süddeutschland gesperrt. In seinem überfluteten Keller starb ein 62-jähriger Mann in Weißbach. In Schwäbisch Gmünd hat ein Feuerwehrmann vergeblich versucht einen Mann vor dem Ertrinken zu retten. Beide wurden in einer Unterführung in einen Kanal gezogen. Die Einsatzkräfte vermuten, dass beide nicht mehr am Leben sind. In Schorndorf ereignete sich ein besonders tragisches Unglück. Eine 13-Jährige stand mit einem zwölfjährigen Jungen, aus Schutz vor dem Regen, unter einer Eisenbahnbrücke. Das Mädchen geriet zu nah an das Gleis und wurde von einem Zug erfasst. Der Junge blieb unverletzt und wurde psychologisch betreut.

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Rock im Park: Evakuierung in der Nacht nach Gewitter über Nürnberg

Symbolfoto: © Stefanie Salzer-Deckert  | pixelio.de

Symbolfoto: © Stefanie Salzer-Deckert | pixelio.de

Aufgrund einer Unwetterwarnung wurde das gesamte Rock-im-Park-Gelände inklusive des Zeltplatzes in der Nacht zu Sonntag um 2 Uhr evakuiert. 12.500 Festivalbesucher wurden angewiesen, sich in Richtung Stadion und Colosseum zu bewegen. Der Veranstalter teilte auf einer Pressekonferenz am Sonntag mit, dass er kein Risiko für die Besucher eingehen wollte. Es kam zu einem Unwetter mit Starkregen und Sturmböen von bis zu 85 Kilometern pro Stunde. Die durchnässten Camper mussten stundenlang ausharren bis sie in den frühen Morgenstunden zurück auf den Zeltplatz durften. Am frühen Sonntagmorgen griff die Polizei dort eine 25-jährige Rumänin auf die zwischen den Zelten unterwegs war und zahlreiche Handys und Geldbörsen entwendete. Das sorgte bei vielen Besuchern für Unmut. Das Festival ist trotzdem relativ glimpflich über die Bühne gegangen. Auf dem Festival wurde ein Besucher durch die Explosion einer Gaskartusche schwer verletzt. Der Besucher wurde noch auf dem Zeltplatz ins künstliche Koma versetzt. Inzwischen befindet sich der Patient aber auf dem Weg der Besserung. Das Rote Kreuz teilte mit, dass es aufgrund der extremen Sommerhitze zu mehr Zwischenfällen kam, als es im vergangenen Jahr der Fall war. Das DRK hatte bis Sonntagmorgen rund 3.800 Einsätze. Am häufigsten kam es zu Sonnenbränden und Hitzekollapsen. Es kam während des Festivals zu keinen Sexualdelikten. Ein Mann aus Rheinland-Pfalz wurde dabei erwischt, wie er sich mit einer gefälschten Security-Weste auf das Gelände schleichen wollte.
Der Rocker Marilyn Manson war auf der Bühne einen Moment unaufmerksam uns stürzte von der Bühne. Die Security im Bühnengraben hievten ihn zurück auf die Bühne. Er sagte anschließend: „Ich habe mir gerade das Bein gebrochen, aber das war es wert.“

Beim zeitgleich stattfindenden Festival Rock am Ring feierten bis zu 90.000 Menschen. In der Nacht zum Samstag schlug während eines Gewitters gegen 3.35 Uhr ein Blitz auf dem Festivalgelände ein. 33 Besucher und Mitarbeiter des Festivals wurden verletzt. Es wurde niemand schwer verletzt. 30 Betroffene konnten bis Samstagabend das Krankenhaus wieder verlassen. Der Veranstalter Marek Lieberberg bestätigte, dass in der Nacht zu Samstag mehrere Gewitter über dem Festivalgelände niedergingen. Bei einem ersten Gewitter schlug ein Blitz in den Backstagebereich einer Bühne ein. Acht Festivalmitarbeiter wurden hierbei verletzt. Der DJ Fritz Kalkbrenner brach daraufhin sein Set ab. Viele Zelte und Pavillons hatten die Nacht auf dem Zeltplatz nicht überstanden. Rock am Ring steigt in diesem Jahr erstmals auf dem Flugplatz Mendig. Bis 2014 fand das Festival auf dem 30 Kilometer entfernten Nürburgring statt. Der Veranstalter konnte sich mit dem neuen Eigentümer des Rings nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen, sodass das Festival umzog. Marek Lieberberg hat in Mendig zunächst einen Fünfjahresvertrag.

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Schiffsunglück in China: Mehr als 400 Menschen werden vermisst

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Mehr als 40 Stunden liegt das Schiffsunglück im chinesischen Jangtse-Strom nun zurück. Am Montagabend war dort das Kreuzfahrtschiff „Dongfangzhixing“ während eines Wirbelsturms gekentert und gesunken. Das Kreuzfahrtschiff befand sich auf dem Weg zwischen den alten chinesischen Hauptstädten Nanking und Chongqing, in der sogenannten Drei-Schluchten-Region. Mehr als 420 Menschen befanden sich an Bord des Schiffes. Die meisten Passagiere wurden offensichtlich mit in den Tod gegriffen. Bisher konnten 14 Personen gerettet werden. Der staatliche Fernsehsender CCTV teilte am Mittwochabend mit, dass 18 Leichen bis Mittwochabend geborgen wurden. Die Rettungskräfte sind weiterhin im Einsatz. Die Chancen noch Überlebende zu finden, sinken aber mit jeder Stunde die vergeht. Die Angehörigen haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Eingeschlossene in Luftblasen überlebt haben könnten und hoffen auf ein Wunder. An Bord sollen sich überwiegend ältere Menschen befunden haben. Obwohl ein Teil des Schiffes aus dem Wasser ragt gestalten sich die Rettungsarbeiten sehr kompliziert. Die Rettungskräfte versuchen Löcher in die aus dem Wasser ragenden Schiffsteile zu schweißen. Ein Bergungsschiff mit einem Kran ist auf dem Weg zur Unglücksstelle, um dort die Rettungsarbeiten zu erleichtern. Die Versuche, der mehr als 200 Taucher, im Wasser in das Innere des Schiffs zu gelangen und dort nach und nach alle 150 Kabinen zu durchsuchen, erwiesen sich aufgrund der trüben Sicht und dem Schlamm im Jangtse-Strom als sehr kompliziert. Die Taucher können sich nur tastend im Schiffsinneren fortbewegen. Am Mittwoch wurden auch weiter flussabwärts Suchmaßnahmen gestartet.

Das Verhalten des Kapitäns lässt viele Fragen offen. Er und ein Schiffsingenieur befinden sich in Polizeigewahrsam. Das Kreuzfahrtschiff machte zehn Minuten vor dem Unglück plötzlich eine Kehrtwende, um dann die Fahrt fortzusetzen. Ein ebenfalls in dem Gebiet fahrendes Kreuzfahrtschiff unterbrach im Gegensatz zur „Dongfangzhixing“ seine Fahrt. Es bleibt deswegen unklar, warum der Kapitän weitergefahren ist und nicht wartete, bis sich der Wirbelsturm wieder verzogen hatte.

Sollte sich bestätigen, dass mehr als 400 Menschen ums Leben kamen, handelt es sich um das schlimmste Schiffsunglück Chinas seit 1948. Damals lief das Dampfschiff „Kiangya“ auf eine Seemiene aus dem zweiten Weltkrieg. Zu der Zeit tobte in China ein Bürgerkrieg. Damals sollen 3920 Menschen ums Leben gekommen sein.

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