Villingen: Unter der Dusche eingepennt – Betrunkener Student überflutet mehrere Wohnungen

Symbolfoto: © Maclatz | pixelio.de

Das wird teuer für einen Studenten aus dem baden-württembergischen Villingen: Ein betrunkener Student ist in Villingen-Schwenningen im vierten Stockwerk unter der Dusche eingeschlafen und hat dadurch mit seinem Körper den Abfluss verstopft. Eine Brandmeldeanlage schlug am Donnerstagmorgen um 5.45 Uhr Alarm. Die Feuerwehr rückte daraufhin aus und öffnete wenig später das Appartement, in dem der Melder Alarm geschlagen hatte. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass aus der Decke Wasser lief. Daraufhin öffneten sie die Wohnungstür des darüber befindlichen Mieters. Dort lag ein junger Mann offensichtlich bewusstlos unter der laufenden Dusche. Zunächst wurde von einem medizinischen Notfall ausgegangen und der Rettungsdienst alarmiert. Der herbeigeeilte Rettungsdienst stellte schnell fest, dass die Lage weniger dramatisch war, als es zunächst befürchtet wurde, weil der Mann lediglich betrunken war.

Weil der junge Mann sich die Dusche anstelle des Betts zum Schlafen aussuchte, lief das Wasser, das nicht durch den Abfluss ablaufen konnte, vom vierten bis in den ersten Stock durch die Decken.

Die betroffenen Studenten sollen während der wichtigen Klausurphase woanders unterbracht werden, teilte der Vermieter mit. Offenbar reicht es nicht aus, ein Trocknungsgerät aufzustellen. Ein Gutachter war bereits in dem betroffenen Wohnblock. Weil am Donnerstag später noch ein weiterer Rauchmelder, in dem betroffenen Wohnblock Alarm schlug, ist nicht auszuschließen, dass auch die Elektronik der Rauchmelder durch den Wasserschaden defekt ist. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch unklar. Verletzt wurde niemand.

Schwere Unwetter: 57 Verletzte bei Southside-Festival – Veranstalter sagen Festival ab

Symbolfoto: © Janusz Klosowski | pixelio.de

Symbolfoto: © Janusz Klosowski | pixelio.de

Das Southside-Festival im baden-würtembgerischen Neuhausen ob Eck wurde am Samstagmorgen abgesagt, nachdem es am Freitagabend zu schweren Unwettern mit 57 Verletzten kam. Der Veranstalter teilte mit, dass fünf Personen stationär im Krankenhaus behandelt werden und 52 weitere Besucher leichte Verletzungen erlitten. Zunächst begann das dreitägige Festival vielversprechend mit nur leichtem Regen. Gegen 20 Uhr kam es zu Starkregen mit Hagel. Die Festivalbesucher wurden über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert das Konzertgelände sofort zu verlassen und sich in ihren Autos oder in den bereitstehenden Shuttlebussen in Sicherheit zu bringen und auf weitere Informationen zu warten. 3.000 Besucher, die ohne Auto anreisten, wurden in Notunterkünfte gebracht. Der Veranstalter gab in der Nacht zu Samstag bekannt, dass die Sicherheit der Besucher höchste Priorität hat und das Festival nicht fortgesetzt wird, weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Die Besucher wurden gebeten ihre Heimreise anzutreten. Zahlreiche Festivalbesucher blieben mit ihren Autos, Wohnwagen und Wohnmobilen im Matsch stecken und mussten von Treckern freigeschleppt werden.

Das Southside-Festival findet traditionell zeitgleich mit dem Hurricane-Festival im niedersächsischen Scheeßel statt. Auch hier wurden bereits mehrere Konzerte am Freitag, sowie auch am Samstag abgesagt. Das Gelände war bis Sonntag witterungsbedingt nicht mehr bespielbar. Das Wasser stand teilweise kniehoch auf dem Gelände. Auch der Zeltplatz wurde regelrecht überflutet. Das Hurricane-Festival geht noch bis Sonntag. Viele Besucher nahmen die Unwetter in Scheeßel mit Humor, einige reisten aber aber auch schon vorzeitig ab.

In Rheinland-Pfalz ist am Samstag in der Nähe von Bacharach am Samstagmorgen nach einem Unwetter in eine Geröllhalde gerast und entgleist. Zehn Menschen wurden dabei verletzt. Der Lokführer erlitt schwere Verletzungen. Ein Steilhang hatte sich durch den starken Regen gelöst und rutschte auf die Bahnschienen hinab.