Geplante UN-Resolution gegen Giftgas-Einsatz in Syrien: Russland legt erneut Veto ein

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Der UN-Sicherheitsrat hat am Mittwoch einen neuen Anlauf unternommen, über eine Resolution im Syrien-Konflikt abzustimmen. Der inzwischen vierte Entwurf zum mutmaßlichen Giftgas-Anrgiff in Syrien mit 80 Todesopfern verurteilt den Angriff scharf. Die Resolution hätte die syrische Regierung verpflichtet internationalen Ermittlern Zutritt zu gewähren. Bereits in der letzten Woche hatte Russland die Resolution mit einem Veto blockiert. Der neue Entwurf behielt die Formulierungen bei und wurde am Mittwoch von Russland erneut abgelehnt. Zehn Mitglieder stimmten für die Resolution. China und Russland enthielten sich der Stimme.

Der UN-Botschafter forderte alle Seiten auf, die neue Resolution zu unterstützen. Er betonte, dass eine Übergangsregierung in Syrien nötig sei, um einen bleibenden Frieden zu schaffen.

Einen Monat nach dem Atomtest: Nordkorea feuert Weltraumrakete ab

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Vier Wochen nach dem weltweit umstrittenen Atomtest startete Nordkorea am Sonntagmorgen eine Langstreckenrakete in Richtung Weltraum. Das gefährliche an den Tests ist, dass Nordkorea eine Langstreckenrakete auch atomar bestücken könnte. Selbst China bedauerte die Aktion. Der UN-Sicherheitsrat trifft sich noch am Sonntag zu einer Sondersitzung in New York. Die USA sagten, dass die Aktion „destabilisierend und provokativ“ sei. Außerdem sind durch die Zündung zahlreiche UN-Resolutionen verletzt worden. Die USA fordern ernsthafte Konsequenzen. Nordkorea teilte mit, dass die Weltraumrakete einen Satelliten auf eine Erdumlaufbahn brachte.

Nordkorea hat sich dadurch erneut über die Warnungen der internationalen Gemeinschaft hinweggesetzt. Russland wertete den Start der Langstreckenrakete ebenfalls als Verstoß gegen internationale Vereinbarungen. Der japanische Regierungssprecher erklärte, dass der Raketenstart den Frieden und die Sicherheit in der Welt gefährdet. Südkorea verhandelt mit den USA über Abfangraketen.

Erst am 6. Januar hatte Nordkorea eine Wasserstoffbombe zu Testzwecken gezündet. Weltweit löste der Atomtest Empörung aus. Das nordkoreanische Staatsfernsehen berichtete, dass das Land ab sofort zu den Ländern mit fortgeschrittener Kernwaffentechnik zählt. Kurz bevor Nordkorea seinen Atombombentest öffentlich machte, wurde in der Nähe des Atomtestgeländes Punggye Ri im Nordosten des Landes ein leichtes Erdbeben der Stärke 5,1 auf der Richterskala registriert.