Panama Papers: Die UEFA-Zentrale wurde durchsucht – FIFA-Präsident Gianni Infantino in Verdacht

Symbolfoto: © Sommaruga Fabio  | pixelio.de

Symbolfoto: © Sommaruga Fabio | pixelio.de

Die UEFA hat Verträge mit einer Briefkastenfirma namens „Cross Trading“ geschlossen. Das ist durch die „Panama Papers“ aufgeflogen. Der neue FIFA-Präsident Gianni Infantino soll 2006 in einen dubiosen TV-Vertrag verwickelt gewesen sein. Am Mittwoch wurde die UEFA-Zentrale durchsucht. 2006 arbeitete Infantino als Direktor der UEFA-Rechtsabteilung. Die Schweizer Bundespolizei nahm sich der Sache an und durchsuchte die UEFA-Zentrale in Nyon. Ermittlungen wegen des Verdachts der Veruntreuung wurden eingeleitet. Die Ermittlungen richten sich zur Zeit allerdings noch gegen keine konkrete Person. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete unter Berufung auf die „Panama Papers“, dass TV-Rechte für die Champions League zwischen 2006 und 2009 zu geringen Konditionen an eine Briefkastenfirma verkauft wurden. Die Briefkastenfirma verkaufte die TV-Rechte widerum mit großem Gewinn nach Lateinamerika. Infantino und die UEFA wiesen diese Anschuldigungen zurück. Hinter der Briefkastenfirma „Cross Trading“ verbergen sich die argentinischen TV-Rechtehändler Hugo und Mariano Jinkis. Die beiden sind tief in den FIFA-Skandal verwickelt und sitzen auf der Anklagebank. Die beiden sollen 111.000 Dollar für die Ausstrahlung in Ecuador bezahlt haben. Die gleichen Rechte wurden für 311.700 Dollar an den Fernsehsender Teleamazonas verkauft.

Der FIFA-Ethiker Pedro Damiani ist nach den jüngsten Vorwürfen zurückgetreten. Damiani war Verwalter in den „Panama Papers“. Er verwaltete offenbar Firmen, die von FIFA-Offiziellen bestochen worden sind.

Am Montagabend wurde bekannt, dass das Briefkasten-Netzwerk von tausenden Deutschen benutzt wurde. Unter anderem wurde der Formel-1-Pilot Nico Rosberg in der Liste auf. Er wurde über eine solche Briefkastenfirma angestellt. Zu den Gründen wollte sich weder er, noch Mercedes äußern. Nico Rosberg ließ über seine Anwälte erklären, dass es seine Privatangelegenheit sei.
Auch der ehemalige größte Eierproduzent in Deutschland, Anton Pohlmann, nutzte das Netzwerk. Pohlmann hat offensichtlich Schulden über die dubiose Briefkastenfirma beglichen. Er wurde 1996 in Deutschland wegen Tierquälerei mit einem lebenslangen Berufsverbot belegt. Daraufhin zog er in die USA und baute dort eine neue Hühnerfarm auf.
Die Kunden der Anwaltskanzlei in Panama haben nach den Aufdeckungen Ermittlungen angekündigt. Mossack Fonseca bestreitet in einer Stellungnahme Gesetze gebrochen oder Fehler begangen zu haben. Es wurde im Sinne der Kunden gehandelt, hieß es.

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WM-Affäre: DFB Präsident Wolfgang Niersbach tritt zurück

Symbolfoto: © Hasan Anac   | pixelio.de

Symbolfoto: © Hasan Anac | pixelio.de

Wolfgang Niersbach hat am Montag die Entscheidung getroffen mit sofortiger Wirkung von Amt des DFB-Präsidenten zurückzutreten. Unklar bleibt was ihn zu der Entscheidung gedrängt hat. Am Montagvormittag gab sich Niersbach nämlich noch kämpferisch. Eine Mitteilung der Wirtschaftskanzlei die beim DFB zahlreiche Unterlagen gesichtet hat brachte ihn offenbar zu der Rücktrittsentscheidung. Er sagte, dass der Rücktritt nichts mit einem Vertrauensentzug vom DFB Präsidium oder der Landesverbände zu tun hat. Er sagte: „Ich trete vom Amt zurück, weil ich für mich erkannt habe, dass der Punkt gekommen ist die politische Verantwortung zu übernehmen für die Ereignisse rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006.“ Niersbach ist nach wie vor der Meinung, dass er sauber gearbeitet hat. Die Ermittler sollen beim DFB auf Dokumente gestoßen sein, die darauf hindeuten, dass zumindest versucht worden ist Stimmen für die WM-Vergabe 2006 zu kaufen. Dieses wurde aber nicht beschlossen. Niersbach bestritt etwas von dem Vertragsentwurf gewusst zu haben. Es gibt auch Hinweise darauf, dass es eine Kasse gab, aus der die Stimmen hätten bezahlt werden sollen. Ob Schmiergelder geflossen sind ist noch unklar. Rainer Koch wurde zum Interimspräsident des DFB. Er forderte am Montag umfassende Antworten von Franz Beckenbauer.

Die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 soll nur durch Schmiergelder erfolgt sein. Das Geld hat der frühere Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus zur Verfügung gestellt. Bereits vor der WM-Vergabe wurde eine schwarze Kasse mit rund 6,7 Millionen Euro eingerichtet. Davon soll neben Franz Beckenbauer auch der Chef des Bewerbungskomitees Wolfgang Niersbach Bescheid gewusst haben. Die 6,7 Millionen Euro wurden offenbar eingesetzt, um sich die Stimmen der asiatischen Vertreter im Exklusivkomitee der Fifa zu sichern. Im Jahr 2000 wurde Deutschland der Zuschlag für die Fußball-WM 2006 erteilt. Vier Stimmen aus Asien waren entscheidend für die Ausrichtung der Fußball-WM 2006 in Deutschland.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) soll außerdem Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch nach möglichen Straftaten, die vor der WM 2006 begangen wurden. In einer Steuererklärung, die der DFB Präsident Wolfgang Niersbach 2007 unterschrieb war die Zahlung der 6,7 Millionen Euro an den früheren Adidas-Geschäftsführer Robert Louis-Dreyfus als Beitrag zum Kulturprogramm getarnt worden.

Am Dienstag wird in einer Mitarbeiterversammlung besprochen wie es beim DFB weitergehen soll. Der Skandal beim DFB ist durch den Rücktritt von Niersbach noch lange nicht beendet.

Es gibt schon länger Indizien dafür, dass bei den Weltmeisterschaften 1998 in Frankreich und 2010 in Südafrika Geld geflossen sein soll. Auch die kommenden Weltmeisterschaften in Russland (2018) und in Katar (2022) stehen unter Generalverdacht.

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WM-Vergaben an Russland und Qatar: FIFA ermittelt gegen Franz Beckenbauer

Symbolfoto: © Hasan Anac   | pixelio.de

Symbolfoto: © Hasan Anac | pixelio.de

Die Manipulationsvorwürfe bei den WM-Vergaben 2018 nach Russland und 2022 nach Qatar erreichten am Mittwoch auch den deutschen Fußball. Die FIFA-Ethikkommission teilte mit, dass die Ermittlungen gegen Franz Beckenbauer abgeschlossen sind und Anklage gegen den 70-Jährigen erhoben wird. Bisher wurde Beckenbauer lediglich verhört. Er verkündete bereits im Frühjahr 2011 seinen Abschied aus dem Exklusivkomitee aus persönlichen und familiären Gründen. Er stand für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Im November 2010, also noch vor Beckenbauers Rücktritt, fanden die WM-Vergaben nach Russland und Qatar statt.

Im Falle einer Verurteilung droht Beckenbauer eine Sperre für alle Fußball-Aktivitäten. Das würde sogar Besuche in Stadien beinhalten. Wann ein Richterspruch fallen wird ist noch unklar. Die Ermittlungen gegen Beckenbauer betreffen nicht die angebliche schwarze Kasse, von der Stimmen gekauft worden sein sollen. Der Deutsche-Fußball-Bund (DFB) hat die Vorwürfe abgestritten. Ermittlungen laufen derzeit gegen neun aktuelle oder frühere hochrangige Fußball-Funktionäre wie beispielsweise gegen den gesperrten FIFA-Präsidenten Joseph Blatter und den UEFA-Chef Michel Platini. Blatter soll Platini an den FIFA-Büchern vorbei bezahlt haben, hieß es am Mittwoch. Das könnte Kontofälschung darstellen.

Franz Beckenbauer wurde im Sommer 2014 aufgefordert vor der Ethikkommission auszusagen. Er verweigerte das, weil alle Fragen auf englisch gestellt worden wären und dies zu Verständnisschwierigkeiten geführt hätte. Beckenbauer wurde daraufhin für 90 Tage provisorisch für alle Fußball-Aktivitäten gesperrt. Daraufhin sagte er doch aus, sodass dieser Bann wieder aufgehoben wurde.

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Fifa: Sepp Blatter tritt als Präsident zurück –– FBI ermittelt

Symbolfoto: © Hasan Anac   | pixelio.de

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Der 79-jährige Sepp Blatter hat am Dienstag überraschend seinen Rücktritt als Fifa-Präsident erklärt. Wie am Dienstagabend bekannt wurde, könnte diese Entscheidung einen ganz konkreten Hintergrund haben. Der US-Sender ABC teilte mit, dass das FBI Ermittlungen gegen Blatter eingeleitet hat. Die Ermittlungen sollen im direkten Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen weitere Fifa-Funktionäre stehen. Blatter selbst hatte zuvor in einer eilig anberaumten Pressekonferenz seinen Rücktritt angekündigt. Erst am vergangenen Freitag hatte sich Blatter in die nächste Amtszeit wählen lassen. Blatter begründete seinen Rücktritt als Präsident der Fifa damit, dass die Wahlen zwar vorbei sind, aber die Verwicklungen der Fifa kein Ende genommen haben. Im Jahr 1998 hatte Blatter den Posten des Fifa-Präsidenten übernommen. Ein neuer Fifa-Präsident soll nun bei einem außerordentlichen Kongress zwischen Dezember und März 2016 gewählt werden. Bis dahin kündigte Blatter an sein Amt weiter ausüben zu wollen. Während der Pressekonferenz forderte er während eines Statements tiefgreifende Reformen und einen grundlegenden Strukturwandel bei der Fifa.

Vergangenen Mittwochmorgen um 6 Uhr starteten die Behörden in der Schweiz einen Einsatz gegen die Fifa. In Zürich wurden sieben Fifa-Funktionäre in einem Hotel verhaftet. So etwas hat es seit der Fifa-Gründung im Jahr 1904 noch nicht gegeben. Das Schweizer Justiz-Bundesamt teilte mit, dass sich die Mehrheit der in Zürich festgenommenen Fifa-Funktionäre weigert in die USA ausgeliefert zu werden. Die Verdächtigen sollen Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben. Die Fifa-Funktionäre werden der jahrzehntelangen Korruption verdächtigt. In den USA hat deshalb das FBI Ermittlungen eingeleitet. Die US-Behörden werden sich mit den WM-Vergaben 2018 und 2022 befassen. Sie sollen unter anderem Geldwäsche betrieben haben. Die USA wurden darüber informiert und werden einen Auslieferungsantrag einfordern. Insgesamt klagen die USA 14 Personen an. Unabhängig davon ermittelt die Schweizer Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts auf Unregelmäßigkeiten bei den Vergaben der Weltmeisterschaften 2018 und 2022, nach Russland und Katar. Die Schweizer Behörden forderten im Fifa-Hauptquartier die Aushändigung von Dokumenten, wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Schmiergeldzahlungen. Demnach haben mindestens zwei Generationen von Fifa-Funktionären das in sie gesetzte Vertrauen missbraucht, um Millionen Dollar an Bestechungsgeldern anzuhäufen. Dabei haben die Funktionäre beispielsweise den Jugend-Ligen in den Entwicklungsländern geschadet, die von den Geldern eigentlich profitieren sollten.

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Präsidentschaftswahl bei der Fifa: Sepp Blatter wurde wiedergewählt

Symbolfoto: © Hasan Anac   | pixelio.de

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Am Freitagabend um kurz nach 19 Uhr verkündete der Wahlleiter das Ergebnis der Fifa-Präsidentschaftswahl in Zürich. Der jordanische Prinz Ali bin al-Hussein erhielt im ersten Wahlgang 73 Stimmen, der 79-jährige Sepp Blatter 133 Stimmen. Blatter hätte für einen direkten Wahlsieg 140 Stimmen benötigt, sodass ein zweiter Wahlgang notwendig wurde. Vor dem zweiten Wahlgang betrat der jordanische Prinz die Bühne und teilte mit, dass er im Kampf um die Präsidentschaft im Fußball-Weltverband auf einen zweiten Wahlgang verzichtet. Damit steht fest, dass Sepp Blatter weitere vier Jahre der Präsident der Fifa bleiben wird. Im Vorfeld der Wahl gab es eine Bombendrohung gegen die Präsidentschaftswahlen. Am Mittwochmorgen nahm die Zürcher Kantonspolizei auf Antrag des amerikanischen FBI sieben Funktionäre, darunter die Fifa-Vizepräsidenten Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo fest. Neben dem FBI hat auch die Schweizer Bundesanwaltschaft Ermittlungen wegen Korruptionsverdacht bei den WM-Vergaben 2018 an Russland und 2022 an Katar aufgenommen.

Sepp Blatter hatte am Freitagvormittag um 11 Uhr die Präsidenten der sechs Fußballverbände zu einer Dringlichkeitssitzung vorgeladen, weil ihn Boykottdrohungen erreicht haben. Der Thron von ihm hatte vor der Präsidentschaftswahl mächtig gewackelt. Allen Warnungen der UEFA zum Trotz hat Blatter die Wahl durchgezogen. Er kündigte nach der Wiederwahl an, dass er sich am Ende seiner Amtszeit 2019 zurückziehen wird. Die UEFA drohte nach der Wahl mit einem WM-Boykott. Außerdem wird die UEFA auch darüber nachdenken, ob sich die acht europäischen Mitglieder des Fifa-Vorstandes, darunter auch DFB-Chef Wolfgang Niersbach zurückziehen. Der UEFA-Chef Platini hatte Blatter am Donnertag gebeten die Fifa zu verlassen.

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Fifa-Präsidentschaftswahl: Präsident Blatter wurde zum Rücktritt aufgerufen

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Sepp Blatter sagte am Donnerstag: „Ich kann heute nicht mehr zurücktreten.“ Die UEFA hat am Donnerstag angekündigt den Fifa-Kongress mit der Präsidentschaftswahl am Freitag zu boykottieren und auf den jordanischen Herausforderer, Prinz Ali bin-al Hussein zu setzen. Am Mittwochmorgen nahm die Zürcher Kantonspolizei auf Antrag des amerikanischen FBI sieben Funktionäre, darunter die Fifa-Vizepräsidenten Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo fest. Neben dem FBI hat auch die Schweizer Bundesanwaltschaft Ermittlungen wegen Korruptionsverdacht bei den WM-Vergaben 2018 an Russland und 2022 an Katar aufgenommen. Der UEFA-Chef Michel Platini bat Sepp Blatter zurückzutreten. „Ich bin entsetzt und enttäuscht über die aktuellen Entwicklungen“, sagte er am Donnerstagnachmittag in Zürich. Die UEFA kündigte im Falle, dass am Freitag der 79-jährige Sepp Blatter in seine fünfte Amtszeit gewählt wird an, am nächsten Wochenende über den Umgang mit der Fifa zu beraten. Dabei soll nach Aussage des UEFA-Chefs dann auch darüber nachgedacht werden, ob sich die acht europäischen Mitglieder des Fifa-Vorstandes, darunter auch DFB-Chef Wolfgang Niersbach zurückziehen. Die UEFA schloss auch nicht aus, dass sie sich aus Wettbewerben der Fifa, inklusive der WM zurückziehen, sollte Blatter siegen.

Sepp Blatter hat Freitagsfrüh um 11 Uhr die Präsidenten der sechs Fußballverbände zu einer Dringlichkeitssitzung vorgeladen, weil ihn Boykottdrohungen erreicht haben. Platini sagte zu Blatter: „Ich bitte dich heute, die Fifa zu verlassen. Es wäre ein Zeichen von Größe.“ Das Ansehen des Fußballs sei in Gefahr, sollte Blatter als Präsident in eine neue Amtszeit gewählt werden.

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Festnahmen: Fifa-Funktionäre widersetzen sich direkter Auslieferung in die USA

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Der Fußball-Weltverband Fifa versinkt im Chaos: Am Mittwochmorgen um 6 Uhr starteten die Behörden in der Schweiz einen Einsatz gegen die Fifa. In Zürich wurden sieben Fifa-Funktionäre verhaftet. So etwas hat es seit der Fifa-Gründung im Jahr 1904 noch nicht gegeben. Das Schweizer Justiz-Bundesamt teilte am Abend mit, dass sich die Mehrheit der in Zürich festgenommenen Fifa-Funktionäre weigert in die USA ausgeliefert zu werden. Die Verdächtigen sollen Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben. Die Fifa-Funktionäre werden der jahrzehntelangen Korruption verdächtigt. In den USA hat deshalb das FBI Ermittlungen eingeleitet. Die US-Behörden werden sich mit den WM-Vergaben 2018 und 2022 befassen. Sie sollen unter anderem Geldwäsche betrieben haben. Die USA wurden darüber informiert und werden einen Auslieferungsantrag einfordern. Insgesamt klagen die USA 14 Personen an. Unabhängig davon ermittelt die Schweizer Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts auf Unregelmäßigkeiten bei den Vergaben der Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Die Schweizer Behörden forderten im Fifa-Hauptquartier die Aushändigung von Dokumenten, wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Schmiergeldzahlungen. Demnach haben mindestens zwei Generationen von Fifa-Funktionären das in sie gesetzte Vertrauen missbraucht, um Millionen Dollar an Bestechungsgeldern anzuhäufen. Dabei haben die Funktionäre beispielsweise den Jugend-Ligen in den Entwicklungsländern geschadet, die von den Geldern eigentlich profitieren sollten.

Der Fifa-Präsident Sepp Blatter war zunächst zu keiner Stellungnahme bereit. Blatter möchte offensichtlich keine Verantwortung für den Skandal übernehmen. Er sagte, dass er sein Amt nicht niederlegen wird, weil er nicht verdächtigt wird.

Unter den Festgenommenen befinden sich auch die beiden Vize-Präsidenten, unter ihnen Jeffrey Web, der Stellvertreter von Präsident Blatter. Die zwei dubiosen WM-Vergaben nach Russland 2018 und nach Katar 2022 sollen jetzt genau untersucht werden.

Am Freitag sollte der 79-jährige Sepp Blatter in seine fünfte Amtszeit gewählt werden. Der einzige Herausforderer ist der jordanische Prinz Ali bin Al Hussein. Der Prinz ist aber praktisch chancenlos. Wenn die Mehrheit der 209 stimmberechtigten Mitglieder Blatter wählt, wird er weitere vier Jahre der Präsident der Fifa bleiben. Aufgrund des Fifa-Skandals fordert die UEFA jedoch die Verschiebung der Präsidentschaftswahlen.

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