Hungerkatastrophe: 20 Millionen Menschen in Afrika drohen zu verhungern

Symbolfoto: © Albrecht E. Arnold | pixelio.de

Die Vereinten Nationen (UN) haben aufgrund von Hungersnöten in afrikanischen Ländern und im Jemen vor der größten humanitären Katastrophe seit dem zweiten Weltkrieg gewarnt. Über 20 Millionen Menschen sind akut vom Hungertod bedroht. Zu den Ursachen gehören nach Angaben der Hilfsorganisation Unicef die Auswirkungen des Klimawandels, Krieg und bewaffnete Konflikte sowie Krankheiten wie HIV/Aids und Malaria. Ohne größere Hilfsaktionen droht nach den Worten des UNO-Nothilfekoordinators Stephen O’Brien rund 20 Millionen Menschen in vier Ländern der Hungertod. Auch finanzielle Hilfe in Höhe von umgerechnet mindestens 4,1 Milliarden Euro ist dringend notwendig, betonte er. Der Nothilfekoordinator war selbst in den betroffenen Krisengebieten und hat sich ein Bild über die Lage dort gemacht. Er sagte nach seinem Besuch dem Sicherheitsrat am Freitag: „Die Menschen werden schlicht und einfach den Hungertod sterben“. Noch besteht die Möglichkeit das Schlimmste zu verhindern.

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Evakuierung von Ost-Aleppo ausgesetzt: Busse wurden in Brand gesetzt

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Die Evakuierungen aus der umkämpften Stadt Aleppo wurden am Sonntag ausgesetzt. Nach Angriffen von Islamisten, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahe stehen, wurden die Flüchtlings-Busse zerstört, mit denen die Menschen aus der Stadt herausgebracht werden sollten. Nun müssen tausende Zivilisten, darunter auch zahlreiche Frauen und Kinder, bei winterlichen Temperaturen weiterhin auf die Evakuierung warten. Menschenrechtler teilten mit, dass insgesamt sechs Busse zerstört wurden und nicht mehr fahrbereit sind. Die Rebellengebiete im Osten von Aleppo wurden in den letzten Wochen größtenteils von den Regierungstruppen zurückerobert.

Die humanitäre Lage ist verheerend. Es gibt keine ärztliche Hilfe mehr. Am Sonntagabend wurden Gespräche zur Fortsetzung der Evakuierung geführt. Konkrete Ergebnisse lagen jedoch noch nicht vor. Ost-Aleppo steht vor dem Fall. Die Vereinten Nationen (UN) warnen in diesem Zusammenhang vor einem gigantischen Friedhof. In Aleppo sind 100.000 Menschen auf einem Gebiet von nur noch fünf Quadratkilometern eingeschlossen.

In New York wird der UN-Sicherheitsrat im Laufe des Sonntagabends über einen neuen Resolutionsentwurf abstimmen. Dieser schreibt den Einsatz von UNO-Beobachtern bei der Evakuierung vor. Russland kündigte bereits an dagegen zu stimmen.

Am Samstag demonstrierten unter anderem in London und Berlin tausende Menschen gegen den Syrien-Krieg.

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Syrien-Krieg: Fast alle Krankenhäuser in Aleppo haben ihren Betrieb eingestellt

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

In der umkämpften syrischen Stadt Aleppo sind fast alle Krankenhäuser außer Betrieb. Das ist die Folge von heftigen Luftangriffen, die auf die Stadt geflogen wurden. Die UNO äußerte sich bestürzt und entsetzt. Die USA sprachen von „abscheulichen Taten für die es keine Entschuldigungen gibt“ und machten Russland für die aktuelle Situation in der Stadt mitverantwortlich und verurteilen die Angriffe auf medizinische Einrichtungen und humanitäre Helfer scharf. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, dass am Samstag 25 Menschen bei Luftangriffen ums Leben kamen. In ganz Aleppo gibt es keine Kinderklinik mehr, die geöffnet ist. Schon in den Vortagen wurde die letzte funktionierende Kinderklinik im Osten Aleppos immer wieder angegriffen. Die Kinderklinik wurde am Samstag so stark beschädigt, dass diese schließlich geschlossen werden musste.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnte am Samstag in Aleppo vor dem Zusammenbruch der kompletten Infrastruktur. Sollte die Stromversorgung nicht mehr funktionieren, würde auch die Wasserversorgung betroffen sein. Humanitäre Hilfe ist zur Zeit aufgrund der anhaltenden Kämpfe nahezu unmöglich.

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Militärische Eskalation in Aleppo: Über 180 Tote

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Seit Tagen wird Aleppo pausenlos vom Assad-Regime sowie von Russland bombardiert. Auch Krankenhäuser wurden angegriffen. Über 180 Zivilisten kamen dieses Wochenende in Aleppo ums Leben. Die Wasserversorgung brach zusammen, sodass zwei Millionen Menschen von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten sind. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon meldete sich zu Wort und teilte mit, dass er entsetzt sei über die „ungeheuerliche militärische Eskalation“. Mehrere Stadtteile von Aleppo wurden mit Bomben angegriffen, die sogar Bunker zerstören könnten. Der Einsatz solcher Waffen in besiedeltem Gebiet ist ein Kriegsverbrechen. Der Westen warnte Russland im Zusammenhang mit dem Bombenhagel auf Aleppo davor, dass die Geduld nicht unbegrenzt sei und forderte ein sofortiges Ende der Gewalt. Die Außenminister teilten am Sonntag auf der UNO-Vollversammlung übereinstimmend mit, dass Russland unfähig ist seinen Pflichten nachzukommen. Russland wies diese Kritik zurück.

Am Sonntag wurden die Bombenangriffe nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte fortgesetzt. Am Sonntag starben bis zum Abend mindestens 14 Zivilisten, darunter zwei Kinder. Syrien und Russland sind offenbar der Ansicht den Bürgerkrieg gewinnen zu können. Eine Rückeroberung Aleppos könnte ein Wendepunkt im Bürgerkrieg sein.

Die USA und Russland machen sich seit einer Woche gegenseitig für den Angriff auf den UN-Hilfskonvoi verantwortlich, bei dem 21 Zivilisten starben, die Menschen in Not helfen wollten.

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